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Kirchberger Dachdecker: Vom Besten der Schweiz zum Besten der Welt

Kevin Räbsamen deckt Dächer und kleidet Hausfassaden ein. Der Berufsfachmann reiste nach Riga an die Berufs-Weltmeisterschaft der Dachdecker und holte sich mit seiner Arbeit überzeugend die Goldmedaille.
Urs Nobel
Kevin Räbsamen wurde bei seiner Ankunft im Flughafen Zürich vom ganzen Team der Remo Schönenberger AG empfangen. Auf dem Bild wird er von Roger Kläger (links) und Andrea Kläger flankiert. (Bild: PD)

Kevin Räbsamen wurde bei seiner Ankunft im Flughafen Zürich vom ganzen Team der Remo Schönenberger AG empfangen. Auf dem Bild wird er von Roger Kläger (links) und Andrea Kläger flankiert. (Bild: PD)

Der Mosnanger Kevin Räbsamen hat in Riga die Herausforderung angenommen, sich an der Weltmeisterschaft der Dachdecker mit den Weltbesten der Gebäudehüllen-Spezialisten zu messen, und hat souverän den Weltmeister-Titel erobert. Kevin Räbsamen ist gelernter Dachdecker und in Zweitausbildung Fassadenbauer. Bei seinem Arbeitgeber, der Remo Schönenberger AG in Kirchberg, ist die Freude gross, dass der amtierende Schweizermeister im Fassadenbau nun auch den Weltmeistertitel erobern konnte.

Mit Begeisterung und Einsatz viel erreicht

Am Montagabend wurde Räbsamen nach seiner Rückkehr aus Riga im Restaurant Toggenburgerhof in Kirchberg von der politischen Gemeinde Kirchberg, der Bevölkerung und von Gemeindepräsident Roman Habrik empfangen und geehrt. Habrik fand in seiner Rede die richtigen Töne, den Erfolg Räbsamens entsprechend zu würdigen. Er gratulierte dem neuen Weltmeister mit den Worten: «Diesen Titel kann dir niemand mehr nehmen». Er zeigte sich überzeugt, dass Räbsamen ein Vorbild für die Jugend sei. «Es ist erfreulich zu sehen, wie viel man mit Einsatz und Begeisterung erreichen kann.» Der Gemeindepräsident führte auch aus, dass Kevin Räbsamen für sein Unterfangen viel Unterstützung seitens seines Arbeitsgebers und seiner Eltern erhielt. Habrik betonte: «Du darfst glücklich sein, das zu machen, was du möchtest, nicht das, was du musst. So soll es bleiben.»

Keine Zeit für einen Barbesuch

An Willy Schönenberger, von der Kirchberger Kommission K-F-S, Kultur, Freizeit und Sport, oblag es am Anlass, dem Weltmeister etwas auf den Zahn zu fühlen. So kam heraus, dass Räbsamen vor einem Jahr noch nicht einmal wusste, wo Riga lag. Oder dass der Berufsfachmann keine Zeit für einen Barbesuch während seines Aufenthalts in Lettland fand. Aber auch, dass man in Riga komplett anders baue als in der Schweiz. Räbsamen erzählte, dass ein Wettbewerbstag jeweils mehr als sieben Stunden gedauert habe und es in dieser Zeit vor allem wichtig gewesen sei, auf Tempo zu arbeiten. «Meine Konkurrenz bekundete vor allem damit Mühe und zeigte Mängel in der Detailpflege auf.» Räbsamen habe davon profitiert, dass er ab August intensiv trainieren und sich so optimal auf die Weltmeisterschaft vorbereiten konnte. Er habe wirklich viel geübt, da an der Weltmeisterschaft Fertigkeiten erwartet wurden, welche in der Schweiz im Berufsalltag nicht üblich seien, sagte er.

Würde er gerne wieder nach Riga reisen? «Wegen des Essens jedenfalls nicht», sagte Räbsamen und lachte. Und seine Antwort auf die Frage, ob dieser Weltmeisterschafts-Titel nun eine Lohnerhöhung nach sich ziehe, ging im Gelächter der Arbeitskolleginnen-, und Kollegen unter. Etwas ernster dann der Schluss des Dialogs. «Wie schnell veraltet aktuelles Bauwissen?», fragte Willy Schönenberger. Räbsamsens Antwort: «Ich arbeite derart vielfältig, dass ich jeden Tag wieder etwas dazu lerne.»

In der Höhe und auf dem Bau bleiben

Kebin Räbsamen habe immer gerne in der Höhe gearbeitet, schreibt sein Arbeitgeber in einem Communiqué anlässlich des Weltmeistertitels. Er habe immer wissen wollen, wie man die riesigen Hallen hoch oben decke. Es gefalle ihm, dass es jeden Arbeitstag neue Herausforderungen gäbe. «Man hat immer wieder mit anderen Details zu tun, wozu man sich etwas einfallen lassen muss», wird Räbsamen zitiert. Er wolle auf dem Bau bleiben und könne sich eine Laufbahn als Objektleiter vorstellen.

Spezialisten für die Hülle

Vom 14. bis 16. November fand in Riga (Lettland) die 27.Weltmeisterschaft junger Dachdecker statt. 30 Team aus 11 Ländern, darunter vier aus der Schweiz, kämpften um die Weltspitze der Gebäudehüllen-Spezialisten. In den vier Kategorien Dachdecken, Flachdach-Abdichtung, Fassadenbau und Metalldeckung haben acht Schweizer Nachwuchstalente drei Goldmedaillen und eine Silbermedaille erobert. (pd)

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