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"Der Traum ist ausgeträumt:" Die letzten Tage des "Palais Extra" im Toggenburg

Das Toggenburg verliert mit dem «Palais Extra» seinen Tanzpalast. Die Betreiber blicken mit Wehmut auf die Zeit zurück und bedauern, dass ihre Vision im Toggenburg keine Früchte getragen hat.
Timon Kobelt
Dunkle Wolken über dem «Palais Extra»: Nach diesem Wochenende schliesst das Lokal seine Tore. Wie es danach damit weitergeht, steht derzeit noch in den Sternen. (Bild: Timon Kobelt)

Dunkle Wolken über dem «Palais Extra»: Nach diesem Wochenende schliesst das Lokal seine Tore. Wie es danach damit weitergeht, steht derzeit noch in den Sternen. (Bild: Timon Kobelt)

Severin Löhrer (Bild: PD)

Severin Löhrer (Bild: PD)

«Es war ein Traum. Nun ist er leider ausgeträumt», sagt Severin Löhrer, Pächter des «Palais Extra». Er spricht von der Vision, das «Palais Extra» im Toggenburg als starke Marke bekannt zu machen. Diese Vision ist gescheitert. Dass das Lokal nun schliesse, tue ihm persönlich sehr weh. «Wir haben viele tolle Begegnungen gehabt im ‹Palais› und lustige Stunden erlebt. Es gab Tage, an denen wir erst bei Helligkeit den Weg nach Hause angetreten haben», berichtet Serverin Löhrer.

Bedürfnis langfristig nicht vorhanden

Mit «wir» meint Severin Löhrer sich und seinen Freund Matthias Kappeler. Die beiden Lenggenwiler haben die Geschicke des «Palais Extra» seit dem Spätsommer 2015 in ihren Händen gehabt. Gut zweieinhalb Jahre später, genauer am 30. April, verkünden sie auf Facebook, dass im «Palais» die Lichter gelöscht werden. Definitiv Schluss ist nach der «Ustrinkätä», die dieses Wochenende stattfindet.

Matthias Kappeler (Bild: PD)

Matthias Kappeler (Bild: PD)

Die Schliessung sei unumgänglich geworden, liessen die Betreiber nach deren Ankündigung verlauten, nun äussern sie sich vertiefter zu den Gründen. «Meiner Ansicht nach war das Bedürfnis, ins ‹Palais› zu gehen, langfristig nicht mehr vorhanden», sagt Matthias Kappeler. Nach der Neueröffnung sei es zunächst recht gut gelaufen. Es habe eine gewisse «Aufbruchsstimmung» geherrscht. «Anlässe wie die ‹Edelwyss-Party› oder die Weihnachtsfeier werde ich nie vergessen», sagt Matthias Kappeler. Doch mit der Zeit sei das Bedürfnis wieder gesunken. Andere Anlässe in der Region seien eine starke Konkurrenz gewesen. «Ich glaube die Leute haben vermehrt gedacht, dieses Event können wir nur einmal besuchen. Ins ‹Palais› gehen wir ein andermal», so Matthias Kappeler. Doch sie kamen zu selten.

Der Lenggenwiler hat bis April 2017 als Geschäftsführer des «Palais» gewirkt, danach hat er nur noch nebenbei administrative Aufgaben erledigt, um das Lokal durch Reduktion des eigenen Lohns zu entlasten. Dies vermochte den Bock jedoch nicht umzustossen. Auch der beliebte Tanzabend am Montag konnte nicht kaschieren, dass die Besucher zu unkonstant aufkreuzten.

Toggenburg ein schwieriges Pflaster

Grundsätzlich seien sie davon überzeugt, dass im Toggenburg ein Treffpunkt wie das «Palais» überleben könne. «Im Nachhinein würde ich aber den Standort überdenken», sagt Severin Löhrer. Mit den ÖV sei das «Palais Extra» schlecht erreichbar. «Das Toggenburg ist ein schwieriges Pflaster, denn obwohl es recht gross ist, kamen viele Kunden von ausserhalb des Tals», ergänzt Matthias Kappeler. «Vielleicht waren wir nicht die richtigen Leute, da wir nicht von hier sind. Womöglich habe wir die Toggenburger zu wenig verstanden», gibt Severin Löhrer zu bedenken.

Nach dem Ausscheiden der zwei Freunde liegt die Zukunft des Lokals wieder in den Händen von Besitzerin Brigitte Rüegg, die das Palais früher betrieben hat.

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