LÜTISBURG
Auch dank neuem Personal: Kinderdörfli mit «Wir-schaffen-es-Mentalität»

Die Jahresversammlung des Vereins «Kinderdörfli St.Iddaheim» fand zum ersten Mal in der Kapelle statt. Nebst den üblichen Traktanden standen personelle Mutationen im Vordergrund.

Christoph Heer
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Hanspeter Helbling (links) wurde einstimmig in die Verwaltungskommission des Vereins Kinderdörfli St.Iddaheim gewählt. Vorher stellte er sich an der Generalversammlung kurz vor, beobachtet von Vereinspräsident Glen Aggeler.

Hanspeter Helbling (links) wurde einstimmig in die Verwaltungskommission des Vereins Kinderdörfli St.Iddaheim gewählt. Vorher stellte er sich an der Generalversammlung kurz vor, beobachtet von Vereinspräsident Glen Aggeler.

Bild: Christoph Heer

Dass es seine erste Jahresversammlung als Präsident des Vereins Kinderdörfli St.Iddaheim ist, merkt man dem neuen Präsidenten Glen Aggeler keineswegs an, ganz im Gegenteil. Scheinbar ohne Nervosität führt er am Freitagabend durch die einstündige Versammlung und vermag die 22 Personen – insgesamt sind es rund 130 Stimmberechtigte – mit viel informativem Material zu versorgen.

«Ich blicke nicht nur auf mein erstes Präsidialjahr zurück, sondern auch auf zwölf ungemein spezielle Monate. Monate, in denen Corona allgegenwärtig war und auch das Kinderdörfli beschäftigt hat.»

Glen Aggeler erklärt, dass die Pandemie den Alltag im Internat massgeblich geprägt hat. «Von den Beteiligten aus allen Bereichen sowie den Schülern und Eltern wurde eine grosse Flexibilität abverlangt. Beim ersten Lockdown fuhren wir den Schulbetrieb gänzlich runter, ehe wir auf einen sicheren Mindestbetrieb umstellen konnten. Heute stellen wir einen Schulbetrieb unter Einhaltung der Schutzkonzepte und Massnahmen sicher, nach wie vor verlangt es aber von jedem Einzelnen grosses Engagement; daher richte ich meinen Dank an alle Involvierten im Vor- und im Hintergrund», sagt Aggeler.

Glenn Aggeler seit einem Jahr Präsident

Glenn Aggeler (links) und Franz Müller.

Glenn Aggeler (links) und Franz Müller.

Bild: Christoph Heer

Vor Jahresfrist hat er das Präsidium von seinem Vorgänger Franz Müller übernommen. Müller amtete nicht weniger als 38 Jahre in der Verwaltungskommission, 18 Jahre davon als Präsident. «Franz Müller, unser Ehrenpräsident, hat in seiner langen Tätigkeit das Kinderdörfli wesentlich geprägt und es äusserst kompetent um so manche Klippen begleitet. Er war mit Leib und Seele ein grosser Teil unserer Institution», sagt Gesamtleiter Urs Gasser.

Im Sommer folgt der Abschied des Schulleiters

Während es im vergangenen Sommer einen Präsidentenwechsel gegeben hat, wird nun auf das neue Schuljahr die Stelle des Schulleiters frei. Robert Steiner startete 2017 in diesem Amt und tritt nun in seine verdiente Pension über. Ersetzt wird Müller durch Andreas Hugentobler (St.Gallen).

Zita Scherrer (Bütschwil) ist im Jahr 2004 in die Verwaltungskommission eingetreten. Auf dieses Jahr hin hat auch sie ihren Rücktritt bekanntgegeben. So bekommt Hanspeter Helbling an der Versammlung die Möglichkeit, sich kurz vorzustellen. Natürlich wurde er von der Verwaltungskommission schon im vornherein kennengelernt und geprüft. Einstimmig wird Hanspeter Helbling (Bütschwil) als neues Kommissionsmitglied gewählt.

«Kinderdörfli ist auf dem richtigen Weg»

Das Kinderdörfli, mit seinen rund 65 Angestellten, ist seit 2018 an der Umsetzung des neuen Konzeptes «Ausrichtung und Organisation». Momentan befindet sich diese Neuausrichtung in der Endphase, wobei Glen Aggeler betont, dass man auf dem richtigen Weg ist.

«Manchmal ist es schon auch ein steiniger Weg, doch unser ‹Paradies› lebt.»

Veränderungen in der Organisation und im Aufgabenbereich wurden angegangen und unter neuen Strukturen würden auch in Zukunft die Dienstleistungen des Kinderdörfli erbracht sichergestellt sein, sagte Glenn Aggeler.