Keine Einsprachen: Tennisclub Mosnang ist der Verlegung seines Platzes einen Schritt näher

Weil die «Krone» ausbauen will, muss der Tennisclub Mosnang umziehen. Einen Platz dafür hat er gefunden. Gegen den Teilstrassen- und den Teilzonenplan sowie den Sondernutzungsplan gingen keine Einsprachen ein. Im Herbst könnten die Arbeiten beginnen.

Timon Kobelt
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Der bestehende Tennisplatz beim Restaurant Krone muss weichen, weil das Lokal umgebaut wird.

Der bestehende Tennisplatz beim Restaurant Krone muss weichen, weil das Lokal umgebaut wird.

Bild: PD

International durchlebt der Tennissport gerade schwierige Zeiten. Die Topspieler sagen aufgrund der Coronapandemie reihenweise ihre Teilnahme an den US-Open ab. Regional jedoch, genauer in Mosnang, erreicht die Spielerinnen und Spieler, die gerne auf die gelben Filzbälle eindreschen, gute Kunde.

Zwar finden im Dorf keine Grand Slams statt, doch die Existenz des hiesigen Tennisclubs scheint gesichert. Es sind nämlich keine Einsprachen gegen das Projekt eingegangen, den Platz neu auf dem Gelände des Oberstufenzentrums hinter dem Fussballplatz anzusiedeln. Diese Fläche muss in eine Zone für öffentliche Bauten und Anlagen umgewandelt werden.

Keine Einsprachen während öffentlicher Auflage

Der bestehende Tennisplatz beim Restaurant Krone muss weichen, weil das Lokal umbaut (das «Toggenburger Tagblatt» berichtete). Damit der TC überhaupt die Chance für eine Baubewilligung und Umzonung hat, mussten ein Teilstrassen- und Teilzonenplan sowie ein Sondernutzungsplan erarbeitet werden.

TC-Präsident Ruben Schuler ist erleichtert, dass diese die öffentliche Auflage einsprachefrei überstanden haben:

«Hätte uns ein Umweltverband ins Visier genommen, hätte das wohl Lichterlöschen bedeutet.»

Zwar müsse auch der Kanton noch sein Einverständnis geben, doch bei der Vorprüfung habe dieser das Projekt für gut befunden. «Ich bin zuversichtlich, dass wir im Herbst eine Baubewilligung haben und mit ersten Arbeiten beginnen können», sagt Ruben Schuler.

Im nächsten Frühjahr soll das Projekt abgeschlossen sein

Zunächst wird der alte Platz zurückgebaut. Danach soll im Herbst die Terrassierung des Geländes am neuen Standort erfolgen. Schliesslich wird das Projekt im Frühjahr 2021 mit der Anbringung des Belags abgeschlossen werden. Während beim Rückbau und den Geländeanpassungen wohl eine Baufirma zum Zug kommt, muss für die Belagsarbeiten ein spezialisiertes Sportplatzbauunternehmen beauftragt werden.

Ruben Schuler will noch keine genauen Angaben zu den finanziellen Auswirkungen machen, sagt aber: «Wir werden nicht in einen finanziellen Engpass kommen.» Verschiedene Geldquellen wie Sport-Toto, die Gemeinde oder Sponsoren seien möglich. Natürlich würden auch Eigenmittel eingesetzt. Der Verein hofft und ist zugleich guter Dinge, dass er kein Bauland kaufen muss, sondern mittels eines Baurechtsvertrags mit der Gemeinde in der neuen Zone walten kann.

Wetterresistente Belage

Der neue Platz wird mit dem Belag Red Court versehen – optisch und im Spielverhalten wie ein Sandplatz. Doch der Red Court ist in Tat und Wahrheit ein Teppich mit Granulat und viel wetterresistenter als ein echter Sandplatz. Darin sieht Ruben Schuler den entscheidenden Vorteil: «Die Saison ist viel länger. In den vergangenen Jahren hatten wir um Weihnachten herum immer milde Temperaturen, was unsere Mitglieder zum Spielen nutzten. Das wird weiterhin möglich sein.»

Auch der Tennisclub Bütschwil habe solche Plätze angeschafft und gute Erfahrungen damit gemacht. Die Mitglieder aus Mosnang hätten während der Umbauphase die Möglichkeit, in Bütschwil zu spielen.

Sollte nun alles so laufen, wie es sich Ruben Schuler vorstellt, wäre man mit Projekt «schlank» durchgekommen. Dies sei umso erfreulicher, weil ihnen Raumplaner nur 30 Prozent Chancen für die Umzonung eingeräumt hätten. Der Präsident bedankt sich bei seinen Vorstandskollegen: «Es ist zwar meistens mein Bild in der Zeitung, aber wir ergänzen uns als Team super. Alle sind auf einem anderen Gebiet top.»

Standort bei der Schule «ist ideal»

Der Standort bei der Schule ist gemäss Schuler ideal: «Er ist zentral und es hat ein WC in der Nähe, was auch praktisch ist. Zudem kann die Schule den Platz auch einmal für den Sportunterricht nutzen. Das ist aus unserer Sicht wünschenswert, schliesslich stehen wir auf öffentlichem Boden und wollen auch etwas zurückgeben.»

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