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Die Lichtensteiger «Krone» erhält jeden Monat ein neues Konzept

Das Restaurant Krone soll nicht leer stehen, bis ein neuer Pächter gefunden ist. Ein Verein organisiert im Auftrag der Gemeinde Zwischennutzungen im Gastrobereich. Als Erstes werden Burger angeboten.
Martin Knoepfel
Gemeinderat Martin Fricker zeigt die geräumige Küche der Lichtensteiger «Krone». (Bild: Martin Knoepfel)

Gemeinderat Martin Fricker zeigt die geräumige Küche der Lichtensteiger «Krone». (Bild: Martin Knoepfel)

Gemeinderat Martin Fricker ist begeistert, als er durch die Lichtensteiger «Krone» führt. «Die Küche ist gross und professionell eingerichtet. 2016 haben wir den Herd erneuert.» Martin Fricker geht weiter nach hinten und zeigt den Kühl- und den Tiefkühlraum. Beide sind begehbar. «Der Gemeinderat war überrascht, als im Januar aus den Weihnachtsferien die Schliessung der ‹Krone› resultierte. Wir spüren den Druck der Bevölkerung, dass die ‹Krone› als Restaurant wieder öffnet. Es gibt immer wieder Anfragen, wie es mit ihr weitergeht. Ein Restaurant an so zentraler Lage, das der Gemeinde gehört, darf nicht leer stehen. Die Bevölkerung erwartet aber eine nachhaltige Lösung», sagt Martin Fricker.

Er ist überzeugt, dass Restaurants Besucher ausserhalb der Bürozeiten ins Städtli bringen und so den Zuzug neuer Geschäfte fördern. Er verweist auf das Beispiel Zürich-Aussersihl. «Die Gastrobranche ist für eine Gemeinde eine Schlüsselbranche.»

Gemeinderat will Zeit und Know-how gewinnen

Der Gemeinderat will aber nicht möglichst rasch einen neuen Pächter finden, sondern Zeit gewinnen, um den Bekanntheitsgrad des Lokals zu steigern und um selber mehr Kenntnisse über die Branche zu erwerben. «Eine schnelle Lösung für die ‹Krone› wäre wahrscheinlich keine nachhaltige Lösung». Am 4. April hat sich der Gemeinderat deshalb für eine Zwischennutzung entschieden.

Umgesetzt wird sie vom Verein «Mini.Beiz – Zwischennutzung», der eigens dazu gegründet wurde. Die Gemeinderäte Martin Fricker und Roland Walther vertreten die Gemeinde im Verein. Ihm gehören sodann Mirjam Hadorn, Jeannine Blatter – Präsidentin und Aktuarin der «Wilden Weiber Lichtensteig» – sowie Urs M. Hemm, stellvertretender Redaktionsleiter des Toggenburger Tagblatts, an.

Konzepte für die Zwischennutzungen müssen originell sein, damit sie Publikum aus der ganzen Region anziehen. Sie sollen der «Krone» Publizität in den Medien, nicht zuletzt den sozialen Medien, bringen. Die Bewerber, die in der «Krone» einen Monat lang wirten wollen, müssen Koch- oder Service-Profis sein. Dafür kommt die Gemeinde ihnen entgegen: Sie zahlen keine Miete. Zudem werden Mobiliar, Gläser, Geschirr und Küchengeräte zur Verfügung gestellt. Ein Umbau ist nicht geplant. Nur der Stammtisch wird zu den Fenstern zur Hauptgasse hin verschoben.

Die «Krone» soll an drei Werktagen und einem Wochenendtag normale Restaurant- Öffnungszeiten aufweisen. Delegierte des Vereins schauen nach dem Rechten. Die Buchhaltung läuft über den Verein, damit garantiert ist, dass kein Interessent Schulden hinterlässt.

Im Juli ist ein Konzept «Tavola Calda» geplant mit einem Gericht pro Tag, eventuell in Varianten mit und ohne Fleisch. Im August wirtet der Verein Filmfabrik in der «Krone». Vorher essen die Künstler der Jazztage dort. Im Dezember und im Februar 2018 sind ein Fondue- und ein Fasnachts-Lokal geplant. Die Zwischennutzung soll ein Jahr dauern. Im September, wenn die «Krone» an Bekanntheit dazugewonnen hat, wird die Pacht ausgeschrieben. So lautet der Plan des Gemeinderats.

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