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Letzter Waldentwicklungsplan des Toggenburgs liegt öffentlich auf: Der Regionalförster nimmt Stellung

Der letzte Waldentwicklungsplan der Waldregion Toggenburg liegt öffentlich auf. Regionalförster Christof Ganter erklärt, worin dessen Tücken bestanden und warum dieser eine wichtige Lücke schliesst.
Timon Kobelt
Den Föhrenweidewäldern, wie hier in Evasberg in Mosnang, kommt im WEP Nummer 17 eine besondere Bedeutung zu. (Bild: PD)

Den Föhrenweidewäldern, wie hier in Evasberg in Mosnang, kommt im WEP Nummer 17 eine besondere Bedeutung zu. (Bild: PD)

Die Waldfläche im Perimeter Alttoggenburg beträgt 2534 Hektaren, das entspricht rund 3500 Fussballfeldern. Für dieses Gebiet liegt nun der letzte von insgesamt fünf Waldentwicklungsplänen (WEP) innerhalb der Waldregion Toggenburg öffentlich auf (siehe Kasten). Ein WEP hält im Grossen und Ganzen fest, wie die Wälder kategorisiert, genutzt und gepflegt werden sollen.

27 Personen haben in einer Arbeitsgruppe geplant

Christof Gantner, Regionalförster der Region Toggenburg. (Bild: Timon Kobelt)

Christof Gantner, Regionalförster der Region Toggenburg. (Bild: Timon Kobelt)

Für die Erarbeitung eines WEP ist der zuständige Regionalförster verantwortlich. Im Falle der Waldregion Toggenburg ist das Christof Gantner, der jedoch die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Parteien hervorhebt: «In einer Arbeitsgruppe von 27 Personen haben wir die Planung in Angriff genommen. In dieser treffen jeweils viele Interessensgruppen wie Waldeigentümer, Jäger, Naturschützer, Sportvereine, Erholungssuchende oder Gemeinden aufeinander. Eine gewisse Konsensbereitschaft ist unumgänglich für gute Lösungen.» Im WEP Nummer 17 für das Alttoggenburg hätten sie solche auch meistens gefunden. «Wir konnten Wälder mit einer Vorrangfunktion wie Schutz vor Naturgefahren oder Erholung ausscheiden. Ausserdem sind viele Interessen wie wertvolle Naturerlebensräume, Sportveranstaltungen oder Reitwege im Plan vertreten und gekennzeichnet», sagt Christof Gantner. Speziell im Perimeter Nummer 17 seien unter anderem die vielen Föhrenweidenwälder, da diese wegen der Kombination von Wald und Weide auch eine landwirtschaftliche Nutzung aufweisen würden. «Diesbezüglich haben wir entschieden, dass wir sie so erhalten wollen», berichtet der Regionalförster.

Plan ist eine Leitlinie für die Zukunft

Wie verbindlich sind denn die Entscheide, die in der Planungsphase eines WEP gefällt werden? «Grundsätzlich ist ein WEP wie eine Leitlinie für die Zukunft zu verstehen. Er ist vorerst behördenverbindlich, was bedeutet, dass Behörden ihr Handeln betreffend Wald auf den Plan abstützen», sagt Christof Gantner. Gegen den WEP kann während der öffentlichen Auflage, die im Falle vom Plan Nummer 17 noch bis Ende Oktober dauert, keine rechtliche Einsprache erhoben werden. «Sollte jedoch abgestützt auf den WEP ein Bauprojekt aufkommen, das Waldeigentümer betrifft, haben diese die üblichen Rechtsmittel zur Verfügung», erklärt Christof Gantner. Natürlich seien aber Bewilligungschancen für Bauvorhaben erhöht, wenn diese mit Entscheidungen des WEP übereinstimmten.

Deshalb versuche er auch, so früh wie möglich allen Parteien Plattformen zu bieten, sich zu äussern. «Häufig sind dann viele Anliegen schon in den Sitzungen der Arbeitsgruppe vertreten und finden somit Einlass in den WEP», sagt Christof Gantner. Wer mit dem Entwurf des Plans trotzdem nicht einverstanden sei, könne seine Vorschläge und Anmerkungen während der Auflagefrist einreichen. «Die Eingaben werden geprüft und gegebenenfalls im WEP noch berücksichtigt», sagt Christof Gantner. Abschliessend muss der zuständige Regierungsrat den WEP genehmigen.

20 Jahre Planungssicherheit

Wird nun auch der letzte WEP der Waldregion Toggenburg genehmigt, besteht eine ganze Weile Planungssicherheit. Ein WEP hat nämlich während 20 Jahren Gültigkeit. Da der erste WEP in der Waldregion Toggenburg für den Perimeter Churfirsten 2005 genehmigt wurde, kommt es 2025 zu einer ersten Revision. «Dann gibt es eine Gesamtrevision der einzelnen Pläne. Da man aber über 20 Jahre nie alles vorhersehen kann, können die Pläne bei wesentlichen Veränderungen auch teilrevidiert werden», erklärt Christof Gantner.

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