Kirchberg
Natürliche Feinde der Mäuse sollen gefördert werden

Die Landwirte in der Gemeinde Kirchberg verzeichnen grosse Schäden von Mäusen. Nun will die Gemeinde im Rahmen der Vernetzung ein Projekt starten, um die natürlichen Feinde der Wühlmäusen langfristig zu fördern.

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Asthaufen bieten den natürlichen Feinden der Mäuse wie dem Hermelin Unterschlupf.

Asthaufen bieten den natürlichen Feinden der Mäuse wie dem Hermelin Unterschlupf.

Bild: PD

(gk/lis) Auf einem grossen Teil der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Gemeinde Kirchberg sind die von Mäusen verursachten Schäden gravierend. Im Rahmen der Vernetzung wird ein Projekt zur längerfristigen Förderung der natürlichen Feinde von Wühlmäusen gestartet. Der Gemeinderat hat einen Kredit von maximal 25'000 Franken beschlossen und teilt das im aktuellen «Gmeindsblatt» der Gemeinde Kirchberg der Bevölkerung mit.

Für eine Förderung der natürlichen Feinde von Mäusen sollen Strukturen geschaffen werden. Dazu wird ein Grundlagenkonzept mit Massnahmen erarbeitet, um die natürliche Zuwanderung von Feinden wie Bussard, Waldkauz, Turmfalke, Schleiereule und Hermelin zu fördern. Dabei geht es darum, welcher Massnahmenmix am besten zur Stärkung der natürlichen Feinde beiträgt, heisst es im «Gmeindsblatt». Die Massnahmen sollen von Landwirten gemäss den erarbeiteten Merkblättern umgesetzt werden.

Zu den Massnahmen zählen das Anbringen von Nistkästen für Waldkauz, Turmfalke oder Schleiereule, das Setzen von Greifvogelstangen oder das Erstellen von Ast- und Steinhaufen mit Aufzuchtkammern für das Hermelin. Mit dem Projekt Asthaufen Aufzuchtkammer soll ein Beitrag zur langfristigen Förderung der Biodiversität geleistet werden, was auch den Zielen des Vernetzungsprojektes entspricht.

Landwirte werden finanziell entschädigt

Interessierte Landwirte, die bereit sind, nach einer Beratung durch eine Fachperson und nach deren Vorgaben einen Mix von zehn Massnahmen zur Förderung der natürlichen Feinde der Wühlmäuse zu realisieren, werden mit einer einmaligen Unterstützung durch die Gemeinde entschädigt, wenn das Material in Eigenregie erstellt wird.

Alternativ kann das Material für die Massnahmen bestellt werden, welches im Platanenhof erstellt wird. Für das Leermausen betroffener Gebiete mit Mausefallen werden keine finanziellen Beiträge in Aussicht gestellt. Die Kosten für das Grundlagenkonzept sind auf 5000 Franken und jene für die Entschädigungen an Landwirte auf 20'000 Franken begrenzt.