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Kanton will mehrere Toggenburger Strassen sanieren

Im 17. Strassenbauprogramm des Kantons St.Gallen wird das Toggenburg mit verschiedenen Projekten in fast allen Gemeinden berücksichtigt. Die teuersten sind die Umfahrungen von Bütschwil und Wattwil.
Martin Knoepfel
Zwischen der Passhöhe und Brunnadern ist die Wasserfluh-Strasse an verschiedenen Stellen sehr holprig. (Bild: Martin Knoepfel (28. August 2015))

Zwischen der Passhöhe und Brunnadern ist die Wasserfluh-Strasse an verschiedenen Stellen sehr holprig. (Bild: Martin Knoepfel (28. August 2015))

«Das Toggenburg kommt insgesamt nicht schlecht weg», sagt Daniel Blatter, Geschäftsführer der Region Toggenburg. Das «Toggenburger Tagblatt» fragte ihn nach seiner Beurteilung des 17. kantonalen Strassenbauprogramms.

Alle vier Jahre ein Strassenbauprogramm

Der Kantonsrat behandelt alle vier Jahre ein Strassenbauprogramm. Im 17. Strassenbauprogramm für die Jahre 2019 bis 2023 finden sich einige Projekte aus dem Toggenburg. Die Kosten des 17. Strassenbauprogramms werden auf gut eine halbe Milliarde Franken geschätzt. Die A-Projekte haben die höchste Priorität. Auf sie entfallen Kosten von 386 Millionen Franken, von denen 304 Millionen aus der kantonalen Kasse bezahlt werden.

65 Millionen Franken sollen vom Bund und von den Gemeinden kommen, der Rest von Dritten. Das 17. Strassenbauprogramm muss noch vom Kantonsrat genehmigt werden. Der Hauptartikel beschränkt sich weitgehend auf Projekte mit Kosten von über einer Million Franken. Daneben budgetiert der Kanton noch Unterhaltsarbeiten für 330 Millionen Franken, die aber keine Projekte erfordern. (mkn)

Aus der Sicht der Region Toggenburg sollte das 17. Strassenbauprogramm aber in zwei Punkten ergänzt werden. So sollte die Gesamtsanierung der Wasserfluhstrasse zwischen Lichtensteig und Neckertal Eingang ins Programm finden. Daniel Blatter hofft, dass sich die Toggenburger Kantonsräte dafür starkmachen werden.

«Die Wasserfluh ist eine überregionale Verbindung»

Reichen ihm die fünf Millionen Franken, die im 17. Strassenbauprogramm für den Abschnitt Wasserfluh-Burg in Lichtensteig vorgesehen sind, nicht? «Dieses Projekt dient vor allem dem Schutz des Grundwassers», sagt Daniel Blatter. «Schlimm ist der Zustand der Strasse von der Passhöhe der Wasserfluh hinab ins Neckertal. Man bekommt Kopfschmerzen», sagt Daniel Blatter und spielt auf den holprigen Belag an. Die Wasserfluhstrasse sei die wichtigste Verbindung vom Thur- ins Neckertal und eine überregionale Verbindung vom Raum Rapperswil nach St. Gallen, betont er.

Daneben hat die Region Toggenburg ein weiteres Anliegen, das sie zusammen mit der Region Zürichsee-Linth verfolgt: Eine Machbarkeitsstudie für die Rickenstrasse zwischen der Brendi in Wattwil und Neuhaus. Daniel Blatter erwartet auf der Rickenstrasse deutlich mehr Verkehr, wenn die Umfahrungen Bütschwil und Wattwil (2. Etappe) fertig sind. Der Ricken sei dann die beste Verbindung zwischen der Region Wil und dem Raum Rapperswil-Hinwil, wo es zahlreiche grössere Firmen gebe, sagt er.

Zweite Etappe der Umfahrung Wattwil ist verspätet

Noch in diesem Jahr erfolgt der feierliche Spatenstich für die zweite Etappe der Umfahrung Wattwil. Vorarbeiten laufen. Die Umfahrung kommt mit einem Preisschild von 90 Millionen Franken daher. Ursprünglich sollte sie im Jahr 2020 eröffnet werden. Das bezeichnet das Tiefbauamt wegen der Verzögerungen durch Rekurse als unrealistisch.

In Wattwil soll daneben die Krinauerstrasse im Teilstück Vogelsang-Gurtberg für 2,1 Millionen Franken saniert werden. Für die Verbesserung des Langsamverkehrs auf der Ebnaterstrasse sowie für die Sanierung der Strasse sind 3,7 Millionen Franken vorgesehen. Die Gemeinde muss davon aber 1,3 Millionen übernehmen. Zudem laufen hier noch Rechtsmittelverfahren.

Flankierende Massnahmen nach der Eröffnung

Für die Umfahrung Bütschwil sind im 17. Strassenbauprogramm noch 30 Millionen Franken budgetiert. Sie soll 2020 dem Verkehr übergeben werden. Unter den geplanten Bauvorhaben in der Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil sind zudem flankierende Massnahmen an der Ottilien-, an der Wiler- und an der Landstrasse in Bütschwil aufgeführt. Die Kosten dürften rund 5,56 Millionen Franken betragen. Ein Baubeginn ist erst möglich, wenn die Umfahrung eröffnet ist.

In Dietfurt soll die Oberhelfenschwilerstrasse für 1,7 Millionen Franken ausgebaut werden. 700000 Franken sind für die Projektierung der Gesamtsanierung der Umfahrung Ebnat-Kappel vorgesehen.

In Kirchberg soll die Stelzstrasse im Bereich der Wiler- und der Fürstenlandstrasse für zusammen 2,4 Millionen Franken verlegt werden. Die Sanierung der Murgstrasse von Mühlrüti bis Bennenmoos dürfte 2,8 Millionen Franken kosten. In Neckertal sollen zudem 3,5 Millionen Franken für den Fuss- und Radweg Furt Neckerbrücke-Chrützweg investiert werden.

1,25 Millionen Franken für den Wildhauser Dorfplatz

3,6 Millionen Franken soll die neue Brücke Luteren in Ennetbühl (Nesslau) kosten. Für den Umbau des Dorfplatzes in Wildhaus sind 1,25 Millionen Franken vorgesehen. Die Gemeinde soll 440000 Franken beisteuern.

Kantonale Strassenbauprogramme enthalten mehrere Ersatzprojekte. Diese werden realisiert, wenn ein Bauvorhaben der ersten Priorität sich verzögert, zum Beispiel durch Einsprachen. Eines der Ersatzprojekte im 17. Strassenbauprogramm ist Sanierung der Kantonsstrasse Wil-Wattwil zwischen Stelz und Cholberg bei Bazenheid. Kosten werden auf 2,1 Millionen Franken geschätzt. In Mosnang und in Neckertal findet man zwei weitere Ersatzprojekte, die mit je fünf Millionen Franken budgetiert sind. Es sind die Strassen von Reservoir Chillberg über Hulftegg bis Ruehalden (Mosnang) und von Hoffeld nach Böschenbach (Neckertal). Ein Ersatzprojekt für fünf Millionen Franken umfasst die Schwägalpstrasse (Nesslau) bis zur Passhöhe. Unter den Ersatzprojekten in Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann findet man den Vollausbau und Sanierung der Strasse zwischen Steinbruch Burg und Starkenbach. Alle Kostenangaben sind Schätzungen.

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