Krach, Licht und Konfetti: Bütschwil erfreut sich am Nachtumzug

Das «Sprengkommando» führte zum elften Mal einen Nachtumzug in Bütschwil durch. Über 40 Gruppen begeisterten die Zuschauer.

Sascha Erni
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Das «Sprengkommando» Bütschwil läuft nicht nur am Umzug mit, es ist auch dessen Organisator.

Das «Sprengkommando» Bütschwil läuft nicht nur am Umzug mit, es ist auch dessen Organisator. 

Bild: Sascha Erni

Viele hundert Männer, Frauen und vor allem Kinder säumten am Samstagabend die Strassen von Bütschwil, als pünktlich um 18 Uhr mit dem Urknall der elfte Nachtumzug der Guggemusik «Sprengkommando Bütschwil» startete.

Traditionell eingeläutet von Treichlern des Trychler-Clubs Dreien, marschierten fast zwei Stunden lang 46 angemeldete Gruppen durch die Strassen und Gässchen des Dorfes. Vom Areal Breite aus führte die Route via Ottilien- und Mosnangerstrasse vorbei an der Kirche bis zum Areal der Primarschule, wo der irrwitzige Umzug fliessend in den Kostümball des Fasnachtskomitees Bütschwil überging.

Schon vor dem Eindunkeln machte man sich auf zum Nachtumzug.
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Der Zug formierte sich auf über einem Kilometer Länge.
Ob dieser Gugger wohl seine Kameraden verloren hat?
Der Nachtumzug wird traditionell vom Trychler-Club Dreien angeführt.
Die Wagen sind sehr aufwendig und effektvoll gestaltet.
Am Umzug ist jedes Fortbewegungsmittel recht.
Bunt dekorierte Fasnachtswagen verteilten auch etwas an die Zuschauer, hier Spielgeld.
Fasnacht ist, wenn ein Schiff durch die Strassen von Bütschwil fährt.
Wer kann, hütet sich vor diesen Damen mit den Konfetti.
In der Fasnacht nützen die Laubbläser bei der Konfettischlacht.
Auch der FC Bütschwil nimmt am Nachtumzug teil.
Zur Auflockerung kommt eine Guggenmusig.
Nicht wenige nehmen ein Konfetti-Bad, gewollt oder ungewollt.
Für die Fasnachtswagen – oder Fasnachtsflieger – war kein Aufwand zu gross.

Schon vor dem Eindunkeln machte man sich auf zum Nachtumzug.

Bild: Sascha Erni

Auf einem Kilometer aufgestellt

So viele Gruppen, die meisten mit aufwendig gestalteten Umzugswagen, zu koordinieren, war eine Herausforderung für das Organisationskomitee um den Programm-Verantwortlichen Adrian Rutz. Schon ab 16.30 Uhr reihten sich auf fast einem Kilometer die Wagen auf der Grämigerstrasse auf.

Lucky Luke und die Daltons scheuten den Weg aus dem Wilden Westen ins Toggenburg nicht.

Lucky Luke und die Daltons scheuten den Weg aus dem Wilden Westen ins Toggenburg nicht.

Bild: Sascha Erni

Mit der einbrechenden Nacht zeigte sich der Einfallsreichtum der Fasnächtler: Viele Wagen waren mit Scheinwerfern ausgestattet, die Guuggen versahen Instrumente und Kostüme mit LED-Lichtern. Die Motive blieben dieses Jahr grösstenteils unpolitisch. Die Umfahrung war Thema für mehrere Gruppen, und auch die eine oder andere Greta Thunberg wurde gesichtet. Aber im Zentrum stand ganz klar der fasnächtliche Spass – und natürlich gab es neben Konfetti auch Süssigkeiten für die kleinen und Schnäpse für die grossen Zuschauer.