Kirchberg
Die Fernwärme rückt näher – bis im Frühjahr 2022 sollen die ersten Anwohnerinnen und Anwohner versorgt werden

In Bazenheid werden die Einwohnerinnen und Einwohner bereits seit mehreren Jahren mit Fernwärme versorgt – nun zieht Kirchberg nach. Nach dem Baustart Ende März sind bereits mehr als zwei Drittel der benötigten Fernwärmerohre verlegt.

Beat Lanzendorfer
Drucken
Vorne die bereits verlegten Fernwärmerohre ab dem Bazenheider Energiepark. Rechts hinten Wolfikon. Oben hinten das Dorf Kirchberg.

Vorne die bereits verlegten Fernwärmerohre ab dem Bazenheider Energiepark. Rechts hinten Wolfikon. Oben hinten das Dorf Kirchberg.

Bild: PD

Der Sommer ist bei den wenigsten die Zeit, sich Gedanken zur kälteren Jahreszeit zu machen. Die wärmeren Tage sind aber meistens schneller vorbei, als einem lieb ist.

Deshalb schafft das Regionalwerk Toggenburg (RWT) mit der Erweiterung des Fernwärmenetzes nach Kirchberg die Voraussetzungen, damit im kommenden Jahr ein zweites Dorf nach Bazenheid ab dem Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) mit Fernwärme versorgt werden kann.

Der Spatenstich war Ende März

Seit dem Spatenstich kurz vor Ostern ist einiges gegangen. In den letzten gut drei Monaten sind rund 2000 Meter Fernwärmerohre verlegt worden. Dazu sagt René Rüttimann, Geschäftsleiter der RWT: «In diesem Jahr kommen noch weitere 850 Meter hinzu.»

In diesem Gebäude wird die Netztrennstelle in Kirchberg untergebracht.

In diesem Gebäude wird die Netztrennstelle in Kirchberg untergebracht.

Bild: Beat Lanzendorfer

Das Bazenheider Fernwärmenetz werde bis zur Neudorfstrasse nach Kirchberg verlängert. Dort werde in einem bestehenden Gebäude eine Netztrennstelle erstellt. In diesem sei geplant, einen Wärmetauscher zu installieren. Zusammen mit einer Pumpe würde der Wärmetauscher ab der Netztrennstelle einen separaten Wärmekreislauf antreiben, der das Dorf Kirchberg mit Fernwärme versorge.

Dies sei gemäss Rüttimann nötig, um die zu bewältigenden Höhenmeter auszugleichen. Das separate Netz habe eine Länge von etwa 2'150 Meter. Die Gesamtlänge des Netzes, welches Wolfikon und Kirchberg mit Fernwärme ab dem Bazenheider Energiepark versorgt, betrage gut fünf Kilometer.

Nach den Sommerferien geht es weiter

Der Zeitplan sehe vor, dass in diesem Jahr das Fernwärmenetz bis zur Neudorfstrasse erstellt werde. Hierfür werden nach den Sommerferien an der Sonnhaldestrasse sowie an der Hinterdorfstrasse weitere Fernwärmerohre verlegt.

Das Verlegen der Fernwärmerohre an der Sonnhaldestrasse wird nach den Sommerferien fortgesetzt.

Das Verlegen der Fernwärmerohre an der Sonnhaldestrasse wird nach den Sommerferien fortgesetzt.

Bild: Beat Lanzendorfer

René Rüttimann zeigt sich optimistisch, dass der vorgesehene Zeitplan eingehalten werden kann:

René Rüttimann, Geschäftsleiter RWT.

René Rüttimann, Geschäftsleiter RWT.

Bild: Beat Lanzendorfer
«Durch die gute Witterung sind wir mit dem Terminplan leicht voraus.»

Bei den Bauarbeiten sind auch vom Kanton verordnete, bodenbegleitende Massnahmen einzuhalten. Verläuft weiterhin alles planmässig, geht das Netz im Frühjahr 2022 in Betrieb.

Der separate Kreislauf für Kirchberg ab der Netztrennstelle werde dann bis im Herbst 2022 realisiert. Im Jahr darauf sei ein weiterer Ausbau dieses Kreislaufes vorgesehen.

Für das separate Kirchberger Netz ist das Regionalwerk Toggenburg aktuell in der Detailplanung. «Das beinhaltet auch Kundengespräche, denn es ist weiterhin möglich, auf Fernwärme umzusteigen», sagt Rüttimann. Und weiter: «Jetzt, wo die Anwohner sehen, was gebaut wird, haben sich erfreulicherweise einige entschieden, in Zukunft auf Fernwärme zu setzen.»

Die Investitionen betragen rund 6,5 Millionen Franken

Die Investitionen, um Wolfikon und Kirchberg an das bestehende Fernwärmenetz anschliessen zu können, werden mit rund 6,5 Millionen Franken beziffert. Während die RWT für den Bau des Kirchberger Fernwärmenetzes zuständig ist, wird die Wärme von der ZAB produziert.

Die Verantwortlichen des Zweckverbandes gehen davon aus, dass das Wärmenetz Bazenheid-Kirchberg nach dem geplanten Endausbau jährlich rund 20'000 Megawattstunden Wärme ab dem Energiepark beziehen wird.

Aktuelle Nachrichten