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Kanton verkauft «Neckermühle» nicht

Regierungsrat Fredy Fässler verspricht sich viel vom neu strukturierten Asylverfahren. Der Kanton behält die Kollektivunterkunft Neckermühle dennoch.
Martin Knoepfel
Ein Blick in die Küche der «Neckermühle», als diese noch ein Zentrum für Asylsuchende war. (Bild: Urs Bucher, 2. Juli 2015)

Ein Blick in die Küche der «Neckermühle», als diese noch ein Zentrum für Asylsuchende war. (Bild: Urs Bucher, 2. Juli 2015)

Am 1. März werde das neu strukturierte Asylverfahren eingeführt. Das sagte Regierungsrat Fredy Fässler an der Medienkonferenz der Regierung vom Dienstag in St.Gallen. Die langen Asylverfahren seien für die Asylbewerber und für die Schweiz unbefriedigend. Zwei Drittel der Asylverfahren sollen laut Fredy Fässler neu in 100 Tagen abgeschlossen werden. Das sei möglich, wie ein Versuch in Zürich gezeigt habe.

Es würden zudem weniger Rechtsmittel ergriffen als vorher, sagte Fredy Fässler. Es zeige sich auch, dass viele Asylbewerber abreisten, wenn sie merkten, dass ihr Gesuch keine Chance habe. Das neue Verfahren werde für alle weniger kosten, sagte der Regierungsrat. Man könne zudem früher mit der Integration beginnen.

Für Asylbewerber im erweiterten Verfahren ist der Kanton zuständig

Die übrigen Asylbewerber kämen in ein erweitertes Verfahren. Für diese Personen blieben die Kantone zuständig. Diese Asylbewerber würden weiterhin in Kollektivunterkünften untergebracht, im Kanton in Amden, Eggersriet und Oberbüren, sagte Fredy Fässler. Der Kanton sei neu auch für Personen zuständig, die Nothilfe bekommen. Sie würden in Vilters untergebracht.

Die Neckermühle in Necker ist momentan geschlossen. Der Kanton will das Objekt aber nicht verkaufen, wie Fredy Fässler bestätigte. Man wisse nicht, wie sich die Zahl der Asylbewerber entwickle. Die Neckermühle könne innert Wochen wieder als Zentrum für Asylbewerber in Betrieb genommen werden. Wegen der Einsprachen würde der gleiche Prozess bei einem neuen Objekt bis zu zwei Jahre dauern. Abgesehen davon werde das Zentrum Landegg in Eggersriet, das der Kanton jetzt für Asylbewerber nutzt, 2021 geschlossen. Das habe man seinerzeit der Bevölkerung versprochen, sagte Fredy Fässler.

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