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Von 142 auf 138 Prozent: Kirchberg senkt den Steuerfuss

Dank des guten Rechnungsabschlusses und trotz hoher zukünftiger Investitionen heissen die Stimmbürger den Antrag des Gemeinderates an der Bürgerversammlung gut und senken den Steuerfuss von 142 auf 138 Prozent.
Beat Lanzendorfer
198 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger nahmen ihr Recht wahr und erschienen zur Bürgerversammlung. (Bild: Beat Lanzendorfer)

198 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger nahmen ihr Recht wahr und erschienen zur Bürgerversammlung. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Ganz so flott wie vor einem Jahr, als die Bürgerversammlung nach 30 Minuten Geschichte war, ging es am Freitagabend in der katholischen Kirche in Kirchberg nicht vonstatten. Gemeindepräsident Roman Habrik benötigte diesmal knapp zehn Minuten länger. Dann hatten die 198 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sämtliche Anträge des Gemeinderates gutgeheissen, wobei es bei drei Anträgen jeweils eine Gegenstimme zu notieren gab.

Gemeindepräsident Roman Habrik konnte erneut ein gutes Resultat präsentieren. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Gemeindepräsident Roman Habrik konnte erneut ein gutes Resultat präsentieren. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Das Ergebnis 2018 ist wie jenes des Vorjahres gemäss Habrik erneut unerwartet positiv ausgefallen. Statt eines budgetierten Defizits von 379'000 Franken resultierte ein Gewinn von 4,34 Millionen Franken. Die Gemeinde hat somit in den vergangenen zwei Jahren fast zehn Millionen Franken mehr als budgetiert eingenommen. Aufgrund des guten Abschlusses werden zwei Millionen Franken in die Vorfinanzierung für die Schulraumerweiterung und den Neubau Mehrzweckhalle Sonnenhof eingebracht, beides in Kirchberg. Eine Million Franken ist für die Vorfinanzierung des Neubaus des Kindergartens an der Neugasse in Bazenheid vorgesehen. Der Rest des Reingewinns – 1,34 Millionen Franken – wird dem Eigenkapital zugefügt.

Mischwasserkanal kostet 1,74 Millionen Franken

Abgesegnet wurde auch der Antrag, den Steuerfuss von 142 auf 138 Prozent zu senken. Gemäss Habrik erlaube das Budget trotz Steuerfusssenkung je nach Gewinnverwendung eine weitere Einlage in das Eigenkapital. Der Gemeindepräsident sagte:

«Die Entwicklung der Steuereinnahmen, vor allem bei den Nachzahlungen, sieht in den ersten Monaten dieses Jahres viel versprechend aus.»

Letztendlich führte auch der dritte Antrag zu keinen Diskussionen. Die Stimmbürger bewilligten den Baukredit eines Mischwasserkanals für die Spelterini-, Wiler- und Mühlaustrasse in Bazenheid. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,74 Millionen Franken. Dieser Betrag wird nicht über die Erfolgsrechnung, sondern über die Abwassergebühren finanziert.

Premiere für den neuen Ratsschreiber

Für Peter Minikus war es die erste Bürgerversammlung als Kirchberger Gemeinderatsschreiber. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Für Peter Minikus war es die erste Bürgerversammlung als Kirchberger Gemeinderatsschreiber. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Für Habrik war es die dritte Bürgerversammlung als Gemeindepräsident. Eine Premiere stellte die Versammlung in Kirchberg hingegen für Peter Minikus dar. Er hatte am 1. Dezember aus der Gemeinde Bütschwil kommend das Amt des Gemeinderatsschreibers übernommen und war deshalb am Freitag für das Protokoll verantwortlich.

Dies hiess, das Magnus Brändle, der neu für die baulichen Grossprojekte zuständig ist, erstmals nach 32 Jahren nicht an vorderster Front anwesend war. Er stellte sich als Bezugsperson für die Einbürgerungswilligen zur Verfügung und verfolgte mit ihnen die Versammlung auf der Empore. Gemäss Habrik seien die Einbürgerungsrichtlinien so angepasst worden, dass alle Kandidatinnen und Kandidaten vor dem Einbürgerungsgespräch einmal an einer Vorversammlung sowie an einer Bürgerversammlung teilzunehmen haben.

Spatenstich der Schulhausprojekte

Bei der allgemeinen Umfrage wies Habrik auf die Revision des Richtplanes hin. Hier bieten sich der Bevölkerung mehrere Möglichkeiten, den Prozess zu begleiten. Dazu zählen verschiedene Dorfrundgänge, über die frühzeitig informiert wird. Mit dem Hinweis auf den Spatenstich der Erweiterung des Oberstufenschulhauses Flurstrasse am 26. April und jenem des Primarschulhauses Neugasse zehn Tage später sowie der Einladung zum Apéro im Freien schloss Habrik die Bürgerversammlung.

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