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Interview

Lieber früher und provisorisch oder später und definitiv: In Kirchberg sorgt der Zeitpunkt des Versands der Stundenpläne für Diskussionen

Der Kirchberger Schulrat soll den Stundenplan für das kommende Schuljahr früher liefern. Das fordern die Eltern in der Gemeinde. Über 130 haben einen entsprechenden Brief unterzeichnet.
Beat Lanzendorfer
Ändert sich der Stundenplan ihrer Kinder, kommt viel Organisatorisches auf die Eltern zu. Auf dem Foto das Schulhaus Sonnenhof in Kirchberg. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Ändert sich der Stundenplan ihrer Kinder, kommt viel Organisatorisches auf die Eltern zu. Auf dem Foto das Schulhaus Sonnenhof in Kirchberg. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Bis spätestens am 31. Mai sollen Eltern in der Gemeinde Kirchberg wissen, wie der Stundenplan ihrer Kinder für das kommende Schuljahr aussieht. Eine entsprechende Forderung wurde von 130 Personen unterschrieben. Berufstätige Eltern sollen sich so frühzeitig um die Kinderbetreuung ausserhalb der Schulzeiten kümmern können.

Weiter ist es den Unterzeichnenden ein Anliegen, dass den Unternehmen Sorge getragen, die Möglichkeit der Teilzeitarbeit nicht behindert und Gleichberechtigung in Arbeit und Kinderbetreuung in der Gemeinde Kirchberg gefördert werde. Schulpräsident Orlando Simeon erklärt, weshalb das Anliegen nicht einfach umzusetzen ist.

Eltern verlangen, dass sie die Stundenpläne für das neue Schuljahr bis Ende Mai, spätestens aber Anfang Juni erhalten. Erhalten sie den Stundenplan bisher später?

Schulpräsident Orlando Simeon. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Schulpräsident Orlando Simeon. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Orlando Simeon: Seit dem laufenden Schuljahr 2018/19 haben wir für die Schulen in Kirchberg fixe Termine für die Bekanntgabe der Stundenpläne. Beim Eintritt in die Volksschulzeit, konkret für den ersten Kindergarten, ist es die Kalenderwoche 22 – also Ende Mai. Im Einschulungsjahr sowie für die ersten Primarklassen ist es die erste Juniwoche, was der 23. Kalenderwoche entspricht. Die Schülerinnen und Schüler der zweiten bis sechsten Primarklasse erhalten die Pläne ab Kalenderwoche 24, was der zweiten Juniwoche gleichkommt. Den Abschluss bildet die Oberstufe, hier werden die Pläne zwischen der 25. und 27. Kalenderwoche abgegeben.

Wäre eine frühere Abgabe der Stundenpläne an die Eltern denn möglich?

Die Problematik liegt in der Komplexität der Erstellung der Stundenpläne. Wir müssen zum Beispiel den 30. April abwarten, das ist der Kündigungstermin der Lehrpersonen. Darüber hinaus kommen weitere Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt. Teilzeitangestellte, räumliche Engpässe, gemeinsam genutzte Räumlichkeiten der Primarschule und Oberstufe, der Schwimmplan, oder Zuweisungen bei den Stufenübertritten sind nur einige Beispiele, die es bei der Erarbeitung der Stundenpläne zu berücksichtigen gilt.

Welches Datum wäre aus Ihrer Sicht machbar?

Ich nehme das Anliegen der Eltern sehr ernst und kann dieses nachvollziehen. Wir wollen es den Eltern aber nicht zumuten, mit provisorischen Stundenplänen zu arbeiten. Dies könnte zur Folge haben, dass durch die Eltern fixierte Arbeitseinsätze oder Kinderbetreuungsplätze kurzfristig wieder angepasst werden müssten, weil die Grundlagen für die elterliche Planung auf provisorische Stundenplänen basiert hatten. Anpassungen zwischen den provisorischen und definitiven Stundenplänen gibt es immer. Der Schulrat und die Schulleitungen nehmen sich der Thematik an, um allfällige Optimierungen anbringen zu können.

Wie wird das Thema an anderen Schulen im Toggenburg gehandhabt?

Eine Umfrage bei anderen Schulträgern hat ergeben, dass diese die definitiven Stundenpläne für die Primarschule zwischen der Kalenderwoche 24 und 26 sowie jene der Oberstufe zwischen der Kalenderwoche 23 und 25 veröffentlichen. Wenige Schulträger veröffentlichen bereits die provisorischen Stundenpläne ab der Kalenderwoche 21.

Das sagen die Ortsparteien

CVP: Sie steht hinter dem Anliegen der Eltern. Sie wird sich im Schul- und Gemeinderat dafür starkmachen und die Eltern bei ihrem Vorstoss unterstützen. Die Eltern sollen so die Kinderbetreuung frühzeitig organisieren und ihre Kinder für die Mittagstische und Tagesbetreuung anmelden können.
FDP: Sie hat Verständnis für das Anliegen, ist doch die Kinderbetreuung für berufstätige Eltern immer noch eine Herausforderung. Gleichzeitig respektiert die FDP den Wunsch der Initianten, dass dieses Anliegen zwischen Schulrat und Eltern diskutiert werden soll, ohne Einmischung der Parteien.
SVP: Sie sieht keinen Handlungsbedarf, weil die Stundenpläne in früheren Jahren erst während der Sommerferien verschickt worden sind. Ihr ist es ein Anliegen, definitive Stundenpläne zu verschicken, um unnötige administrative Arbeiten zu vermeiden, die durch provisorisch erstellte Pläne entstehen würden.
SP: Die unglücklichen Umstände rund um die Stundenpläne seien der SP Alttoggenburg bekannt. Schulrat David Mächler habe das Thema schon bald nach seinem Einsitz in den Schulrat eingebracht. Wenn dank der Initiative der Eltern die Stundenpläne künftig früher bekanntgegeben werden können, sei dies begrüssens- und unterstützenswert.

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