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Interview

Lavdim Zumberi ist Profi beim FC Zürich: «Ich habe auf dem roten Platz in Bazenheid Fussballspielen gelernt»

Auf der Henauer Rüti absolviert der FC Zürich am Samstag einen Test gegen den VfB Stuttgart. Zum Kader der Zürcher gehört der 19-jährige Lavdim Zumberi, der in Bazenheid aufgewachsen und dort zu Hause ist.
Beat Lanzendorfer
Beim FC Bazenheid auf dem Sportplatz Ifang hat die Karriere von Lavdim Zumberi begonnen. Heute gehört der 19-Jährige dem Kader des FC Zürich an. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Beim FC Bazenheid auf dem Sportplatz Ifang hat die Karriere von Lavdim Zumberi begonnen. Heute gehört der 19-Jährige dem Kader des FC Zürich an. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Warum spielen Sie als Toggenburger beim FC Zürich?

Lavdim Zumberi: Ich habe bei der U15 in Wil gute Leistungen gezeigt und viele Tore geschossen. Der FCZ hat mich entdeckt, holte mich nach Zürich, wo ich über die U16, die U18 und zuletzt die U21 den Sprung in die erste Mannschaft schaffte.

Dann ist Ihre Karriere bisher gradlinig verlaufen?

Nicht unbedingt. Nach der U15 in Wil erhielt ich den Bescheid, dass ich den Sprung in die U16 zum FC St.Gallen nicht geschafft hätte. Zunächst war die Enttäuschung darüber gross. Als dann das Angebot des FCZ kam, musste ich nicht zweimal überlegen und wechselte zum Stadtclub. Über diesen Schritt bin ich im Nachhinein sehr froh.

Sie hatten bis im Juni eine Doppelbelastung, weil Sie bei der Bühler AG in Uzwil eine Ausbildung zum Produktionsmechaniker absolvierten. Sind Sie stolz, dass Sie die vierjährige Lehre geschafft haben?

Ja, das bin ich. Ich hatte einen sehr verständnisvollen Ausbildungsbetrieb und mit Matthias Schmid einen guten Lehrmeister, die mich unterstützten und mir den nötigen Freiraum einräumten.

Sie sind in Bazenheid aufgewachsen und wohnen noch immer dort. Was bedeutet Ihnen das Dorf?

Ich bin hier zu Hause und habe auf dem roten Platz beim Schulhaus Eichbüel und im Zäpfehus das Fussballspielen gelernt. Bazenheid ist ein Stück meiner Heimat.

Ich habe nur gute Erinnerungen an das Dorf, die Schule und an meinen Lehrer Paul Steiner. Er hat alle Schülerinnen und Schüler gefördert.

Können Sie sich noch an Ihre Anfänge beim FC Bazenheid erinnern?

Ich war nur etwa sechs Monate beim FC Bazenheid, bevor ich zum FC Wil wechselte und dort alle Stationen von der U9 bis zur U15 durchlief. Zuletzt hiess mein Trainer Roli Näf, dem ich sehr viel verdanke und mit dem ich noch heute Kontakt habe. Er hat mich gefördert und mir geholfen, dorthin zu kommen, wo ich heute bin.

Wie lange läuft Ihr Vertrag beim FCZ?

Bis im Sommer 2022.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag von Ihnen aus?

Wir trainieren täglich von 10 bis 12 Uhr sowie von 15 bis etwa 17 Uhr. Zwischendurch nimmt die Mannschaft oft miteinander das Mittagessen ein. An Spieltagen findet morgens ein leichtes Footing statt, bevor wir uns zur Erholung ins Hotel zurückziehen. Ungefähr zwei Stunden vor dem Anpfiff treffen wir im Stadion ein.

Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein, sich in der kommenden Saison einen Stammplatz zu erobern?

Der Konkurrenzkampf im 24-Mann-Kader ist gross. Man muss dem Trainer jeden Tag beweisen, dass man bereit ist. Ich arbeite sehr hart an mir und gebe alles, um mir einen Stammplatz zu erkämpfen.

Auf welcher Position spielen Sie am liebsten?

Auf der Sechs oder der Zehn. Ich bin in der Offensive vielseitig einsetzbar.

Sie sind Schweizer mit kosovarischen Wurzeln. Ist die Nationalmannschaft für Sie auch ein Thema?

Ich hatte schon Einsätze im Schweizer U20- und U21-Nationalteam.

Mein Ziel ist es, irgendwann ein Aufgebot für die A-Nationalmannschaft zu erhalten.

Ihr Traum dürfte auch irgendwann das Ausland sein. Haben Sie einen Lieblingsverein?

Ich war immer ein Anhänger von Real Madrid. Für mich wäre ein Engagement im Ausland aber noch zu früh. Ich möchte körperlich und im Kopf dafür bereit sein.

Was war bisher Ihr schönstes Erlebnis im Fussball?

Da gibt es mehrere. Der Schweizer Meistertitel in der U18 mit Trainer Ludovic Magnin gehört sicher dazu. Das Début in der Super League gegen die Berner Young Boys oder das Europa-League-Spiel gegen Napoli bleiben auch in Erinnerung.

Wir sind von ungefähr 3000 Fans nach Süditalien begleitet worden. Das zeigt, wie treu unsere Anhänger sind.

Nun spielen Sie am Samstag in Uzwil. Was bedeutet es Ihnen, in der Nähe Ihres Wohnortes für ein Spiel aufzulaufen?

Sehr viel, ich freue mich, viele bekannte Gesichter zu sehen.

Am Samstag in Henau

Sportplatz Rüti, Henau, Testspiel FC Zürich – VfB Stuttgart. Das Spiel beginnt am Samstag, 6. Juli, um 15.30 Uhr. Die Anlage ist für das Publikum am 14 Uhr geöffnet.

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