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Kleines Paradies: An einem ehemaligen Schmugglerweg

Auf der Schmitten, unweit des Weiler Brunnens, steht ein Bänkli, das nur Insidern bekannt ist. Es steht genau auf der Gemeindegrenze zwischen Kirchberg und Mosnang. Die Aussicht auf der «Passhöhe» lässt allerdings keine Wünsche offen.
Beat Lanzendorfer

Man erzählt sich, der Weg über die Schmitten sei ein alter Schmugglerweg gewesen. Vom Zürcher Oberland kommend, ging es über die Hulftegg via Mühlrüti, Schönenberg, Sack sowie über die Schmitten weiter bis zum Bodensee.

Die Verbindung, die heute mehrheitlich Wanderer und Spaziergänger kennen, wurde früher also rege genutzt. Häufig nicht tagsüber, sondern bevorzugt nachts und am liebsten anonym. Weniger zu verbergen hatten Pilger, die hier ebenso vorbeikamen.

70 Minuten Rundwanderung

Wer heute den Weg wie die einstigen Schmuggler begehen möchte, startet am besten beim Weiler Tannen, der sich zwischen Kirchberg und Gähwil an der Bus- und Postauto-Haltestelle «Waldwis» befindet. Von dort geht es an der Käserei Kurmann vorbei zur Langenwis und danach weiter zur Schmitten. Das Bänklein befindet sich auf der «Passhöhe». Unweit davon steht in Richtung Weiler Brunnen ein Wegkreuz. Wer die Karte bei sich hat, findet die Schmitten bei Punkt 842. Nach einer möglichen Rast führt einer der abzweigenden Wege ostwärts zum Waldholz und über den Boden, Laubberg und Wald zurück zum Ausgangspunkt nach Tannen. Die Rundwanderung ist in gut siebzig Minuten zu schaffen.

Kleines Paradies: Passhöhe Schmitten

Nebst eines «Bänklis» und Wegkreuzes befindet sich bei der Schmitten eine Scheune. Sie wurde 1928 erbaut und ist seit 1939 im Besitz der Familie Scherrer. Früher war das Vieh der Scherrers, dessen Stammhof das «Schmittengut» beim Weiler Brunnen ist, während 180 Tagen hier oben. Im Sommer 1968, also vor genau fünfzig Jahren, wurden die Kühe zum letzten Mal im Stall auf der Schmitten gemolken. 1996 ist im leer stehenden Gebäude eine Bandsäge installiert worden, um das anfallende Rundholz verarbeiten zu können.

Aussergewöhnlich ist auch der Verlauf der Gemeindegrenze. Das ganze Gebiet von Müselbach, Mettlen, Münchwilen, Altenbrunnen bis zum Nord gehört zu Kirchberg. Brunnen hingegen steht auf Mosnanger Gebiet, das bis zur Hügelkrete hinaufreicht. Die Grenze kann der fantastischen Aussicht aber nichts anhaben. Gegen Süden hin ins obere Toggenburg, im Norden ist in der Ferne Gähwil sichtbar.

Wo liegt ihr kleines Paradies?

Talauf, talab existieren im Toggenburg zahlreiche kleine Paradiese. Die Redaktion des «Toggenburger Tagblatts» beschreibt in dieser Sommerserie die eigenen, welche sind Ihre? Lassen Sie es uns wissen unter facebook.com/toggenburgertagblatt oder per E-Mail an redaktion@toggenburgmedien.ch.

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