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Wie Essensreste kreativ verwertet werden können

Das Inserat im amtlichen Publikationsorgan der Gemeinde Mosnang ist kaum erschienen, da war der Kochkurs «Beste Resten» mit Philipp Schneider schon ausgebucht. Es ging darum, sich gemeinsam gegen die Verschwendung von Lebensmitteln einzusetzen.
Fränzi Göggel
In der «Krone» in Mosnang hat unter dem Motto «Beste Resten» ein Kochkurs stattgefunden. (Bild: Fränzi Göggel)

In der «Krone» in Mosnang hat unter dem Motto «Beste Resten» ein Kochkurs stattgefunden. (Bild: Fränzi Göggel)

Den Energieverbrauch in der Gemeinde zu reduzieren, so lautet die Aufgabe der Energiekommission Mosnang. Jedes Jahr organisiert das Gremium darum einen Anlass zum Thema Energie. Es sollte aber auch ein genussvoller Anlass sein, und so kam es, dass ein Kochkurs mit anschliessendem Essen organisiert wurde. «Wir haben Philipp Schneider angefragt, weil das Restaurant Krone überregional beliebt ist», umschreibt Max Gmür, Mitgründer und Präsident der Energiekommission Mosnang, die Wahl des Themas und der Lokalität.

Philipp Schneider setzt sich aktiv gegen die Verschwendung von Lebensmitteln ein. Er offeriert seinen Gästen die Möglichkeit, ihre Speisen, die, weil zu viel auf dem Teller, in einer extra dafür hergestellten Foodbox nach Hause zunehmen. Ebenfalls lehrt er seine angehenden Köche einen sorgfältigen Umgang mit den Lebensmitteln.

Fröhliches Kochen unter kundiger Anleitung

Zwölf Personen treffen sich am Dienstagabend – in einer normalen Woche der Wirte-Sonntag der Familie Schneider – in der Küche der «Krone». Beim Apéro erklärt Philipp Schneider den Ablauf des Abends und zeigt sich erfreut ob der grossen Nachfrage des besonderen Kochkurses.

Auch ein Mixer kommt im Kochkurs zum Einsatz. (Bild: Fränzi Göggel)

Auch ein Mixer kommt im Kochkurs zum Einsatz. (Bild: Fränzi Göggel)

Er, der durch seine à la carte-Küche stets mit Resten konfrontiert ist, betont, dass zu viel Gekochtes keinesfalls negativ ist. Mit etwas Fantasie könne man die herrlichsten Gerichte erfinden. Für die Kochgruppe kreiert Philipp Schneider, ausgehend von einem Haushaltkühlschrank, ein Menu mit sechs Gängen. So schnippeln denn Männer und Frauen in Kochschürzen Gemüse, wischen sich da und dort eine Zwiebelträne weg, lachen und scherzen zusammen, reiben einen Resten Hartkäse und mischen diesen mit geheimnisvollen Zutaten, ehe die Masse zu Vorspeisenbällchen geformt wird.

Die aus Resten zubereiteten Menus werden auf den Tellern schön angerichtet. (Bild: Fränzi Göggel)

Die aus Resten zubereiteten Menus werden auf den Tellern schön angerichtet. (Bild: Fränzi Göggel)

Auf dem Herd köchelt Gemüse, aus Brot und Eiern entsteht eine Beilage, derweil in der Patisserie-Abteilung Glacekugeln in hausgemachtem Krokant gedreht und andere «übrig gebliebene» süsse Zutaten zu einem Dessert verarbeitet werden.

Am Fleischposten fragt eine Männerstimme, ob man den Wein denn nicht besser probieren soll, statt ihn dem Braten beizufügen. Sanftes Gläserklirren und glucksende Lacher sind die Antworten.

Eine Überraschung zum Schluss

Im Restaurant ist eine festliche Tafel weiss aufgedeckt. Gastgeberin Rita Schneider serviert erlesene Getränke, während die Teilnehmer das Essen anrichten und auftragen. Die regen Tischgespräche über das Kochen und die Verwertung von Resten, untermalt mit witzigen Anekdoten und viel Gelächter, ergeben eine lustige Runde. Zum Schluss überrascht Philipp Schneider die Kursteilnehmer. Er bietet, als Ersatz von tierischem Eiweiss, verschieden zubereitete Insekten an. Zwischen Gwunder und Ekel sind die Reaktionen breitgefächert.

«Gibt es wieder einmal einen Kochkurs?» - die Frage ist zugleich das Lob an die Familie Schneider.

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