Die Kandidatin mit Heimvorteil im Neckertal

Am Dienstagabend besuchte die Ständeratskandidatin Susanne Vincenz-Stauffacher eine Podiumsveranstaltung der FDP Neckertal. Dabei erzählte sie, warum dieser Auftritt für sie quasi ein Heimspiel ist.

Sabine Camedda
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Susanne Vincenz-Stauffacher. (Bild: Sabine Camedda)

Susanne Vincenz-Stauffacher. (Bild: Sabine Camedda)

Susanne Vincenz-Stauffacher ist emsig daran, ihr Bekanntheitsmanko wettzumachen. Gleich zu Beginn ihrer Vorstellung erwähnte die FDP-Kandidatin für den St. Galler Ständeratssitz, dass ihr Vater in Dicken aufgewachsen und ihr das Neckertal somit nicht fremd sei.

Für sie als Rechtsanwältin mit eigener Kanzlei ist Unabhängigkeit sehr wichtig. Ebenfalls hat sie geprägt, dass sie viel ehrenamtliche Tätigkeiten ausgeführt hat, beispielsweise als Präsidentin der Frauenzentrale. Seit 2018 politisiert Susanne Vincenz-Stauffacher im Kantonsparlament. Die Kombination von Nähe bei der Wirtschaft und bei den Menschen mache sie aus, betonte die zweifache Mutter.

«Im Ständerat wird nach Lösungen gesucht»

Die Kandidatin ist überzeugt, dass ihr die Arbeit im Ständerat entsprechen würde. Dort werde nach Lösungen gesucht. Als Beispiel dafür führte sie das Scheitern des CO2-Gesetzes im Nationalrat an. Sie verstehe den Aufruhr, den dies zur Folge gehabt habe. «Nun kann der Ständerat eine wirtschaftsverträgliche Lösung suchen», sagte Susanne Vincenz-Stauffacher.

Sie steht ein für eine gesunde Wirtschaft. Dabei sei eine gute Beziehung zur EU wichtig, ohne dass die Schweiz ihre Eigenständigkeit aufgeben müsse. Nicht zuletzt würde die Kandidatin gerne neue Impulse bei der Sicherung der Altersvorsorge bringen. Susanne Vincenz-Stauffacher betonte schliesslich, dass es ihr bei ihrer Kandidatur auch um die Frauenfrage geht. Würden alle Ständerätinnen, die nicht mehr antreten, durch Männer ersetzt, wäre gerade noch eine Frau im Rat, die mehr als die Hälfte der Bevölkerung repräsentieren müsste.