Lütisburg: Gemeinderat beantragt Vorfinanzierung für ein neues Hallen-Projekt

Nachdem die Bürger den Baukredit in der Höhe von 8,5 Millionen Franken für eine neue Mehrzweckhalle versenkten, sahen einige Befürworter die Schuld beim Gemeinderat. Dieser will nun Hand für ein neues Projekt bieten.

Timon Kobelt
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Eine neue Mehrzweckhalle gibt es in Lütisburg vorerst nicht. Das dargestellte Modell wurde von der Bürgerschaft abgelehnt. Der Gemeinderat will mittels Vorfinanzierung Geld für eine neues Projekt sammeln. (Visualisierung: PD)

Eine neue Mehrzweckhalle gibt es in Lütisburg vorerst nicht. Das dargestellte Modell wurde von der Bürgerschaft abgelehnt. Der Gemeinderat will mittels Vorfinanzierung Geld für eine neues Projekt sammeln. (Visualisierung: PD)

Der Gemeinderat äussert sich im aktuellen Mitteilungsblatt noch einmal zum Projekt Primarschule Lütisburg (PSL) 2020plus. Die heutige Situation in Bezug auf die Mehrzweckhalle sei unbefriedigend und eine Sanierung der bestehenden Halle mit Bühne sei sicher der falsche Weg. «Vielmehr wünscht sich der Gemeinderat, dass ein redimensioniertes Projekt mit deutlich tieferen Kosten geplant wird. Der entsprechende Entscheid obliegt selbstverständlich dem Primarschulrat», heisst es seitens des Gemeinderates.

Nun will das Gremium der Bürgerschaft die Bildung einer Vorfinanzierung «Mehrzweckhalle» vorschlagen. «Die Zuweisung von entsprechenden Mitteln aus Ertragsüberschüssen soll der Bürgerschaft spätestens an der Bürgerversammlung 2020, aus dem Ergebnis 2019, beantragt werden. Vorausgesetzt, das Ergebnis 2019 fällt positiv aus», hält der Gemeinderat in seiner Mitteilung fest.

Schwarzer Peter wurde hin und her geschoben

Laut Gemeinderat ist man überzeugt, dass die Höhe des beantragten Baukredits für die Mehrzweckhalle mit Schulnebenräumen ausschlaggebend für die Ablehnung durch die Bürgerschaft war. Der Ablehnung der Turnhalle ging ein giftiger Abstimmungskampf voraus, währen dem sich Schul- und Gemeinderat gegenseitig den Schwarzen Peter zuschoben. Der Vorwurf, dass unterschiedliche finanzielle Beträge betreffend Hallengrösse kursierten, kam von Seite des Gemeinderats. Der Schulrat hingegen sagte, dass der Gemeinderat das Ergebnis der Abstimmung bewusst negativ beeinflussen wollte. Dies mit pessimistischen Prognosen zur finanziellen Entwicklung der Gemeinde. Ausserdem zeigte sich die Schule enttäuscht, dass der Gemeinderat keine klare Stellung zum Projekt bezog. Auch andere Befürworter des vorgelegten Hallenprojekts monierten, dass dieses vor allem aufgrund der Haltung des Gemeinderats abgelehnt worden sei.

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