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Kindertheater mit "Tägg en Amsle" – Premiere des Stücks «Abendtür»: Drei Freunde und ihre Abenteuer

«Tägg en Amsle» brachte am Sonntag seine dritte Produktion «Abentür» zur Premiere.
Michael Hug
Lena Wälly (mit rosa Cap), Claudia von Grünigen (mit Kopftuch) und Michael Fuchs. (Bild: Michael Hug)

Lena Wälly (mit rosa Cap), Claudia von Grünigen (mit Kopftuch) und Michael Fuchs. (Bild: Michael Hug)

Kinder erinnern sich bestimmt: Vor genau fünf Jahren waren sie schon einmal in diesem Theater auf der Bühne im «Rössli» in Mogelsberg und sahen das Stück «Fründe». Drei Freunde, Johnny Mauser, Franz von Hahn und Säuli Waldemar, erlebten so einiges auf ihrem Bauernhof.

Jetzt sind die Drei zurück und ihre neuen Abenteuer heissen einfach «Abentür». Sie waren am Sonntag die Ersten, die das Stück sahen, denn es war eine Premiere. «Tägg en Amsle», das Theatertrio – auch ein Trio! – brachte es nach der Vorlage des Bilderbuchs von Helme Heine auf die Bühne im «Rössli». Kultur in Mogelsberg hatte dazu geladen. Die Eine aus dem Trio, Lena Wälli, ist eine Toggenburgerin. Sie ist in Wattwil aufgewachsen und heute in Zürich als Schauspielerin und Theatertherapeutin tätig.

Aufs Meer, auf eine Insel, im Dschungel

«Abentür» erzählt die irre-wirre Geschichte der drei tierischen Freunde aus dem ersten Teil «Fründe» weiter. Den Dreien ist es ziemlich langweilig geworden auf dem Bauernhof, darum ziehen sie jetzt in die Welt hinaus. Aufs Meer, auf eine Insel, in den Dschungel. Überall treffen sie weitere Freunde. Zum Beispiel Tiere, die dort wohnen, und mit allen erleben sie recht verrückte Abenteuer. Es wird manchmal brenzlig, manchmal knapp, aber immer haben Johnny, Franz und Waldemar eine Menge Spass. Auch wenn sie manchmal recht verloren scheinen, halten die Drei fest zusammen und überstehen alles, bis sie wieder zu Hause sind.

Die Vorstellung ist ein packendes, turbulentes und fröhliches Stück des Trios «Tägg en Amsle». Dieses besteht aus Lena Wälly, Michael Fuchs und Claudia von Grünigen. Es sind drei junge, in Schauspiel ausgebildete Nachwuchstheatermacherinnen. Im Jahr 2014 gründeten sie ihr Theater für junge und noch jüngere Menschen, und brachten dannzumal ihr erstes Stück auf die Bühne. Regie führte bereits damals wie nun beim dritten Stück ebenso Regisseur Paul Steinmann.

Befragt

«Auch ohne viel Werbung läuft es gut»

Lena Wälly. (Bild: Michael Hug)

Lena Wälly. (Bild: Michael Hug)

Lena Wälly ist in Wattwil aufgewachsen und lebt heute in Zürich, wo sie 2011 die Ausbildung zur Schauspielerin abschloss und als freischaffende Schauspielerin tätig ist. Wenn sie nicht für ein Theaterstück eine Rolle oder ein Musikinstrument übt, ist sie in Wanderschuhen auf einer Alp anzutreffen oder spielt Versteckis mit Kater Fridolin. Als einzige im Ensemble kann Lena Wälly den Spagat und mag dafür kein Cordon bleu. Michael Fuchs und Claudia von Grünigen lernte sie während des Studiums kennen und gründete mit ihnen das Kindertheater «Tägg en Amsle».

Ihre Theatergruppe legt mit «Abentür» das dritte Programm auf. Es läuft gut?

Ja. Obwohl wir gar nicht so viel Werbung machen. Es liegt wohl auch an unserem Regisseur Paul Steinmann, der sehr bekannt ist, und mit dem wir schon das dritte Mal zusammenarbeiten, und das sehr gern.

Kann man vom Kindertheater leben?

Nein, nur während bestimmten Monaten. Im Sommer geht ja niemand ins Theater und überhaupt während der Schulferien nicht. Da muss man noch andere Einkünfte haben. Ich arbeite als freie Schauspielerin im Erwachsenentheater und habe eine Anstellung als Theatertherapeutin. Dazu mache ich jetzt noch das Studium zur Primarlehrerin und werde in eineinhalb Jahren abschliessen. Ein Problem in diesem Metier ist sicher auch, dass man im Kindertheater nicht dasselbe Eintrittsgeld verlangen kann wie bei Erwachsenentheater, aber die Kosten für uns sind die gleichen und damit auch die Gagen für die Veranstalter.

Sie sind zum Studium nach Zürich gegangen und dort hängen geblieben?

In Zürich läuft punkto Theater schon mehr als auf dem Land. Als freie Schauspielerin oder Theaterpädagogin wäre es im Toggenburg schwierig, zu überleben. Dafür ist es in Zürich schwieriger, an Fördergelder zu kommen, weil grosse Konkurrenz herrscht. Kommt dazu, dass immer mehr Kindertheater eingehen oder Kleinkunstveranstalter ihre Sparte Kindertheater streichen, weil sie das Personal dafür nicht mehr finden. Ich spiele gerne hier im Toggenburg. Mit allen drei Stücken sind wir im Zeltainer in Unterwasser oder im «Rössli» aufgetreten. Und wir spielen auch an Schulen. (mhu)

Hinweis

Weitere Informationen zum Theater: www.taeggenamsle.ch

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