Mannschaftstransporter für Forstwarte Mogelsberg: «Ein heisser Kaffee kann Wunder bewirken»

Um sich die Pausen im Wald angenehmer zu gestalten, haben Mitarbeiter des Forstamts Mogelsberg einen Fahrzeuganhänger zu einem Mannschaftsfahrzeug ausgebaut. Ein Herd sowie ein Grill sorgen für warme Verpflegung im Wald.

Urs M. Hemm
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Forstwart Albert Bucher im umgebauten Anhänger des Raup-Tracs. (Bild: Urs M. Hemm)

Forstwart Albert Bucher im umgebauten Anhänger des Raup-Tracs. (Bild: Urs M. Hemm)

Wer draussen arbeitet, der ist zwangsläufig jeder Witterung ausgesetzt. «Ich hatte mir schon länger Gedanken darüber gemacht, wie wir uns im Wald, vor allem während der kalten Wintermonate, ein wenig aufwärmen und wenigstens die Mittagspause an einem trockenen Ort verbringen können», sagt Albert Bucher, Forstwart beim Forstbetrieb Staatswald in Mogelsberg. Eine praktikable Idee hatte er aber keine.

Stromanschluss war ein zentrales Anliegen

Plötzlich jedoch sei die Lösung vor ihm gestanden, als sie kürzlich den neuen Raup-Trac in Empfang nehmen durften. Der Raup-Trac ist ein Raupenfahrzeug, mit dem Baumstämme aus unwegsamem, steilem Gelände an den Sammelplatz geschleppt werden können. Dieses Fahrzeug muss jeweils per Anhänger an seinen Einsatzort gebracht werden. Ein Anhänger, der sich hervorragend für Albert Buchers Zwecke eignete, so dass die Idee in die Tat umgesetzt werden konnte.

«Wir haben einen Klapptisch eingebaut und einen Gasherd mit Grillfunktion dabei, mit dem wir uns etwas Warmes zu essen und zu trinken machen können», sagt Albert Bucher. «Ein heisser Kaffee oder eine Suppe können manchmal Wunder bewirken, wenn das Wetter nicht mitspielt», weiss er. Zudem wurde eine Heizung eingebaut, um nasse Kleider trocknen zu können. «Weil wir meist den ganzen Tag draussen im Wald sind, war Strom ein zentrales Anliegen», sagt Bucher. Dafür wurden Stromanschlüsse installiert, gespeist von Autobatterien, um Laptop und Mobiltelefone aufladen zu können sowie ein USB-Anschluss eingebaut. Um den Anhänger noch ein bisschen wohnlicher zu gestalten, wurden gar Vorhänge aufgehängt.

Sicherheit als höchste Maxime

«Die Mitarbeiter sind dankbar für ein wenig Komfort», sagt Albert Bucher. Ihm jedoch sei die Möglichkeit, sein Mobiltelefon wieder aufladen zu können, wichtiger. «Im Notfall zählt jede Sekunde − die Rettungskräfte müssen schnellstens alarmiert werden können.» Dies sei zwar auch zuvor zu jeder Zeit möglich gewesen. Ein zweites Sicherheitsnetz könne jedoch nie schaden.

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