Steinige Trails, Tagesbestzeiten und Mosnanger Coronaschutzmassnahmen: Die Laufbegeisterten sind zurück

Bei besten Bedingungen und perfektem Wetter fand in Mosnang
am Samstag der vierte Schnebelhorn-Panoramatrail statt.

Christian Gauer
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Viktor Röthlin gibt den Startschuss.

Viktor Röthlin gibt den Startschuss.

Bild: Christian Gauer

Mit mehr als 60 Vereinen kann sich Mosnang ein Vereinsnest rühmen. Einer dieser Vereine ist die Läuferriege Mosnang. Diese organisierte am Samstag den vierten Schnebelhorn-Panoramatrail – und trotz oder dank eines Coronaschutzkonzepts nahmen 300 Laufbegeisterte daran teil.

Aufgeben ist nicht «mosligstyle»

Steinig waren die Trails, die die Läuferriege für die Läuferinnen und Läufer vorbereitete. Steinig war für die Mosnanger, wie für andere auch, der Weg nach dem Lockdown zurück in die neue Normalität. Ob nun auf dem Trail, oder den Anlass unter den aktuellen Bedingungen vorzubereiten, aufgeben ist nicht «mosligstyle», wie Ok-Präsidentin Rita Hedley sich ausdrückte. Die Gemeinde und die Anwohner standen hinter dem Anlass. Die Präsidentin konnte auf mehr als hundert Helferinnen und Helfer zählen, die sich auch aus der Guggenmusik und der IG Fasnacht rekrutierten.

Kontrolle, Einbahnwege, Linien und Maskenpflicht für Mitarbeitende

Ein Blick vor Ort zeigte die Bemühungen des Komitees und der Helfer: Eingangskontrolle, Einbahnwege, Absperrungsbänder, Linien für den Abstand im Startgelände, Maskenpflicht für die Mitarbeitenden. Wichtig sei, dass niemand gefährdet werde, sagte dazu Vizepräsident Karl Bürge. Dies führte auch zu der schmerzhaften Entscheidung, die Disziplinen für die Kinder zu streichen.

Eine Chance, aus dem Schatten der Grossen zu treten

Die grossen Laufanlässe wie der Frauenfelder sind derzeit gestrichen. Dahin würde er momentan auch nicht gehen, meinte ein Teilnehmer aus dem deutschen Raum. Er schätze die Sicherheit an einem kleinen Anlass. Ihn durchzuführen, sei darum eine Chance, aus dem Schatten der Grossen zu springen, betonte Karl Bürge.

Extrem oder «cheibe » schön und ein cooles OK

Die Laufsportgemeinde sagte durch ihr zahlreiches Erscheinen Danke. Allen voran der «pensionierte Marathonläufer» Viktor Röthlin. Er wäre das erste Mal hier, sagte er. Er freue sich riesig, aber er hätte «Null» Ambitionen. In den Aussagen waren sich die Läuferinnen und Läufer grundsätzlich einig: Der Schnebelhorn-Panoramatrail war extrem schön, das OK cool, und die Helferinnen und Helfer freundlich. Sie hätte den Sommer durch wieder die Energie gehabt, zu trainieren, sagte Marlene Oester aus Nesslau, und drückte die ehrgeizigeren Ziele aus. Für den Tagessieger Raphael Sprenger war der Trail «cheibe schön», aber es wäre für eine Topleistung seinerseits zu warm gewesen.

Die Tagessiegerin heisst Simone Hegner

Die Siegerinnen und Sieger in den jeweiligen Alterskategorien von 20 bis 70 Jahren. Damen: Valerie Widmer, Simone Hegner(Tagessieg), Nadja Kessler, Sandra Lichtensteiger, Nelly Merk und Concetta Bösch. Herren: Jan Hafner, Raphael Sprenger(Tagessieg), Stefan Widmer, Alexander Heim, Heinz Luder und Hans Moser. Nach dem Zieldurchlauf erfolgte der gesellige Teil, der mit Auslaufen, Dehnen und einem erfrischenden Getränk begann.