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Liegenschaft «Kapplerhof» ist verkauft – Investor will Hotel abreissen und Wohnungen erstellen

Die LST Invest AG hat das ehemalige Hotel Kapplerhof in Ebnat-Kappel und das angrenzende Bauland gekauft. Im Idealfall wird schon im nächsten Jahr gebaut.
Sabine Camedda
Peter di Gallo übergibt am Mittwoch die Schlüssel des «Kapplerhofs» an Martin Paurevic, im Beisein von Werner Fleischmann (von links). (Bild: PD)

Peter di Gallo übergibt am Mittwoch die Schlüssel des «Kapplerhofs» an Martin Paurevic, im Beisein von Werner Fleischmann (von links). (Bild: PD)

Der «Kapplerhof» ist verkauft. Am Mittwoch haben der Verkäufer Peter di Gallo, Verwaltungsratspräsident der Kurt di Gallo AG, und der Käufer, Martin Paurevic von der LTS Invest AG, auf dem Grundbuchamt Ebnat-Kappel die Handänderung getätigt.

Peter di Gallo sei froh, dass für die Liegenschaft am Ortseingang von Ebnat-Kappel mit dem Verkauf eine gute Lösung gefunden werden konnte, bestätigte Werner Fleischmann. Der Inhaber der Fleischmann Immobilien AG nahm das Objekt, zusammen mit einer angrenzenden Parzelle Bauland, in sein Portfolio auf und suchte seit Anfang April aktiv nach einem Käufer.

Investoren glauben an Potenzial von Ebnat-Kappel

Bezüglich der zukünftigen Nutzung sah Werner Fleischmann im Frühjahr mehrere Möglichkeiten. «Ich könnte mir vorstellen, dass dort wieder ein Hotel mit Restaurant entsteht», sagte er damals gegenüber dem «Toggenburger Tagblatt». Auch eine Wohnüberbauung oder Industriebetriebe, oder eine Mischung aus verschiedenen Nutzungen, waren für ihn vorstellbar.

Nun sollen Miet- und Eigentumswohnungen daraus werden. Das sagte Martin Paurevic von der LTS Invest AG. Seine Unternehmung erhielt den Zuschlag für die Liegenschaft Kapplerhof und für das angrenzende Bauland.

Gemäss Werner Fleischmann gab es vier ernsthafte Kaufinteressenten. Er schätzt diese Nachfrage als gut ein. «Das spricht für die Gemeinde Ebnat-Kappel.» Die Interessenten seien vor allem am Bauland und an dessen Entwicklungsmöglichkeiten interessiert gewesen und weniger am Hotelkomplex, sagt Werner Fleischmann weiter.

Ins Hotel wären grosse Investitionen nötig

Ende 2012 gingen im Hotel Kapplerhof die Lichter endgültig aus. (Bild: Timon Kobelt)

Ende 2012 gingen im Hotel Kapplerhof die Lichter endgültig aus. (Bild: Timon Kobelt)

Die potenziellen Käufer hätten gewusst, dass es Standschäden beim Mobiliar gab und beim Gebäude viel investiert werden müsste. Daher hätten sich alle die Frage stellen müssen, was sie darin investieren können oder wollen.

Dies bestätigt der Käufer Martin Paurevic. Gerade weil das Hotel in einem schlechten baulichen Zustand sei, werde dieses abgerissen. «Es lohnt sich gar nicht, Geld in dieses Gebäude zu investieren», sagt er. Ein Gastronomiebetrieb passe zudem nicht in die Geschäftstätigkeit seiner Firma, die Investitionen in Renditeliegenschaften und Wohneigentum tätige.

Die Hotelparzelle und das angrenzende Bauland zusammen ergeben ein Areal von fast 14'000 Quadratmetern. «Diese Fläche birgt sehr viel Potenzial», sagt Martin Paurevic. Über den bezahlten Kaufpreis schweigt er. Er bestätigt aber, dass die in den Verkaufsunterlagen genannten 1,8 Millionen Franken für den «Kapplerhof» und die 1,3 Millionen Franken für das Bauland übertroffen wurden.

Projekt im Frühjahr 2020 ausgearbeitet

Hingegen wird Martin Paurevic konkreter, wenn es um die zukünftige Nutzung des Areals geht. Es sollen Miet- und Eigentumswohnungen gebaut werden. Er sei sich bewusst, dass die Grundstücke teilweise in der Gewerbe- und Industriezone seien, sagt er weiter. Daher könne es sein, dass auch einige Gewerbebetriebe dort ansässig würden.

Für Martin Paurevic ist klar, dass es nun vorwärts gehen soll. In den nächsten Wochen sucht er das Gespräch mit Vertretern der Gemeinde Ebnat-Kappel. Gerne möchte er, dass bis im Frühjahr 2020 ein Projekt ausgearbeitet ist.

Wie viele Wohnungen entstehen werden, lässt Martin Paurevic derzeit offen, dies werde in der nächsten Zeit abgeklärt und definiert. «Es besteht aus meiner Sicht kein Grund zu warten», sagt er. Zudem sei die Zinslage noch immer gut, was für gute Chancen beim Verkauf von Wohneigentum spricht.

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