Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Kantonsschule Wattwil: Zweitklässler lernen gesunden Umgang mit dem Internet

Im Rahmen des Gesundheitstages lernten die zweiten Klassen der Kantonsschule Wattwil über die Gefahren und die gesetzlichen Aspekte des Internets.
Michael Hehli
Jugendliche verbringen viel Zeit im Internet. Damit steigt auch die Gefahr, sich ungewollt strafbar zu machen. (Bild: Urs Bucher)

Jugendliche verbringen viel Zeit im Internet. Damit steigt auch die Gefahr, sich ungewollt strafbar zu machen. (Bild: Urs Bucher)

Donat Ledergerber ist zu 100 Prozent gesund. Das sagt ihm zumindest seine Gesundheitsapp. Er raucht seit 30 Jahren nicht mehr, isst wenig Süsses und trinkt nur mässig Alkohol.

Der Generalsekretär des Gesundheitsdepartements St.Gallen reiste am Dienstag nach Wattwil, um die Schülerinnen und Schüler der ersten bis dritten Klassen des Gymnasiums und der Fachmittelschule der Kantonsschule Wattwil in der evangelischen Kirche zum Gesundheitstag zu empfangen. Gewisse Grundkenntnisse zum Thema Gesundheit seien notwendig, um gesund zu bleiben, erklärte er.

Was ist im Netz erlaubt?

Der Gesundheitstag ist ein Anlass mit dem Ziel, die Jugendlichen für die Themen der Gesundheitsvorsorge und Suchtproblematik zu sensibilisieren. Ausserdem sollen aktuelle Informationen zu Ernährung, Körperbewusstsein, digitalen Medien, Risikoverhalten und Sucht weitergegeben werden. Die drei Jahrgänge absolvierten verschiedene Programme mit unterschiedlichen Themen. Für die zweiten Klassen ging es mit einem Plenumsreferat zum Thema digitale Medien weiter. Dieses wurde von Stefan Caduff und Katrin Andres von der Sapia GmbH für Medienbildung gehalten.

Stefan Caduff von der Sapia GmbH

Stefan Caduff von der Sapia GmbH

Katrin Andres von der Sapia GmbH

Katrin Andres von der Sapia GmbH

Um darüber zu informieren, was im Netz alles erlaubt ist und was nicht, stellten sie den Schülerinnen und Schülern Quizfragen zu der Legalität verschiedener Handlungen. So wurde zum Beispiel gefragt, ob es legal sei, Kinofilme gratis online zu schauen, oder in einem privaten Chat über jemanden zu lästern.

Caduff merkte noch an, dass die Gerichte überlastet seien, da viele Antragsdelikte im Netz wie beispielsweise Beleidigung zur Anzeige gebracht würden. Er riet den Jugendlichen dazu, vor einer Anzeige das Gespräch zu suchen, um den Konflikt von Angesicht zu Angesicht zu lösen und möglichen Missverständnissen vorzubeugen.

Wegen eines Emojis vor Gericht

Einer der Workshops der zweiten Klassen trug den Titel «Grenzen im Netz» und wurde von Sabrina Bhend vom Jugenddienst der Kantonspolizei St.Gallen durchgeführt. Es ging darum, den Schülerinnen und Schülern die strafrechtlichen Aspekte im Internet näherzubringen. Sie lernten unter anderem, dass im Extremfall bereits ein Mittelfinger-Emoji für ein Gerichtsverfahren wegen Beleidigung reichen könnte. Dies müsste allerdings zur Anzeige gebracht werden.

Anders verhält es sich bei Offizialdelikten. Diese muss die Polizei verfolgen, ob eine Anzeige vorliegt oder nicht. Ein Beispiel dazu ist Kinderpornografie. Bei Minderjährigen fallen erotische Nacktaufnahmen unter das Kinderpornografiegesetz, wobei über 16-Jährige unter Umständen straffrei ausgehen können. Beim Verschicken solcher Aufnahmen, «Sexting», besteht folglich die Gefahr, sich strafbar zu machen. Ausserdem können sich die Aufnahmen beispielsweise nach einer Trennung unkontrolliert verbreiten oder als Druckmittel verwendet werden.

Für diesen und ähnliche Notfälle gab Bhend den Anwesenden Tipps zum richtigen Verhalten: Nachrichten des Täters ignorieren und zur Beweissicherung nicht löschen, Anzeige einreichen und im Falle einer ungewollten Verbreitung von Fotos bei Internetplattformen wie Facebook die Löschung beantragen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.