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Kunsthalle(n) Toggenburg macht Lichtensteigs Keller zu Ausstellungsräumen

«Arthur taucht ab» lautet das aktuelle Motto von Kunsthalle(n) Toggenburg. Nach einer erfolgreich verlaufenen Fassaden-Ausstellung in Krinau im Herbst 2018 werden dieses Jahr verschiedene Kellerräume im Städtli bespielt. Die Suche nach solchen ist bereits im Gange.
Anina Rütsche
Hier geht es nach unten – und vielleicht bald nicht nur in einen Keller, sondern in einen Ausstellungsraum der besonderen Art. (Bild:PD)

Hier geht es nach unten – und vielleicht bald nicht nur in einen Keller, sondern in einen Ausstellungsraum der besonderen Art. (Bild:PD)

Der Verein Kunsthalle(n) Toggenburg ist bekannt dafür, seine zeitgenössischen Gruppenausstellungen an immer wieder neuen aussergewöhnlichen Orten zu inszenieren. Nach der viel beachteten Freilicht-Schau «Alles Fassade» in Krinau im vergangenen Jahr wird sich im September 2019 unter dem Motto «Arthur taucht ab» alles um die Unterwelten der Altstadt von Lichtensteig drehen. «Wir stellen uns vor, dass diverse Kunstschaffende während dreier Wochen verschiedene Keller, Kellerabgänge oder andere Räume ohne Tageslicht bespielen werden», sagt Leo Morger, Präsident von «Kunsthalle(n) Toggenburg», der in Wattwil wohnt. Er und der Vereinsvorstand denken dabei insbesondere an Licht-, Klang- und Rauminstallationen, die auf den Ort eingehen oder diesen gar zum Thema machen.

Bestehendes aufnehmen und weiterentwickeln

Um diese bereits 13. Ausstellung der nomadisierenden Arthur-Reihe realisieren zu können, ist Kunsthalle(n) Toggenburg derzeit auf der Suche nach Einwohnerinnen und Einwohnern, welche ihre Räume für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung stellen können. Die Organisatoren sind deshalb so oft wie möglich im Städtli unterwegs, um sich mit der Bevölkerung zu vernetzen und verschiedene Keller zu besichtigen. Leo Morger sagt:

«Rund zehn geeignete Orte haben wir bereits gefunden. Schön wäre aber, wenn es noch ein paar mehr wären.»

Wie der Vereinspräsident hervorhebt, ist die Bandbreite geeigneter Lokalitäten gross. «Im Gegensatz zu klassischen Ausstellungen müssen diese für unseren Zweck nicht neutral sein, sondern bereits einen eigenen Charakter aufweisen, der sich meist aufgrund der Nutzung ergibt», sagt er. Als Beispiele nennt er Lagerräume, Rumpelkammern sowie Party- und Hobbyzimmer im Untergeschoss. Die Kunstschaffenden würden nämlich mit ihren Arbeiten das Bestehende aufnehmen und weiterentwickeln – «ein spannender Prozess!»

Geplant ist, die verschiedenen Räume für «Arthur taucht ab» mit einem vorgegebenen Parcours zu verbinden, den die Besucherinnen und Besucher selbstständig absolvieren können. Im Gegensatz zur Fassaden-Ausstellung in Krinau wird das Ganze in Lichtensteig allerdings an Öffnungszeiten gebunden sein. Zusätzlich wird es Führungen sowie ein Rahmenprogramm mit Vernissage, Finissage und weiteren Höhepunkten geben.

Begehung im Februar, Ausschreibung im Frühling

Leo Morger, Präsident von Kunsthalle(n) Toggenburg. (Bild: Anina Rütsche)

Leo Morger, Präsident von Kunsthalle(n) Toggenburg. (Bild: Anina Rütsche)

Neben zahlreichen Besichtigungsterminen steht bei den Organisatoren von Kunsthalle(n) Toggenburg auch die Suche nach Künstlerinnen und Künstlern in der Agenda. Demnächst wird es dazu eine öffentliche Ausschreibung geben. Darauf können sich all jene Kunstschaffenden melden, die gerne bei «Arthur taucht ab» mitwirken möchten. «Angesprochen sind Leute aus der Ostschweiz, aber auch darüber hinaus», sagt Leo Morger. Er weist darauf hin, dass im Februar eine Begehung mit Interessierten stattfinden werde. Danach haben die Kunstschaffenden die Möglichkeit, ein Dossier mit ihrer konkreten Idee einzureichen. Anschliessend nimmt der Vorstand laut Leo Morger die Auswahl vor, wobei die Qualität der Projekte das wichtigste Kriterium sei. Die Ausschreibung wird voraussichtlich im Verlauf des Frühjahrs auf der Internetseite der Kunsthalle(n) Toggenburg veröffentlicht.

Leo Morger weist darauf hin, dass das Vorhaben seines Vereins bisher mehrheitlich wohlwollend aufgenommen worden sei. «Die Lichtensteiger Behörden haben uns mit offenen Armen empfangen und auch aus der Bevölkerung gibt es viele positive Stimmen», sagt er. «Das ist eine ideale Ausgangslage.»

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