KILCHBERG-SCHWINGET
Im Schatten des Festsiegers Damian Ott: So schlugen sich die anderen beiden Toggenburger

Aus Toggenburger Sicht stand der Kilchberg-Schwinget im Zeichen von Damian Ott, der sich als Sieger feiern lassen durfte. Werner Schlegel und Marcel Räbsamen standen weniger im Fokus der Öffentlichkeit und holten sich die Ränge 8 und 18.

Pascal Schönenberger
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Werner Schlegel im Kampf gegen Kilian von Weissenfluh.

Werner Schlegel im Kampf gegen Kilian von Weissenfluh.

Bild: Pascal Schönenberger

Wer hätte gedacht, dass Damian Ott den Kilchberger Schwinget gewinnt. Dank dem Festsieg am Weissenstein und am Schwarzsee hatte der Mann aus Dreien zum erweiterten Favoritenkreis am Traditionsanlass am Zürichsee gehört. Ott hatte sich während der Saison 2021 ständig gesteigert und zeigte sein Können auch am Samstag in Kilchberg auf. Nach fünf Gängen stand er als einziger Schwinger mit vier Siegen zuoberst auf der Rangliste. Bernhard Kämpf, Kilian Wenger, Samuel Giger und Fabian Staudenmann teilten sich jedoch die Punkte im gleichen Rang wie Ott.

Schliesslich entschied sich die Einteilung für den Schlussgang Wenger gegen Giger. Ott wusste jedoch: Wenn er mit der Note 10 Bernhard Kämpf besiegen kann, dann wird er zum Co-Sieger. Gewusst, getan. Der Toggenburger lieferte und legte den Berner Eidgenossen mit einer Kurz-Gammen-Kombination platt auf den Rücken. So war Ott tatsächlich Festsieger, hatte sich den Erfolg aber mit Giger und Staudenmann zu teilen.

Ott sagte im Interview mit SRF:

«Es ist unglaublich, dass diese Saison so verlaufen ist. Ich kann es jetzt noch nicht glauben. Es ist nur schön.»
Der Jubel von Damian Ott im letzten Gang.

Der Jubel von Damian Ott im letzten Gang.

Bild: Pascal Schönenberger

Schlegel und Räbsamen: Für ganz vorne reichte es nicht

Nebst dem Festsieger Ott standen mit Werner Schlegel und Marcel Räbsamen zwei weitere Toggenburger am Kilchberger Schwinget im Einsatz. Zu diesem sind nur die 60 besten Schwinger zugelassen. Die drei erwähnten Akteure gehören in dieser Saison zu den Aufsteigern im Schwingsport und sorgen dank ihrer offensiven Schwingart wiederholt für Freude bei den Zuschauern. Sie ziehen immer auf das «Gut» vom Kampfrichter los. Will heissen: Sie kommen wie die Feuerwehr und die Gegner sind teilweise machtlos. Weiter greifen sie den Gegner bis zur letzten Sekunde des Kampfes an und bringen die Schwinger konditionell an den Anschlag.

Marcel Räbsamen im Kampf gegen den Nordwestschweizer Eidgenossen Andreas Döbeli.

Marcel Räbsamen im Kampf gegen den Nordwestschweizer Eidgenossen Andreas Döbeli.

Bild: Pascal Schönenberger

Schlegel, der Hemberger, musste beim Anschwingen gegen Remo Käser als Verlierer vom Platz. Ein wenig zu viel Frechheit nutzte der Berner aus und legte ihn auf den Rücken. Dasselbe Schicksal war auch bei Räbsamen, dem Müselbacher, der Fall. Trotzdem ging das Fest für die jungen Toggenburger weiter. Schlegel beendete das Fest mit drei Siegen gegen Ruedi Roschi, Mickaël Matthey und Remo Vogel, einem gestellten Gang gegen Benji von Ah und einer zweiten Niederlage gegen Kilian von Weissenfluh im achten Schlussrang. Marcel Räbsamen hatte nicht immer das Wettkampfglück auf seiner Seite. So platzierte er sich mit einem Sieg, einem Gestellten und vier Niederlagen im 18. Schlussrang.

Marcel Räbsamen (links) und Damian Ott am Brunnen.

Marcel Räbsamen (links) und Damian Ott am Brunnen.

Bild: Pascal Schönenberger

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