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Krinau: Fassaden werden zu Kunstobjekten

Im September gastiert Kunsthalle(n) Toggenburg mit "arthur#12 – alles Fassade" in Krinau. Im Rahmen dieser temporären Freiluft-Ausstellung bespielen Kunstschaffende ausgewählte Hauswände mit Projektionen, Malereien, Installationen und Performances.
Anina Rütsche
Im September dreht sich in Krinau alles ums Thema Fassaden. Diese Collage stimmt auf die Veranstaltung ein. (Bild: PD)

Im September dreht sich in Krinau alles ums Thema Fassaden. Diese Collage stimmt auf die Veranstaltung ein. (Bild: PD)

Am Anfang war der Ort. Traditionelle Bauernhäuser, moderne Neubauten, schmucke Vorgärten – Krinau ist ein Dorf wie viele andere. Im September ändert sich dies während zweier Wochen. Grund dafür ist das zwölfte Projekt aus der «Arthur»-Reihe, das aus der Zusammenarbeit der Vereine «Kunsthalle(n) Toggenburg» und «Krinau aktiv» entstanden ist. «Alles Fassade» lautet dessen Motto, und dies zeigt, dass Hauswände hierbei eine wichtige Rolle spielen werden.

Rund 20 Künstlerinnen und Künstler, die mehrheitlich aus der Ostschweiz stammen, machen das Dorf zur Freiluftgalerie, indem sie ausgewählte Fassaden mit Projektionen, Malereien, Installationen oder Performances versehen. «Künstlerisch sind sie frei», sagt Leo Morger, Präsident des Vereins Kunsthalle(n) Toggenburg, der sich um die Gesamtorganisation kümmert. «Die einzige Bedingung besteht darin, dass die Wände wieder in ihre Ursprünglichkeit zurückgeführt werden müssen.» Wie er weiter ausführt, wird mit «Alles Fassade» eine Öffentlichkeit angesprochen, die weit über das Toggenburg hinausgeht. Im Ausstellungskonzept steht denn auch geschrieben: «Sowohl die Thematik als auch der Ortsbezug ermöglichen eine niederschwellige Auseinandersetzung mit aktuellem Kunstschaffen.»

Rund 20 Projektideen werden umgesetzt

Leo Morger, Präsident Kunsthalle(n) Toggenburg. (Bild: Anina Rütsche)

Leo Morger, Präsident Kunsthalle(n) Toggenburg. (Bild: Anina Rütsche)

Um den am Projekt interessierten Künstlerinnen und Künstlern die Ausgangslage der temporären Freiluft-Ausstellung zu erklären, hat der Vorstand des Vereins Kunsthalle(n) Toggenburg im Januar eine Ortsbegehung mit den Künstlerinnen und Künstlern sowie den Verantwortlichen von «Krinau aktiv» mit ihrem Präsidenten Jakob Wickli durchgeführt. Der Anlass sei gut besucht gewesen. Anschliessend konnten Ideen für die Gestaltung der einzelnen Fassaden eingereicht werden. Leo Morger geht davon aus, dass rund 20 dieser Vorhaben verwirklicht werden. «Man kann sich immer noch bewerben, denn es sind noch nicht alle zur Verfügung stehenden Fassaden vergeben», fügt er an. Derzeit befasst sich eine Jury mit der Beurteilung der Konzepte. Zu den Kandidaten, deren Ideen bereits in der definitiven Auswahl sind, kann der Gesamtleiter von «Alles Fassade» allerdings aber noch keine detaillierten Angaben machen. Er verrät aber: «Es sind alles renommierte Leute, die sich hauptberuflich mit Kunst befassen.»

«Alles Fassade» lebt aber nicht von den Künstlerinnen und Künstlern allein. «Auch die Bevölkerung Krinaus, also rund 250 weitere Menschen, spielen hier eine wichtige Rolle», sagt Leo Morger. Wer im Dorf wohnt, das zur Gemeinde Wattwil gehört, wird ins Projekt einbezogen: als Zuschauerin, als Zuschauer, als Bewohnerin, als Bewohner, als Hausbesitzerin oder als Hausbesitzer. Die Kunsthalle(n) Toggenburg und «Krinau aktiv» werden in den kommenden Wochen dafür sorgen, dass sich die Beteiligten gegenseitig kennen lernen können. «Schliesslich haben sie einiges zu bereden, damit es während der Ausstellung für alle stimmt.» Dass das Vorhaben von Kooperationen aller Art geprägt ist, sieht Leo Morger als Vorteil: «Solche Projekte im öffentlichen Raum sind verbindend, und sie machen Kunst für alle erlebbar.» Die Reaktionen der Krinauerinnen und Krinauer auf «Alles Fassade» seien bisher übrigens durchwegs positiv ausgefallen, was alle Organisatoren zuversichtlich stimme.

Veranstaltungen, Führungen und Kurse

Der fünfköpfige Vorstand von Kunsthalle(n) Toggenburg geht bezüglich «Alles Fassade» von einem Budget von rund 50000 Franken aus. Dieses Geld stammt laut Leo Morger von Stiftungen, Eigenleistungen des Vereins sowie regionalen und kantonalen Kulturförderern. «Jeder ausgewählte Aussteller bekommt eine Gage», sagt der Gesamtleiter. «Aber wir als Veranstalter tragen das Risiko.» Vor Ort wird es während der Ausstellungszeit vom 8. bis zum 22. September eine Spendenkasse geben. Weitere Einnahmen sollen durch Rahmenveranstaltungen, Workshops und Führungen generiert werden. Letztere werden unter der Woche für Schulklassen und an den Wochenenden im öffentlichen Rahmen angeboten.

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