Lichtensteig: «Chäslädeli» wird zur «Chäslaube»

Das «Chäslädeli» im Städtli hat einen neuen Geschäftsführer gefunden. Der Wechsel findet morgen fliegend statt.

Angela Hess
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Andreas Fischer freut sich auf die neue Herausforderung im «Chäslädeli». (Bild: Angela Hess)

Andreas Fischer freut sich auf die neue Herausforderung im «Chäslädeli». (Bild: Angela Hess)

Sechs Jahre lang hat Gabi Döbeli ihr «Chäslädeli» an der Hauptstrasse in Lichtensteig geführt. Diesen Sommer hat sie jedoch entschieden, dass es Zeit wird für einen Neuanfang. «Es waren schöne und intensive Jahre. Ich bin froh, dass ich damals den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt habe. Daran bin ich gewachsen. Aber jetzt wird es Zeit für etwas Neues», sagt Döbeli. Nun schliesst der kleine Laden im Städtli morgen Samstag, am Mittag. Doch die Lichtensteiger ­Käseliebhaber müssen sich nicht lange gedulden, bis das «Chäs­lädeli» unter neuer Geschäfts­leitung wieder öffnet: Bereits morgen Nachmittag um 15 Uhr schliesst Andreas Fischer zum ersten Mal die Tür des Geschäfts auf. Er lädt bisherige Kunden und auch «Gwundrige» ein, vorbeizukommen. Der neue Geschäftsführer wird altbewährten Käse und andere, neue Spezialitäten zur Verkostung anbieten. Eine grosse Eröffnungsfeier wird es aber nicht geben: «Ich möchte keinen grossen Anlass aus der Wiedereröffnung machen. Der Laden war ja eigentlich gar nicht zu», erklärt Fischer.

Gabi Döbeli war es ein An­liegen, dass jemand den Laden übernimmt, der ihn in dieser Form weiterführen wird. Das möchte Andreas Fischer nun tun. Er ist überzeugt: «Das Lädeli trägt zum Städtlileben bei. Wenn es kein ‹Chäslädeli› mehr gäbe, so würde hier in Lichtensteig etwas fehlen.»
 

Eine Leidenschaft für den Geschmack

Trotzdem soll das «Chäslädeli» Schritt für Schritt auch kleine ­Änderungen erfahren. Andreas Fischer arbeitet schon lange im Lebensmittelbereich. Er hat das Octosenso-Konzept entwickelt, in dem es darum geht, Lebensmittel aufgrund ihrer Inhaltsstoffe so optimal wie möglich mitein­ander zu kombinieren. «Ganz viele Kombinationen, die wir täglich zu uns nehmen, sind eigentlich gar nicht bekömmlich für unseren Magen. Ich möchte den Konsumenten die einzelnen Inhaltsstoffe näherbringen», erläutert Fischer das Konzept. Er arbeitet nicht nur mit Gastronomen, Produzenten und Händlern zusammen, sondern veranstaltet auch Kurse für Privatpersonen. «Ich will den Kunden im Lädeli nichts aufdrängen. Wenn sich jemand dafür interessiert, freue ich mich, aber in erster Linie ist und bleibt das Geschäft ein ‹Chäs­lädeli›», betont der Lebensmittelexperte, der unter anderem auch eine Ausbildung als Käser gemacht hat.

Auch einen neuen Namen wird das Geschäft in der Zukunft bekommen: «Ich lasse es langsam angehen. Aber irgendwann soll der Laden ‹Chäslaube Octojuniors› heissen», verrät Fischer. Das «Chäslädeli» bleibt dem Städtli also weiterhin erhalten.