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Keine patriotische Ansprache an der Bundesfeier in Ebnat-Kappel

Die Geschichte der Schweiz und das Wetter waren Themen der Rede von Martin Horat, die er mit Witzen garnierte. Zu hören war sie am Morgen des 1. Augusts. Umrahmt wurde die Feier von Ländlermusik und einem Brunch.
Sabine Schmid
Wetterprophet Martin Horat (links) hielt auf Einladung von Patrick Zollinger, Präsident des Verkehrsvereins, eine Rede zum 1. August. (Bild: Bilder: Sabine Schmid)

Wetterprophet Martin Horat (links) hielt auf Einladung von Patrick Zollinger, Präsident des Verkehrsvereins, eine Rede zum 1. August. (Bild: Bilder: Sabine Schmid)

Kein Politiker, kein Künstler, kein Sportler, sondern ein Wetterprophet aus der Innerschweiz hielt bei der Bundesfeier in Ebnat-Kappel die Festrede. Martin Horat begann – wie könnte es anders sein – mit dem Wetter. Der Klimawandel, sagte er, habe keinen Einfluss aufs Wetter. Als Beweise nannte er eine Trockenheit im Jahr 1540 und eine 1911, bei der Wasser mehr geschätzt wurde als Milch. Damals habe niemand das Wort «Klimawandel» in den Mund genommen, so Horat. Er ist überzeugt, dass wir wieder nasse Sommer bekommen würden.

Dann schwenkte er zurück ins achte Jahrhundert, in dem Alemannen das alte Land Schwyz, «ein Niemandsland», bevölkerten. Wegen des Saumwegs über den Gotthard kam das Urnerland dazu, später Nid- und Obwalden. Die Schweiz war geboren. Aber nicht genau 1291, wie Martin Horat sagte. «Die Alemannen waren ein freies Volk und haben sich selber regiert.»

Keinen Staat, wo es besser wäre

In seinem geschichtlichen Überblick streifte Martin Horat die napoleonische Zeit, in der die Schweizer gegen Frankreich kämpften. Später gab es den Sonderbundskrieg, nach dem die heutige Verfassung geschrieben wurde. Die Schweiz sei ein guter Staat, stellte Martin Horat fest. Er wisse von keinem Land, wo es die Leute besser hätten als hier. Alle haben zu Essen und es sei auch schön, dass alle an einem Tag, dem 1. August, feiern. Dem geschichtlichen Rückblick liess Martin Horat einige Witze folgen, bevor er feststellte, dass sich die Eidgenossenschaft gut bewährt habe. Er schloss die Rede, indem er die aktuelle Wettersituation wieder aufgriff und riet, zu beten, bis es wieder regne.

Er sei sich bewusst, dass die Rede polemisiere und nicht allen gefallen würde, sagte Patrick Zollinger, Präsident des Verkehrsvereins Ebnat-Kappel, der die Bundesfeier organisierte. Entsprechend habe er positive wie auch negative Rückmeldungen erhalten. Er ist überzeugt, dass der Erfolg der Bundesfeier nicht vom Redner allein abhängt. Sondern vom ganzen Anlass, der auch in diesem Jahr gelungen war.

Das «Ponyreiten» auf Nando machte den Kindern grossen Spass. (Bild: Sabine Schmid)

Das «Ponyreiten» auf Nando machte den Kindern grossen Spass. (Bild: Sabine Schmid)

Patrick Zollinger zeigte sich erfreut über die grosse Teilnahme der Ebnat-Kappler an der Bundesfeier. Rund 170 Personen nahmen unter den Bäumen und Sonnenschirmen auf dem Schulhausplatz Lindenplatz und bedienten sich am reichlich gedeckten Brunchbuffet, das von den Bäuerinnen und Landfrauen bereitgestellt wurde. Nach dem Motto «Aus dem Dorf fürs Dorf» haben die Frauen eigene Produkte und solche von Ebnat-Kappler Produzenten aufgetischt.

Ferienzeit macht die Organisation schwieriger

Patrick Zollinger ist froh um die gute Zusammenarbeit mit den Bäuerinnen und Landfrauen. Es sei schwierig, in der Sommerferienzeit ein Fest wie die Bundesfeier zu organisieren. Viele seien in den Ferien und so fänden sich weniger Helferinnen und Helfer. Auch die Auswahl der Musik sei dadurch eingeschränkt. Spielte vor zwei Jahren noch die Musikgesellschaft Harmonie auf, so waren es am Mittwoch noch die beiden Trompeter Martin Looser und Martin Karrer, die den Schweizer Psalm begleiteten.

Für einen würdigen Rahmen durch Ländlermusik sorgte das Trio Tanzboden, das für sein Spiel vom Publikum grossen Applaus bekommen hat. Für Spass bei den Kindern hatten die Organisatoren ebenfalls gesorgt. Auf Initiative von Paula Looser von der Bibliothek/Ludothek Ebnat-Kappel starteten die Kinder in Gruppen zu einem Wettkampf, der Disziplinen wie «Ponyreiten» und «Kutschenfahren» beinhaltete.

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