Lütisburg
Mit einer Sammeleinsprache wollen Einwohnerinnen und Einwohner verhindern, dass die Swisscom eine weitere 5G-Antenne baut

Das Baugesuch der Swisscom für eine 5G-Antenne stösst nicht überall auf Begeisterung ‒ besorgte Bürgerinnen und Bürger stellen sich gegen das Vorhaben.

Beat Lanzendorfer
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Karin Baumgartner (rechts) übergibt Gemeindepräsidentin Imelda Stadler stellvertretend für die Bevölkerung die Unterschriftenbögen.

Karin Baumgartner (rechts) übergibt Gemeindepräsidentin Imelda Stadler stellvertretend für die Bevölkerung die Unterschriftenbögen.

Bild: Beat Lanzendorfer

Gemäss Plänen der Swisscom soll in der Gemeinde Lütisburg im Gebiet Chrummenacker eine 5G-Antenne gebaut werden. Dieser Eintrag findet sich unter den Baugesuchen im «Lütisburg aktuell» vom 2. Februar.

Dagegen regt sich Widerstand in der Bevölkerung. Am Montag haben mehrere Einwohnerinnen und Einwohner Gemeindepräsidentin Imelda Stadler eine Sammeleinsprache mit 509 Unterschriftenbögen vor dem Gemeindehaus überreicht.

Laut Karin Baumgartner, die stellvertretend für die Einsprechenden die Unterschriftenbögen übergab, sei dies als Hilferuf der Bevölkerung zu verstehen. Sie erwarte, dass sich die Behördenvertreter ihrer Verantwortung bewusst seien. Und weiter: «Es wäre schön, wenn die Menschen gehört werden.»

Unterschriften auch in der Nachbargemeinde gesammelt

Weil Teile von Bazenheid ebenfalls im einspracheberechtigten Radius von 1250 Metern liegen, seien gemäss Baumgartner aus der Nachbargemeinde Kirchberg ebenfalls einige Unterschriften hinzugekommen.

Gemeindepräsidentin Imelda Stadler versprach, das Anliegen ernst zu nehmen, was im Übrigen bei jedem Geschäft der Fall sei, welches der Gemeinderat zu behandeln hätte.

Nach Einsicht der Unterschriften auf ihre Rechtmässigkeit, werde das Geschäft zur weiteren Überprüfung dem Kanton übergeben. Ein Entscheid sei etwa im Frühsommer zu erwarten. Letztendlich liege es in der Kompetenz des Gemeinderates, über das Baugesuch zu entscheiden.