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Konkurs der Blockfabrik Wattwil: Gründung einer Auffanggesellschaft scheint unwahrscheinlich

Die Blockfabrik in Wattwil hat in den ersten Tagen des laufenden Monats die Bilanz deponieren müssen. Es sieht momentan nicht so aus, als ob eine Auffanggesellschaft gegründet würde, um einen Teil der Arbeitsplätze zu retten.
Martin Knoepfel
Über die Blockfabrik in Wattwil wurde der Konkurs verhängt. (Bild: Michael Hehli)

Über die Blockfabrik in Wattwil wurde der Konkurs verhängt. (Bild: Michael Hehli)


Über die Blockfabrik Wattwil ist am 4.Juni der Konkurs verhängt worden. Das kann man dem Wirtschaftsinformationsdienst Moneyhouse entnehmen.

Das Aktienkapital wurde Ende 2018 um 75 Prozent reduziert

Allerdings sieht es so aus, al ob die Firma schon Ende des letzten Jahres finanzielle Probleme gehabt hat. Am 11.Dezember 2018 wurde ein Eintrag im Handelsregister publiziert.

Er hat es in sich: Das Aktienkapital wurde von vier Millionen auf eine Million Franken reduziert, indem 300'000 Namensaktien vernichtet wurden.

Als Grund genannt wurde die Beseitigung einer Unterbilanz. Bei Sanierungen kommt oft es vor, dass das Aktienkapital herabgesetzt und durch eine neue Einlage wiederaufgestockt wird. Eine Meldung, dass der zweite Schritt erfolgte, fehlt hier.

Wechsel bei der Revisionsstelle

Gleichzeitig wechselte die Revisionsstelle von der Schweizer Tochtergesellschaft von Price Waterhouse Coopers (PWC) zu einer Treuhandfirma in Kreuzlingen. PWC ist eine der grössten Revisionsfirmen der Welt.

Ferner hat die Blockfabrik die Bewilligung des Seco für Nachtarbeit für drei Jahre ab dem 1.Dezember 2018 erhalten. Nachtarbeit durften 22 Personen leisten, 16 Männer und sechs Frauen.

Die Bewilligung wurde am 7.Januar publiziert. Aus der Meldung lässt sich aber nicht entnehmen, ob die Bewilligung nur vorsorglich beantragt wurde oder ob damals Aufträge vorhanden waren, die die nächtliche Produktion erforderten.

Auffanggesellschaft nicht geplant?


Bei der Blansjaar Industriebeteiligungen AG, die am gleichen Ort wie die Blockfabrik domiziliert ist, wollte man dem «Toggenburger Tagblatt» keine Auskunft geben. Die Zeitung fragte nach der Zahl der vom Konkurs betroffenen Arbeitnehmer und zur Höhe der Überschuldung.

Man habe die Pflicht, im Konkursverfahren mitzuwirken. Man habe aber keine Auskunftspflicht, hiess es. Offenbar ist auch keine Auffanggesellschaft geplant, die einen Teil der Stellen übernehmen könnte.

Nur allgemeine Auskünfte beim Konkursamt

Beim Konkursamt in Rapperswil-Jona wollte man keine Auskünfte zu laufenden Verfahren geben. Eine allgemeine Prognose, wie lange ein Konkursverfahren dauere, sei ohnehin nicht möglich, hiess es.

In Konkursverfahren erstelle das Konkursamt unter anderem ein Inventar der Vermögenswerte, hiess es. Man schaue, welche Vermögenswerte man verwerten könne.

Auch einen Schuldenruf könne es geben. Dann erhalten Gläubiger eine Frist, in der sie ihre Forderungen anmelden können, wenn sie das nicht schon getan haben.

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