KI und Modellflieger: Das sind die besten Maturaarbeiten der Kanti Wattwil

An der Kantonsschule Wattwil wurden die Schülerinnen und Schüler für die besten Maturaarbeiten prämiert.

Fabio Giger
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Die Prämierten der FMS und Kantonsschule Wattwil.

Die Prämierten der FMS und Kantonsschule Wattwil.

Bild: Fabio Giger

«Wie kommt man nur auf solche Ideen?», fragt sich Prorektor Johannes Horschik am Mittwochabend in der Aula der Kanti Wattwil. Er eröffnete die Prämierung der Kantonsschule und Fachmittelschule (FMS) Wattwil für die sechs besten Maturaarbeiten. Sie wurden mit je 300 Franken belohnt. Tatsächlich kann Horschik, der laut eigener Aussage vor Kollegen gerne mit den Projekten seiner Schüler prahlt, eine vielfältige Sammlung von Arbeiten präsentieren.

Der Kanti-Schüler Josua Bürki aus Uznach schuf eigenhändig künstliche Intelligenz. Er programmierte seinen Computer so, dass dieser selbstständig eine Gewinnstrategie für das Brettspiel «Tic Tac Toe» erlernt. Sein Programm eignete sich die fast perfekte Strategie an und verliert gegen einen Spieler, der zufällige Züge vornimmt, nur 0,4 Prozent aller Spiele. Nach dem Gymi will er an der ETH Informatik studieren.

3832 Bilder für zweieinhalb Minuten Video

FMS-Schülerin Katia Gmür aus Jona wollte wissen, unter welchen klimatischen Bedingungen Kaffeekapseln aus Biokunststoff am besten verrotten. Sie erklärte dem Publikum, dass sich kompostierbare Kapseln in feuchter Umgebung tatsächlich innert sechs Monaten zersetzten.

Sara Maric aus Wattwil hat ein Video zu einem Musikstück eines berühmten Rappers animiert. Dazu zeichnete sie von Hand 3832 Bilder und reihte diese, passend zur Musik, zu einem Film aneinander. Natürlich wollte sie ihr zweieinhalbminütiges Werk niemandem vorenthalten und spielte es in voller Länge ab.

Maturanden bauten fünf Flugzeug-Prototypen

Dann betraten zwei Jungingenieure die Bühne. Louis Sikkema aus Wattwil und Timon Meyer aus Rapperswil konstruierten ein Modellflugzeug, das senkrecht starten und landen kann, in der Luft aber wie ein Flugzeug fliegt.

Physiklehrer Rolf Heeb hielt die Lobrede: «Die beiden Jungs haben sich jedem Problem gestellt, das dieses Projekt mit sich bringt.» Auch darum hatten die Tüftler schon den fünften Prototypen mit dabei. «Seine Vorgänger waren entweder veraltet oder liegen in Trümmern», erklären die Maturanden, die bald von der Stiftung Schweizer Jugend forscht unterstützt werden könnten.

Weiter wurden Loredana Rossi aus Jona und Fabienne Hager aus Benken ausgezeichnet. Rossi setzte sich mit der Kunst des Schönschreibens auseinander. Hager hat ein Buch mit integriertem Sachwissen zu künstlicher Intelligenz geschrieben und grafisch gestaltet.