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Kanti Wattwil: Politik hautnah miterleben und selbst mitdiskutieren

Nicht in allen Punkten waren sich die eingeladenen Politiker in der Aula der Kanti Wattwil einig – bezüglich «Liebe ist Liebe» waren jedoch alle auf einer Wellenlänge.
Julia Engel
An der Kanti Wattwil wurde rege diskutiert. (Bild: Julia Engel)

An der Kanti Wattwil wurde rege diskutiert. (Bild: Julia Engel)

Rund hundert Schüler füllten am Montag die Aula der Kanti Wattwil. Im Hinblick auf den Wahlherbst organisierte die Gruppe «discuss it» eine Podiumsdiskussion zu aktuellen Themen, welche die Schüler selbst ausgewählt hatten. «Politik geht uns alle etwas an» lautet der Slogan der Gruppe, die es sich zum Ziel gesetzt hat, das Interesse Jugendlicher für die Politik zu fördern. Fünf Politikerinnen und Politiker waren diesmal anwesend: Eva Noger (Grüne), Arber Bullakaj (SP), Sandro Morelli (CVP), Noah Menzi (Jungfreisinnige) und Sabina Revoli (SVP).

Aktive Beteiligung auf Politiker- und Schülerseite

Gleich zu Beginn wurde das brandheisse Thema Klima thematisiert. Die Meinungen zu den Klimastreiks sahen dabei sehr unterschiedlich aus. Sabina Revoli stellte in Frage, wieso die Jugendlichen am Wochenende nicht streiken. Daraufhin korrigierte ein Schüler Revoli, sie streikten genauso oft am Samstag wie am Freitag. Eva Noger und Arber Bullakaj verteidigten die Klimastreikenden, denn Streiken sei ein politisches Recht. Noah Menzi wiederum kritisierte die Forderung nach der Ausrufung des Klimanotstands in verschiedenen Orten, dann müsse man auch den AHV- und Spitalnotstand ausrufen. Auch Sandro Morelli unterstützte die Klimastreikenden. Er befand, man sei auf einem guten Weg, müsse aber die Schrauben noch anziehen.

Danach widmete man sich dem Thema Gleichberechtigung, bezüglich der Geschlechter, sowie Homosexuellen. In Bezug auf das Rentenalter 65 für alle meinte Menzi: «Gleiche Rechte haben gleiche Pflichten zur Folge», und schlug das Rentenalter 66 für beide Geschlechter vor. Um die unerklärlichen Lohndifferenzen zu bekämpfen, fordert Noger Transparenz bei Unternehmen. Lohntransparenz und Gleichheit sei Revoli gewohnt, deshalb käme es ihr nicht in den Sinn, an einen Frauenstreik zu gehen. Einen Vaterschaftsurlaub fände Morelli gut, denn momentan bekäme man von Gesetzes wegen bei Geburt eines Kindes nur gerade gleich lange frei, wie wenn man umziehe oder einen Todesfall in der nahen Verwandtschaft zu beklagen habe.

Wahlaufruf des Moderators

In puncto «Ehe für alle» waren sich alle Parteien einig: «Liebe ist Liebe», betonte Morelli. Bullakaj war klar seiner Meinung und ergänzte, die gesetzliche Verankerung gleicher Rechte sowie die Thematisierung unterschiedlicher Menschen in den Medien sei wichtig.

In der Folge diskutierten die Teilnehmer das Thema Digitalisierung, was auch bei den Schülerinnen und Schülern einige Fragen hervorrief. Damit könnte der abschliessende Aufruf des Moderators durchaus auf fruchtbaren Boden stossen. «Geht wählen!», forderte er die Schüler auf.

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