Derby der 2. Liga Interregional zwischen Bazenheid und Wil 2 geht ohne Sieger aus – die Torhüter retten für ihre Teams jeweils einen Punkt

Der FC Bazenheid und der Wiler Nachwuchs trennen sich in einem chancenreichen Spiel leistungsgerecht 1:1. Beide Trainer können mit dem Resultat leben.

Beat Lanzendorfer
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Kein Sieger im Derby zwischen Bazenheid und Wil 2. Das 1:1 geht allerdings aufgrund des Gesehenen in Ordnung.

Kein Sieger im Derby zwischen Bazenheid und Wil 2. Das 1:1 geht allerdings aufgrund des Gesehenen in Ordnung.

Bild: Benjamin Manser

Testspiele haben ohne Zweifel ihre Daseinsberechtigung – mit Ernstkämpfen sind sie aber nicht vergleichbar. Diese Erkenntnis kam am Samstag beim Derby zwischen Bazenheid und Wil deutlich zum Vorschein.

Hatten die Einheimischen vor 18 Tagen im Finale des Bazenheider Cups Wil beim 7:1 eine vermeintliche Lehrstunde erteilt, war es am Samstag ein Spiel auf Augenhöhe. Mit dem 1:1 am Ende konnten beide leben.

Das schelmische Lachen des Gästetrainers

Fabinho, der Trainer des Gastteams, konnte sich ein Lächeln auf die Frage, ob heute die gleichen Spieler wie vor zweieinhalb Wochen auf dem Platz standen, nicht verkneifen: «Bis auf zwei drei Akteure habe ich die gleichen Spieler auf das Feld geschickt. Am 5. August waren wir allerdings noch mitten in der Vorbereitung und hatten weniger Trainings in den Beinen. Heute hingegen waren wir bereit.»

Mit dem Unentschieden konnte er genauso leben wie Raffael Spescha, der Verantwortliche des Gegners: «Wir sind in der Offensive aber einfach zu wenig kaltschnäuzig.»

Spescha trauerte den vielen Chancen nach, welche sich seine Spieler in erster Linie nach dem Seitenwechsel erarbeiteten. Dabei vergass er allerdings nicht, dass sie auch das Glück in Anspruch nehmen mussten. Für einen letzten Aufreger sorgte nach 92 Minuten Fetaj, der seinem Abschlussversuch am Pfosten abprallen sah.

Dass im Verlaufe der neunzig Minuten lediglich zwei Tore fielen, lag auch an den starken Vorstellungen beider Torhüter. Sowohl Gähwiler in den Reihen der Bazenheider, als auch Abubakar trieben die Stürmer mit mehreren Glanzparaden zur Verzweiflung.

Beide Teams streben in der Schlussphase den Sieg an

Anhand der Möglichkeiten hätte die Auftaktpartie zur Saison 2020/21 nämlich durchaus 3:3 oder 4:4 enden können. Dabei sah im ersten Abschnitt noch nicht so aus. Es war ein gegenseitiges Abtasten, bei dem sich die Teams mehrheitlich neutralisierten.

Eine der wenigen vielversprechenden Aktionen führte dann auch gleich zur Bazenheider Führung. Über mehrere Stationen gelangte der Ball zu Elvis Musaj, der aus rund 16 Metern herrlich zum 1:0 abschloss. Ein ähnlicher Geniestreich war der Ausgleich von Abazi. Auch er traf nach einer gekonnten Ballstafette.

Zu jenem Zeitpunkt waren 67 Minuten gespielt. Den rund 350 Besuchern war dabei noch nicht bewusst, dass dies der Auftakt einer turbulenten Schlussphase mit unzähligen Möglichkeiten auf beiden Seiten war.

War das Spiel davor von vielen taktischen Zwängen geprägt, suchten beide Formationen nun konsequent den Siegtreffer, welcher letztlich aber nicht gelang.

Hier ist das Matchtelegramm zu finden.