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Klangschmiede in Alt St.Johann erhält einen Escape Room

Noch gehen Handwerker in der Klangschmiede ein und aus. Doch bereits in sechs Wochen können die Besucher den Klang interaktiv erleben und im Escape Room ein spannendes Rätsel lösen.
Sabine Camedda
Noch zerbrechen sich Reinhard Böck, Sebastian Frenzel und Laura Anderson (von links) vom Projektteam die Köpfe über den Klang-Escape-Room. (Bild: Sabine Camedda)

Noch zerbrechen sich Reinhard Böck, Sebastian Frenzel und Laura Anderson (von links) vom Projektteam die Köpfe über den Klang-Escape-Room. (Bild: Sabine Camedda)

Von einem Museum möchte Martin Sailer nicht mehr reden, wenn es um die Klangschmiede in Alt St.Johann geht. «Wir wollen das Haus beleben und den Besuchern ein cooles Erlebnis rund um die Themen Klang, Resonanz und Brauchtum bieten», sagt der Projektleiter Klangschmiede & Klangweg. Aus diesem Grund werden zwei Stockwerke der Klangschmiede komplett umgebaut.

Anstatt mit einer Ausstellung sollen die Besucher die Welt der Klänge selber erfahren können. In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass die Besucher der Klangschmiede im Experimentierraum am längsten verweilten. Raphael Gygax, Geschäftsleiter der Klangwelt Toggenburg, sagt:

«Zudem soll die Klangschmiede eine Weiterführung respektive eine Indoor-Variante des Klangwegs sein.»

Bewährtes Angebot mit neuen Erlebnissen

Wer nach der Wiedereröffnung Anfang Juni die Klangschmiede betritt, soll in einem Raum freundlich empfangen werden. Hierfür sind bauliche Anpassungen nötig. «Für einige unserer Besucher ist dies der erste Kontakt mit der Klangwelt Toggenburg und wir möchten uns im besten Licht präsentieren», sagt Raphael Gygax. Nebst Informationen und den Eintrittstickets für die Klangschmiede soll es dort Souvenirs zu kaufen geben. Unverändert bleibt hingegen der Bereich der Schellenschmiede. Diese steht weiterhin für Besucher und Gäste von Schmiedekursen offen. Auch weitere Kurse der Klangwelt Toggenburg sowie die Geschäftsstelle werden im Gebäude Platz finden.

Die Besucher der Klangschmiede finden Zimmer zu verschiedenen Themen vor. Im Weltraum-Zimmer werden die Grundtöne der Planeten abgebildet. Zu hören und zu erleben ist dort auch die «Voyager Golden»-Schallplatte. Diese ist mit verschiedenen Tönen von der Erde bespielt und kreist im Weltall. In einem zweiten Zimmer sind die Besucher aufgefordert, ein Klangquiz zu spielen. «Eine einzelne Person kann da genauso mitmachen wie mehrere Leute, die gegeneinander antreten», verrät Martin Sailer. Ein weiteres Zimmer widmet sich dem Klang der einheimischen Flora und Fauna. In diesem Raum findet die Wasserspringschale einen Platz, die seit jeher bei den Besuchern sehr beliebt war. Auch die Maschine zum «Schelle schötte» wird in der Klangschmiede bleiben.

Auf dem Rundgang miteinander musizieren

Ein weiteres Zimmer ist der Naturtonmusik gewidmet. Dort können die Besucher auf mehreren Instrumenten aufgenommene Tonspuren abspielen und so miteinander musizieren. Um die Melodie mit Percussion zu ergänzen, stehen weitere Instrumente bereit. In einem nächsten Raum können die Besucher selbst Teil eines Alpabzugs werden. Schliesslich wird auch das Toggenburger Brauchtum thematisiert. «Dieser Raum wird eingerichtet wie ein Wohnraum und die Besucher erleben die Toggenburger Geschichte», sagt Martin Sailer.

Auch hier stehen Instrumente zum Ausprobieren, die im Toggenburg eine Rolle spielen. «Wir hätten hier gerne ein Alphorn, aber bisher haben wir noch kein geeignetes gefunden», sagt Martin Sailer weiter. Herzstück der Klangschmiede wird der Klang-Escape-Room sein, etwas, das es weltweit noch nirgends gibt. «Gruppen von zwei bis acht Personen versuchen innerhalb einer Stunde, mehrere Rätsel zu lösen. Jede Lösung bringt sie ein Stück näher zum Ausgang», beschreibt Martin Sailer die Idee.

Einen anderen Zugang zur Klangwelt

Aufgebaut sind die Rätsel auf einer Geschichte rund um die Musiklehrerin Lena Jeger, die bei der Klangwelt Toggenburg kostenlose Klangkurse anbietet. Sie verschwindet jedoch und das Toggenburg ist in Gefahr. Es ist Aufgabe der Besucher des Escape Rooms, Lena Jeger zu finden und das Tal zu retten. «Während ihrer Zeit im Escape Room sind die Besucher mit einem Spielleiter draussen verbunden, der bei Bedarf Hinweise zu den Lösungen geben kann», sagt Martin Sailer. Der Escape Room soll Spass und einen anderen Zugang zur Klangwelt Toggenburg bieten. Zu gewinnen gibt es nichts, es ist aber Ehrensache, den Ausgang möglichst ohne Hilfe zu finden.

Konzipiert und gebaut wurde der Escape Room von der Manufaktur Exitventures. Deren Stärke ist es, individuelle Escape Rooms zu beliebig gewünschten Themen zu gestalten. «Das Toggenburg kannte ich vor diesem Auftrag nicht und auch zum Klang hatte ich keinen besonderen Bezug», sagt Projektleiterin Laura Anderson. Neue Rätsel zu neuen Themen auszutüfteln, mache den Reiz ihrer Arbeit aus. Laura Anderson und ihr Team finden den Klang-Escape-Room eher schwierig zu meistern. Zum einen, weil viele Rätsel gelöst werden müssen. Zum anderen, weil viele verschiedene Mechaniken eingesetzt sind und von den Besuchern bedient werden müssen.

In den Wochen vor der Wiedereröffnung kommt noch viel Arbeit auf Martin Sailer, Raphael Gygax, auf die Handwerker und auf die Mitarbeiter der Klangwelt Toggenburg zu. Martin Sailer sagt:

«Wenn es nach mir ginge, könnten wir noch sehr viel mehr anpassen und erneuern. Ideen hätte ich noch einige.»

Vorerst ist aber genug gemacht, auch weil die Finanzen nicht unerschöpflich sind. Bezahlt wird diese Neugestaltung zum grössten Teil aus Geldern von Stiftungen.

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