Kantonsschule Wattwil zeichnet beste Abschlussarbeiten aus

Sechs Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Wattwil erhielten einen Preis für die beste selbstständige Arbeit oder Maturaarbeit.

Anne-Sophie Walt
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Den sechs Preisträgerinnen und Preisträgern wird das Geschenk für die beste Arbeit überreicht. (Bild: Anne-Sophie Walt)

Den sechs Preisträgerinnen und Preisträgern wird das Geschenk für die beste Arbeit überreicht. (Bild: Anne-Sophie Walt)

Am vergangenen Mittwoch fand an der Kantonsschule Wattwil die Prämierungsfeier der besten Maturaarbeiten des Gymnasiums sowie der selbstständigen Arbeiten der Fachmittelschule statt. Der Anlass wurde in der Aula abgehalten und die Plätze waren gut besetzt von stolzen Verwandten, Freunden und Lehrpersonen. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Kantiband Fusion Blue, die insgesamt vier bekannte Titel auf hohem Niveau spielte.

Der Prorektor Johanns Horschik begrüsste das Publikum und die Preisträgerinnen und Preisträger mit einer berührenden Rede, in der es um essenzielle gesellschaftliche Fragen und die Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie ging. Er beschrieb den Wandel, den die Schülerinnen und Schüler in der letzten Zeit in Bezug auf ihre Interessen und somit ihre Abschlussarbeiten durchlaufen sind, und unterstrich damit seine Freude, dass junge Menschen trotz scheinbar guten Zeiten gesellschaftskritisch denken und die Welt mit Ihren Fragen und Handlungen zu einem besseren Ort machen wollen.

Sechs Arbeiten aus sechs Bereichen

Noemi Manhart erhielt den Preis für die beste selbstständige Arbeit. Die junge Frau schrieb und gestaltete ein Bilderbuch zum Thema «Optimismus und Pessimismus» für Kinder im Vorschulalter. Das Ziel ihrer Arbeit war es, der Tugend auf die Sprünge zu helfen und durch die präzise Wiedergabe der Wirklichkeit eine eigene, reife Erfahrung zu machen. Die wunderschön gestalteten Bilder werden jeweils von einem Text begleitet. Jene, die farbenprächtig und hell sind, unterstreichen den Optimismus und jene, die für ein pessimistisches Denken stehen, sind in dunklen Farben gestaltet und wirken teils fast Angst einflössend.

Die Kantiband Fusion Blue spielt das Lied «If I Ain’t Got You» von Alicia Keys. (Bild: Anne-Sophie Walt)

Die Kantiband Fusion Blue spielt das Lied «If I Ain’t Got You» von Alicia Keys. (Bild: Anne-Sophie Walt)

Fünf Maturandinnen und Maturanden wurden mit dem Preis für die besten Maturaarbeiten ausgezeichnet. Anna Bleiker, die ein zweisprachiges Kindersachbuch gestaltet hat, hielt ihre Präsentation, zur Überraschung des Publikums, auf Spanisch und unterstrich somit ihre Begeisterung und ihr Talent für die Fremdsprache. Einwandfrei und professionell berichtete sie davon, wie Primarschulkinder mit Hilfe ihres Buches über das Thema Schokolade auf Deutsch und Spanisch erstmals an die romanische Sprache herangeführt werden können.

Breites Spektrum an Arbeiten vertreten

Eine weitere musische Arbeit ist jene von Katharina Böck. Sie komponierte auf der Grundlage des jüdisches Trauergebets Kaddish Yatom Arrangements für ein Streichquartett, eine Orgel sowie eine Sprecherrolle. Ihre Erkenntnisse über das Judentum liess sie in ihre Kompositionen einfliessen. Durch das Befassen mit dem Judentum und der Musik hat sich für die Schülerin die persönliche Weltansicht verändert. Für Böck war dies die erste wesentliche Komposition, dank der sie ihre handwerklichen Kenntnisse vertiefen konnte.

Allen sechs Preisträgerinnen und Preisträgern wurde am Schluss der Feier ein Preis verliehen. Dieser wurde im Zeichen der Anerkennung für die präzisen, selbstständigen und qualitativ hochwertigen Abschlussarbeiten überreicht. Im Anschluss traf man sich im Foyer auf einen Apéro. An diesem Abend war ein breites Spektrum an kreativen und wissenschaftlichen Arbeiten vertreten. Die originellen Kurzpräsentationen der Lernenden waren bemerkenswert und liessen das Publikum staunen.