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Märchenhafter Zugang zur Musik für Kinder in Wattwil

Das «Gofechössi» und der Konzertzyklus Pro Wattwil präsentierten am Wochenende zweimal das Kinderkonzert mit dem Jugendorchester il mosaico und der zauberhaften Schauspielerin Barbara Bucher.
Cecilia Hess-Lombriser
Das Jugendorchester Il Mosaico steht unter der Leitung von Hermann Ostendarp. Barbara Bucher war die Erzählerin. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Das Jugendorchester Il Mosaico steht unter der Leitung von Hermann Ostendarp. Barbara Bucher war die Erzählerin. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Glücklich jene Kinder, die am Samstag oder Sonntag von ihren Eltern oder Grosseltern in die Aula der Kantonsschule Wattwil geführt worden sind. Auch glücklich und zudem stolz waren jene Eltern, die eine Tochter oder einen Sohn hatten – Söhne waren in der Minderheit –, die am Kinderkonzert mitwirkten oder gar ein eindrückliches Solo spielten.

Die einen erhielten eine Einführung in die Musik, die anderen haben den musikalischen Weg bereits eingeschlagen und allen schien es mit dem Kinderkonzert gut zu gehen. Die Kinder waren ruhig, neugierige Fragen waren durchaus erwünscht und zauberten Lächeln auf die Gesichter der Erwachsene, und diese hatten genau so viel Spass am «Karneval der Tiere» von Camille Saint-Saëns wie die kleinen Zuhörenden.

Zum Auftakt ein virtuoser Distelfink

Susanne Roth vom «Gofechössi» und Bettina König vom Konzertzyklus Pro Wattwil begrüssten zum 20. Kinderkonzert. Das Interesse war riesig, auf der Tribüne mussten die Gäste zusammenrücken. Barbara Bucher, Regisseurin und Schauspielerin, holte die Kinder gleich zu Beginn ab. Laute von Tieren machten sie sofort nach und mit ihrem glitzernden, langen Märchenmantel war sie ein Blickfang. Als Erzählerin stellte sie die einzelnen Tiere in Reimen und im Stil der Tiere vor. Mit viel Mimik, Gesten, Dramatik und Spannung. Damit führte sie das Publikum in die kurzen musikalischen Geschichten rund um den Karneval der Tiere ein.

Jedem der vorkommenden Tiere war ein Teil gewidmet. Die Fantasie bekam grossen Freiraum. Als Auftakt zum Kinderkonzert kam Vivaldis «Il Cardellino», «der Distelfink», zur Aufführung. Das Trillern, Pfeifen, Jubilieren – kunstvoll und vergnügt gesetzt – setzte Siri Löffel meisterhaft auf der Sopranino-Blöckflöte um. Derweil hüpfte ein Stoffdistelfink auf ihrem Kopf im Rhythmus mit. Sehr zur Freude der Kinder, die nach und nach weitere Stofftiere aus den Koffern der poetisch erzählenden Barbara Bucher zu sehen bekamen.

Lustvoller Einstieg in musikalische Welt

Der «uralte Hummer», Hermann Ostendarp, leitete das Jugendorchester, das meisterhaft spielte und das Märchen der feiernden und tanzenden Tiere malte. Klar, dass der Löwe als erstes Tier seinen Auftritt hatte. Majestätisch, kraftvoll, respekteinflössend und sich seiner Würde bewusst. Die herumflatternden Hühner waren der Kontrast dazu und ein galoppierender Esel, übermütig auf dem Flügel intoniert, brachte den Schalk von Camile Saint-Saëns (1835–1921) zum Vorschein.

Allerdings hatte er zu Lebzeiten verboten, die Musik je öffentlich zu spielen. Nach seinem Tod gab es kein Bremsen mehr und «Karneval der Tiere» wurde ein riesiger Erfolg, der andauert und bereits vielen Kindern bekannt ist. Ein idealer Einstieg in die Welt der anspruchsvollen Musik, ein Lustmacher. Lustvoll und konzentriert spielten auch die jungen Menschen des Orchesters il mosaico. Lustvoll langsam und träge mimte die Erzählerin die Schildkröte mit ihrer Schwerfälligkeit und entsprechend fiel die Musik aus.

Wenn Musik bewegte Bilder malt

Die Tiere gaben sich nacheinander die Ehre. Der tanzende Elefant, das hüpfende und springende Känguru, die leise dahingleitenden Fische im Aquarium, dessen Wasser das Glitzern der Sonne aufnahm, umgesetzt vom Glockenspiel. Der Kuckuck rief aus dem Wald und die Eichhörnchen rannten die Bäume rauf und runter und immer mehr schlossen sich ihnen an. Das alles interessierte das Faultier überhaupt nicht. «Arbeit ist etwas für den Menschen.» Es gab herrliche Momente in diesem Konzert für Gross und Klein, märchenhafte Vorstellungen und eine eindrückliche Heimreise aller Tiere.

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