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Ausrufezeichen vom Schwendisee: Grosse Zustimmung fürs Klanghaus in der Standortgemeinde Wildhaus-Alt St.Johann

Der Wahlkreis Toggenburg sagt Ja zum Bau des Klanghauses, einzig in vier Gemeinden überwiegen die Nein-Stimmen. Überraschend deutlich mit 71,7 Prozent ist die Standortgemeinde dafür.
Sabine Camedda
Das richtige Projekt am richtigen Ort zum richtigen Zeitpunkt: Die Bevölkerung von Wildhaus-Alt St.Johann steht hinter dem Klanghaus. (Bild: PD)

Das richtige Projekt am richtigen Ort zum richtigen Zeitpunkt: Die Bevölkerung von Wildhaus-Alt St.Johann steht hinter dem Klanghaus. (Bild: PD)

Das Klanghaus kann gebaut werden. Dieses Votum gab das St. Galler Stimmvolk am gestrigen Abstimmungssonntag ab. 53,7 Prozent der Stimmenden aller Gemeinden sprachen sich für die Vorlage aus.

Ein Wermutstropfen war die Stimmbeteiligung, die im Kanton St.Gallen bei gerade einmal 26,1 Prozent lag. Vielleicht, mutmasste Mathias Müller, Präsident der Klangwelt Toggenburg, wurden die beiden Vorlagen als zu regional wahrgenommen und zogen die Stimmbürger anderer Wahlkreise weniger stark an die Urne.

Sehr deutliches Ja in der Standortgemeinde

Im Toggenburg schien die Klanghaus-Vorlage weit mehr zu interessieren. 36,3 Prozent der Stimmberechtigten äusserten sich mit ihrer Stimmabgabe. Die mit Abstand höchste Stimmbeteiligung wurde in Wildhaus-Alt St.Johann verzeichnet. 55,1 Prozent der Stimmberechtigten in der Standortgemeinde des Klanghauses Toggenburg gingen zur Urne.

So stimmten die Toggenburger ab.

So stimmten die Toggenburger ab.

Mit 71,7 Prozent Ja-Stimmen setzten sie ein deutliches Zeichen zu Gunsten des Klanghauses. Dieses Resultat erfreute nicht nur Mathias Müller, sondern auch Rolf Züllig, den Gemeindepräsidenten von Wildhaus-Alt St. Johann. «Es lässt keine Zweifel, dass die Gemeinde das Klanghaus am Schwendisee will», sagte er gegenüber dem «Toggenburger Tagblatt».

Zudem zeige es eine kollektive Meinung der Bevölkerung, die Hoffnung mache. «Das Klanghaus, und was es weiter auslöst, wird unserer Gemeinde helfen und uns beflügeln», ist Rolf Züllig überzeugt.

Für Mathias Müller ist es eine gute Basis, wenn das Projekt von der Bevölkerung der Standortgemeinde in solch hohem Masse getragen wird. Das zweitbeste Resultat im Wahlkreis Toggenburg gab es in Lichtensteig.

Dort standen 63,2 Prozent hinter dem Vorhaben des Kantons. Mathias Müller, der zugleich Stadtpräsident von Lichtensteig ist, bezog diese Unterstützung weniger auf seine Person, obwohl ihn dieser deutliche Rückhalt stolz machte. «Ich begründe dies mit der eher progressiven Bevölkerung», sagte er. Bereits bei vergangenen Abstimmungen habe Lichtensteig mehrmals gegen die konservative Meinung gestimmt.

Viermal Nein in Toggenburger Gemeinden

Rechnet man alle Resultate aus den Gemeinden des Wahlkreises Toggenburg zusammen, ergibt sich ein Ja-Stimmen-Anteil von 54,85 Prozent. In den vier Gemeinden Hemberg, Mosnang, Lütisburg und Bütschwil-Ganterschwil überwog der Anteil der Nein-Stimmenden. Jedoch kann festgehalten werden, dass in Hemberg, Mosnang und Lütisburg der Unterschied weniger als zehn Stimmen ausmachte. Das Ergebnis hätte also genauso gut in die andere Richtung kippen können.

Über die Gründe für die Nein-Stimmen kann nur spekuliert werden, denn negative Stimmen waren im Vorfeld der Abstimmung kaum zu hören. Er habe Verständnis für die Kritiker, sagte Mathias Müller. Ein Argument aber, nämlich dass das Klanghaus Toggenburg nicht am Schwendisee, sondern an einem besser erschlossenen Ort hätte gebaut werden sollen, kann er nicht nachvollziehen. «Wer das Projekt kennt, der weiss, dass das Klanghaus nur an einem Standort gebaut werden kann und das ist der Platz am Schwendisee», betont Mathias Müller.

Pläne können jetzt umgesetzt werden

Mit dem Ja des St. Galler Stimmvolkes steht der Realisierung des Klanghauses Toggenburg – 17 Jahre nachdem die Idee entstanden ist – nichts mehr im Wege. Wie Christian Gressbach, Geschäftsführer von Toggenburg Tourismus kürzlich sagte, kann das Klanghaus ein Leuchtturm werden, der über die Grenzen des Toggenburgs hinaus strahlt und so Leute ins Toggenburg bringt.

Solche touristischen Leuchttürme – der Baumwipfelpfad ist so einer – seien wichtig. Denn im Tourismus gelte: Die Leute gehen dorthin, wo andere Leute hingehen.

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