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Kultur trifft Sport am Klang-Talk

Schwingerkönig Jörg Abderhalden und Peter Holdener, neuer Intendant der Klangwelt Toggenburg, trafen beim Klangtalk aufeinander. Letzterer zeigte sich sportlich und beide bewiesen Humor und Tiefgang.
Adi Lippuner
Schwingerkönig Jörg Abderhalden, Moderatorin Beatrice Gmünder und Peter Holdener, Intendant Klangwelt Toggenburg (von links) beim Klangtalk. (Bild: Adi Lippuner)

Schwingerkönig Jörg Abderhalden, Moderatorin Beatrice Gmünder und Peter Holdener, Intendant Klangwelt Toggenburg (von links) beim Klangtalk. (Bild: Adi Lippuner)

Moderatorin Beatrice Gmünder bezeichnete ihre beiden Gesprächspartner in der am späteren Donnerstagnachmittag bis auf den letzten Platz gefüllten Klangbar in der Propstei als «sportliche und kulturelle Schwergewichte». Der Auftritt von Peter Holdener mit weisser Turnerkleidung und Schwingerhosen sorgte im ersten Moment für etwas Verwirrung. «Ich war schon als Knabe mit langen Haaren und Baseballkappe an den Schwingfesten,» so Peter Holdener. Er habe aber rasch festgestellt, dass im das Rennen mehr liege als das Schwingen.

Jörg Abderhalden ist als dreifacher Schwingerkönig aus der Sicht von Beatrice Gmünder schon eher ein Kaiser als ein König. «Wer als Schwinger einen Königstitel holt, gehört einfach zum ‹erlauchten Kreis› und bleibt das auch sein Leben lang», so Jörg Abderhalden. Zum Thema Schwingen und Traditionen meinte der kaiserliche König: «Ich habe an jedem Schwingfest das Sportliche gesehen, zudem war ich immer der Athlet und versuchte durch selbstbewusstes Auftreten, meine Gegner einzuschüchtern.»

Daheim in Zug und auch im Toggenburg

Peter Holdener hat zwar sein neues Aufgabengebiet im Toggenburg, wohnt aber weiterhin im Kanton Zug. «Das tägliche Pendeln ist für mich kein Problem, ausserdem fühle ich mich auch im Toggenburg daheim, ich mag das Tal, die Vielfalt des Klanges und die Landschaft.» Er schätze die Bodenständigkeit und Verbundenheit der Bevölkerung und auch die vielfältigen Klänge. «Klang ist nicht nur Jodeln und Singen, es gibt eine grosse Vielfalt und die soll auch Platz haben», sagt Peter Holdener.

Jörg Abderhalden ist seit Kindsbeinen im Toggenburg daheim, doch sein Leben ist und war nie ausschliesslich von Traditionen geprägt. «Ich habe als Jugendlicher nebst dem Schwingen ganz normal gelebt, habe rockige Musik gehört, aber auch moderne Trainingsmethoden angewendet. Einen Mentaltrainer habe er nie benötigt, «mir war die Stimmung auf dem Platz wichtig, ich wollte auch den Gegner spüren und habe seine Körpersprache beim Auftritt im Ring interpretiert.»

Im Rampenlicht stehen

«Jeder erfolgreiche Sportler steht gerne im Mittelpunkt, das ist unbestritten,» so Jörg Abderhalden. Allerdings geniesse er auch gerne Zeit mit seiner Familie oder in einer Umgebung, in der er nicht erkannt werde. Ob dies, nach seinen Auftritten als Schiedsrichter im «Samschtig-Jass», einer Sendung im Schweizer Fernsehen, noch möglich sein wird, bleibt offen. «Ich habe diese Aufgabe einmal als Gag übernommen und beim Abschied gesagt: ‹ Wenn ihr mal wieder jemanden braucht, könnt ihr euch melden.› Und tatsächlich, vor einiger Zeit erhielt ich einen Anruf, dass Dani Müller aufhört und ein Nachfolger gesucht wird.»

Peter Holdener steht lieber hinter als vor der Bühne. «Ich habe früh festgestellt, dass ich lieber Künstler und Publikum zusammenbringe, statt als zweitklassiger Musiker selbst auf der Bühne zu stehen.» Beim Festival der Naturstimmen wolle er auch in Zukunft Ehrlichkeit und Authentizität.«Es gibt nur gute oder schlechte, nicht traditionelle oder moderne Musik, deshalb sollen möglichst verschiedene Bereiche, selbstverständlich auch das Jodeln, Platz haben.»

Bisheriges "Dreamteam" verabschiedet

Im Rahmen des Sponsorenapéros, durchgeführt zwischen Klangtalk und abendlichem Konzert, verabschiedete Mathias Müller, Präsident Klangwelt Toggenburg, zudem das bisherige «Dreamteam», Nadja Räss und Christina Rohner-Grob, ganz offiziell. «Für einmal gilt hier der Spruch, hinter jeder erfolgreichen Frau, steht eine Frau», so Mathias Müller. Als Intendantin habe Nadja Räss die Klangwelt geprägt und vieles erreicht, im Hintergrund sei sie stets von Geschäftsführerin Christina Rohner unterstützt worden.

Mathias Müller, Präsident Klangwelt Toggenburg, verabschiedet die beiden frisch gekürten Klangköniginnen Nadja Räss und Christina Rohner (von links). (Bild: Adi Lippuner)

Mathias Müller, Präsident Klangwelt Toggenburg, verabschiedet die beiden frisch gekürten Klangköniginnen Nadja Räss und Christina Rohner (von links). (Bild: Adi Lippuner)

Die beiden Frauen, Nadja Räss als Multitalent mit grossem Flair für Qualität, Bühnenpräsenz, Kommunikation und Organisation, manchmal auch mit einer Portion Sturheit, habe die Klangwelt professionalisiert. Dank der Unterstützung von Christina Rohner seien die Umsetzungen der vielen Ideen gelungen und nun gelte es, zwei verdiente Frauen zu verabschieden. «Dies machen wir mit einer besonderen Geste, Schwingerkönig Jörg Abderhalden wird beide zu Klangköniginnen krönen.» Begleitet von Barbara Betschart, Geige, und Markus Flückiger, Akkordeon, bedankte sich Nadja Räss musikalisch für die Auszeichnung und die gute Zeit im Toggenburg.

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