Kein Verzicht auf die Künstler der Jazztage Lichtensteig

Die Mitglieder des Organisationskomitees der Jazztage Lichtensteig und deren Partner sassen kürzlich beisammen. Ein bisschen jammern tun sie, da die Veranstaltung aufgrund der Pandemie nicht stattfinden kann, aber sie freuen sich auf 2021. Viele Künstler haben schon für das kommende Jahr gebucht worden können.

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Das OK der diesjährigen und nächsten Jazztage: Geni Scherrer, Doris Wuffli, Yannic Krüsi, Alex Modesti, Annatina Meyer, Hampi Wehrli, Susanne Weber, Raphael Gygax, Nadine Wirz, Dino Kleger, Daniel Blatter, Urs Castelberg und Lukas Weber.

Das OK der diesjährigen und nächsten Jazztage: Geni Scherrer, Doris Wuffli, Yannic Krüsi, Alex Modesti, Annatina Meyer, Hampi Wehrli, Susanne Weber, Raphael Gygax, Nadine Wirz, Dino Kleger, Daniel Blatter, Urs Castelberg und Lukas Weber.

PD

(pd/lis) In der Regel gehört der letzte Sonntag vor den Jazztagen dem Organisationskomitee und man trifft sich zur letzten OK-Sitzung vor den drei schönsten Tagen in Lichtensteig. Die Abschlussbesprechung beinhaltet meist die Klärung von Vergessenem oder eine Feinabstimmung aller Ressorts.

Der Blick in die Wetterprognosen hätte dem OK in diesem Jahr in die Karten gespielt. Bei schönstem Wetter hätte rund 170 Stunden nach dem Treffen im «Pfauen» das OK auf erfolgreiche Jazztage zurückgeblickt. Es wäre heiss geworden an den Jazztagen 2020 und dies nicht nur wegen den 30 Grad, sondern auch wegen dem Musikprogramm.

Wiederum konnten die Verantwortlichen namhafte Bands aus dem Inland für die Jazztage 2020 gewinnen. Bastian Baker hätte am Freitagabend und Stress am Samstagabend den Festivalgängern in der Hauptgasse von Lichtensteig so richtig eingeheizt.

Wenn das Wörtchen «hätte» nicht wäre

Aber auch diverse andere Künstler wie Adrian Stern, Marius Baer, Traktorkestar, B.B. & The Blues Shacks oder Swamp hätten die alten Stadtmauern wieder einmal mehr zu einer Hochburg der musikalischen Künste verwandelt.

Die Gassen und die Plätze vor den Bühnen wären wieder sehr gut besucht gewesen und die Stimmung und Atmosphäre wieder einzigartig. Dafür hätten das OK und die Helfer alle Hände voll zu tun gehabt. Eine Woche vor den Jazztagen würde der Aufbau beginnen. Man hätte Kisten geschleppt, Zeltstangen verteilt, Stromkabel verlegt, Kühlschränke befüllt, Abfalleimer platziert, Bühnen eingerichtet und Backstage-Bereiche erstellt.

Am Sonntag wären dann die Helfer und das OK vor Beginn der Matinee damit beschäftigt, die Spuren der letzten zwei Festivaltage zu beseitigen. So wäre es gewesen, wenn das Coronavirus nicht aufgetaucht wäre. Am vergangenen Sonntag kam bei den OK-Mitgliedern die Wehmut auf, welche je näher der 7. August rückt, grösser wird. Sie lassen verlauten:

«Es tut schon sehr weh, wenn man sich vorstellt, dass es in wenigen Tagen losgegangen wäre.»

Die Hoffnung liegt nun bei den Verantwortlichen für das nächste Jahr. Viele Künstler konnten bereits wieder für 2021 gebucht werden. Auch überlegt sich das OK, im nächsten Jahr etwas Spezielles zu machen, so dass die kommende Ausgabe der Jazztage Lichtensteig auch als Dank an die Treue der Sponsoren, Besucher und Helfer wahrgenommen wird. Der Vorverkauf für 2021 wird voraussichtlich im Herbst beginnen.

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Sascha Erni