Speerspitz/Seitenblick
Bücher lesen statt Fussball

Die Hallenturniere der Region sind abgesagt oder verschoben worden. Statt Fussball zu schauen, verlegt Redaktor Beat Lanzendorfer seine Aktivitäten aufs Lesen.

Beat Lanzendorfer
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Wie schon im vergangenen Jahr dürfte auch 2022 ein Grossteil der Hallenturniere der Coronapandemie zum Opfer fallen.

Wie schon im vergangenen Jahr dürfte auch 2022 ein Grossteil der Hallenturniere der Coronapandemie zum Opfer fallen.

Bild: Beat Lanzendorfer

Der Januar ist der Monat, in dem die regionalen Fussballer nach Beendigung der Vorrunde im November so langsam wieder aus dem Winterschlaf erwachen. Hallenturniere heisst das Zauberwort, mit dem die Freunde des runden Leders auf die kommenden, ereignisreichen Monate eingestimmt werden.

Bis vor zwei Jahren war der Terminkalender im sogenannten Januarloch bei mir an den Wochenenden ziemlich voll. Angefangen hat es mit dem Regiomasters in der St.Galler Kreuzbleiche, an dem immer mehrere Teams aus der Region um den Turniersieg kämpften. Für die anschliessenden drei Anlässe brauchte ich meinen Wohnort Bazenheid nicht einmal zu verlassen. Zuerst war der FC Bazenheid an der Reihe, der an zwei Wochenenden zwischen 120 und 150 Mannschaften in der Ifang-Halle begrüsste. Danach waren es die Kirchberger Frauen, die am selben Ort zum Frauenfussballfestival einluden.

Schon im zweiten Jahr in Folge ist alles etwas anders geworden. Das unsägliche Virus hält die Welt in Atem. Der FC Fortuna SG als Organisator des Regiomasters und die Kirchberger Frauen haben ihre Veranstaltungen abgesagt und hoffen auf Besserung im kommenden Jahr. Der FC Bazenheid hingegen hat sein Hallenturnier schon vor längerem in weiser Voraussicht auf Ende Februar verschoben. Nun beabsichtigt er, die Spiele nicht an zwei Wochenenden, sondern in nur vier Tagen durchzuboxen. Ob um Punkte gekämpft werden kann, steht in den Sternen.

Vorsichtshalber vier Bücher schenken lassen

Eine ähnliche Gefühlslage machen zurzeit auch die Verantwortlichen des FC Wattwil Bunt durch. Sie waren vor knapp zwei Jahren die ersten, welche den Lockdown zu spüren bekamen. An jenem Tag, an dem ihr Hallenturnier hätte stattfinden sollen, mussten sie allen Mannschaften eine Absage erteilen.

Durch die diversen Absagen und Verschiebungen geht mir die Arbeit zwar nicht aus, einen «negativen» Nebeneffekt hat es trotzdem. Die Wochenenden in der Halle dienten mir als Kontaktknüpfer, bei denen ich oftmals Anregungen für Themen erhielt, über die ich anschliessend berichten konnte.

Weil ich schon im Dezember wusste, dass es eng werden könnte, habe ich mir zu Weihnachten vier Bücher schenken lassen – die Titel habe ich selbst ausgesucht. Obwohl ich mich durchaus als Leseratte bezeichne, hoffe ich, dass ich die Buchdeckel noch länger nicht öffnen muss. Die Literatur würde auch noch als Ferienlesestoff ausreichen.

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