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Lütisburg: Im Abstimmungskampf ist ein Zahlen-Hickhack entbrannt

«PSL 2020plus» dominiert momentan das Mitteilungsblatt. Besonders brisant in dieser Woche sind unterschiedliche Summen im Turnhallen-Knatsch. Dazu nehmen die Chefs von Gemeinde und Schule Stellung.
Timon Kobelt
Im Lütisburger Mitteilungsblatt «aktuell» dreht sich derzeit ein Grossteil des Inhalts um «PSL 2020plus». (Bilder: Timon Kobelt)

Im Lütisburger Mitteilungsblatt «aktuell» dreht sich derzeit ein Grossteil des Inhalts um «PSL 2020plus». (Bilder: Timon Kobelt)

Das Gemeindeblatt von Lütisburg liest sich gegenwärtig wie ein Krimi. Diese Woche belegen Stellungnahmen zu «PSL 2020plus» der Gemeinderätin einerseits und des Schulrates andererseits rund zweieinhalb von fünf Seiten. Und der Lesestoff ist durchaus spannend und pikant.

Zwei Beträge stehen sich gegenüber

Imelda Stadler, Gemeindepräsidentin von Lütisburg. (Bild: Urs Bucher)

Imelda Stadler, Gemeindepräsidentin von Lütisburg. (Bild: Urs Bucher)

So schreibt Gemeindepräsidentin Imelda Stadler unter dem Kapitel «Mehrkosten grössere Turnhalle» Folgendes: «In einer Zusammenstellung, die dem Gemeinderat vorliegt, geht man von Fr. 1,6 Millionen Mehrkosten für die grössere Halle gegenüber einer Einfachhalle aus. Auch an der letzten gemeinsamen Sitzung vom 30. Oktober des Gemeinde- und Schulrates wurden wir von der begleitenden Fachperson informiert, dass die Mehrkosten für die grössere Mehrzweckhalle inklusive grössere Bühne 1,6 Millionen Franken betragen. An der Infoveranstaltung des Schulrates und der Baukommission vom 7. November sprach der Architekt mehrmals von 413'000 Franken für die grössere Halle. Was ist nun richtig?»

Josef Rütsche, Schulratspräsident von Lütisburg. (Bild: PD)

Josef Rütsche, Schulratspräsident von Lütisburg. (Bild: PD)

Diese Frage hat das «Toggenburger Tagblatt» an Schulratspräsident Josef Rütsche weitergeleitet, der darauf antwortete: «Wir haben zu Beginn der Arbeiten eine sehr grobe kubische Betrachtung gemacht und darüber die Kosten approximativ hochgerechnet. Da der Architekt an dieser Sitzung nicht anwesend war, haben wir auf diese alten Zahlen zurückgegriffen. In der Anfangsphase des Projektes waren die genauen Anforderungen an Nebenräume, Anzahl Garderoben oder Duschen noch nicht bekannt. Aufgrund der Frage des Gemeinderates haben wir dann den Architekten beauftragt, den Betrag nach aktuellem Wissensstand zu konkretisieren. Die alte Zahl von 1,6 Millionen Franken hat in der aktuelle Projektphase keine Gültigkeit mehr und ist deshalb auch nicht in der Abstimmungsbroschüre genannt.»

«Es geht einzig um die 8,5 Millionen Franken»

Der Schulpräsident führt weiter aus: «Der Stimmbürger muss wissen, dass die zur Abstimmung vorgeschlagene Halle von 24 Meter mal 28 Meter rund 8,5 Millionen Franken kostet. Auch muss er wissen, dass eine Einfach-Normhalle von 16 Meter mal 28 Meter nicht einfach proportional tiefer nur 5,7 Millionen Franken kostet. Die Kosten einer Einfachturnhalle mit den heute definierten Anforderungen würden in jedem Fall den Betrag von 7 Millionen Franken klar übersteigen.» Alles andere sei nicht von Bedeutung. Rütsche ergänzt:

«Die Nennung des Betrages von 1,6 Millionen Franken zum heutigen Zeitpunkt ist lediglich ein Versuch, die Stimmbürger zu verunsichern und das Abstimmungsresultat entsprechend zu beeinflussen.»

Ausserdem hätte er der Gemeindepräsidentin die Frage im Mitteilungsblatt gerne in einem persönlichen Gespräch beantwortet.

Auf diese Punkte angesprochen, sagt Imelda Stadler:

«Tatsache ist, dass die 413'000 Franken öffentlich diskutiert wurden und dass am Infoabend vom 7. November plötzlich der Betrag von 413'000 Franken genannt wurde. Der Gemeinderat hat vorher nicht von dieser Zahl erfahren.

Gemeinde- und Schulrat hätten acht Tage vor der Infoveranstaltung von der begleitenden Fachperson auf die konkrete Frage zu den Mehrkosten der grösseren Halle die Antwort 1,6 Millionen erhalten. Es könne ja nicht sein, dass in den acht Tagen seit dem 30. Oktober ein total neues Projekt entstanden sei.

«Von Beeinflussung kann keine Rede sein»

Zum Vorwurf der Beeinflussung sagt sie: «Davon kann keine Rede sein. Es kann aber nicht sein, dass innert weniger Tage andere Zahlen präsentiert werden. Auch geht es nicht darum, ein Abstimmungsresultat zu beeinflussen, sondern um Glaubwürdigkeit.»

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