Kommen acht Masten geflogen: Mit einem Schwerlastenhelikopter erfolgte gestern die Montage der Seilbahntechnik für das Projekt Wildhaus 2.0.

Regen, Nebel und Wind machten die Planung schwierig: Der Schwerlastenhelikopter «Kamov Ka 32» flog am Montagnachmittag die Masten und die dazugehörenden Joch von der Kollersweid zu den Standorten für die neue Sechser-Sesselbahn zwischen Oberdorf und Freienalp.

Adi Lippuner
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Der «Kamov Ka-32» fliegt mit einer Ladung an den Bestimmungsort.
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Der erste von insgesamt acht Masten ist befestigt und wird durch den Schwerlastenhelikopter an seinen Bestimmungsort geflogen.
 Flughelfer sorgen dafür, dass der Heli ohne Unterbruch fliegen kann.
Der Schwerlastenhelikopter wird vor dem Einsatz aufgetankt.

Der «Kamov Ka-32» fliegt mit einer Ladung an den Bestimmungsort.

Bilder: Adi Lippuner

«Fliegt er, oder fliegt er nicht», diese Frage stand am Montagmorgen im Zentrum der Verantwortlichen der Bergbahnen Wildhaus. Gemeint war der Schwerlastenhelikopter «Kamov Ka 32», welcher die Masten und die dazugehörenden Joch von der Kollersweid zu den Standorten für die neue Sechser-Sesselbahn zwischen Oberdorf und Freienalp fliegen sollte.

Zuerst war Flugbeginn auf neun Uhr angekündigt, dann verschoben auf zehn Uhr mit der anschliessenden Option, dass der Einsatz nach dem Mittag stattfinden könne. Regen, Nebel und Wind machten die Planung schwierig, doch um 13.30 Uhr landete die Maschine im Munzenriet, wurde betankt und dann ging es Schlag auf Schlag.

Noch ganz knapp im Zeitplan

Unterstützt von insgesamt acht Flughelfern, vier auf dem Platz bei der Kollersweid, weitere vier an den einzelnen Mastenstandorten zwischen Oberdorf und Freienalp, flog Pilot Martin Nüssli die leistungsstarke Maschine punktgenau. Erleichtert verfolgte Geschäftsführer Urs Gantenbein das Geschehen.

«Wir sind noch ganz knapp im Zeitplan, der Flug für die Masten war für Ende Juni geplant und nun klappt es am zweitletzten Tag des Monats.»

Wäre der Flug aufgrund des schlechten Wetters ausgefallen, hätte das nächste Zeitfenster abgewartet werden müssen, denn der Schwerlastenhelikopter ist gut ausgebucht und kann nicht einfach bei schönem Wetter angefordert werden. Walter Tobler, Leiter Betrieb und Technik, war seit den frühen Morgenstunden «wie auf Nadeln». Für ihn ist klar: «Der Transport kann erst beginnen, wenn der Helikopter in der Luft ist und eine Last angehängt hat.» Dies habe geklappt, auch wenn die Unterlast, wegen des Windes, manchmal stark schwankte. Tobler sagt dazu:

«Bei diesen Gewichten war es für das Montageteam nicht einfach und so dauerte der Einsatz etwas länger als ursprünglich geplant. Aber die Sicherheit aller Beteiligten ging vor.»

Einweihung ist auf den 11. Oktober geplant

«Mit der Montage der Masten durch die zwei Teams der Firma Garaventa AG können wir den Zeitplan einhalten, ab Mitte bis Ende Juli ist der Seilzug in mehrere Etappen vorgesehen und die Einweihung der neuen Bahn ist auf den 11. Oktober geplant», freut sich Gantenbein.