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Kampf um das Spital Wattwil: 6000 haben die Petition unterschrieben

Der Förderverein Regionalspital Toggenburg Wattwil hat die Petition zum Erhalt des Spitals bei der Staatskanzlei des Kantons St.Gallen eingereicht. Er findet, mit einer angemessenen Positionierung könne das Spital neue Chancen nutzen.
Die Zukunft des Spitals Wattwil ist offen – in der Bevölkerung kommt Widerstand auf. (Bild: Mareycke Frehner)

Die Zukunft des Spitals Wattwil ist offen – in der Bevölkerung kommt Widerstand auf. (Bild: Mareycke Frehner)

Das Spital Wattwil soll als Haus mit Notfall- und stationärer medizinischer Versorgung in der kantonalen Spitalstrategie verankert bleiben. Das fordert der «Förderverein Regionalspital Toggenburg Wattwil» in der Petition «Pro Spital Wattwil». 6000 Personen haben unterschrieben. Der Verein hat die Petition nun eingereicht. Das teilte er am Montag mit. Darin heisst es weiter:

«Die regionalen Akteure stehen für den weiteren Betrieb des Spitals ein.»

Das Unverständnis darüber, dass die für den neuen Bettentrakt investierten über 50 Millionen Franken durch die Strategie des Verwaltungsrates der Spitalverbunde vernichtet würden, sei gross, heisst es weiter.

Bei den Bevölkerungsgesprächen habe der Lenkungsausschuss von einem ergebnisoffenen Prozess gesprochen. Im Widerspruch dazu würden die im Grobkonzept des Verwaltungsrates erwähnten Spitäler als «gesetzt» bezeichnet, heisst es. Aussagen in Zusammenhang mit dem Jahresabschluss der Spitalverbunde deuteten auf weitere Massnahmen in Wattwil hin, um Fakten zu schaffen. Engpässe würden konstruiert, damit die Behandlungen in Wil erfolgen, fürchtet der Förderverein.

«Baustopp schafft vollendete Tatsachen»

Alois Gunzenreiner, Präsident des Fördervereins. (Bild: Archiv)

Alois Gunzenreiner, Präsident des Fördervereins. (Bild: Archiv)

Der Baustopp blockiere die Umsetzung der Integrierten hausärztlichen Notfallpraxis (INP) am Spital Wattwil. Dies, obwohl die INP zentral sei für die Grund- und Notfallversorgung in Kooperation mit den Hausärztinnen und Hausärzten und obwohl sie in allen bekannten Konzepten zur Spitalstrategie vorgesehen ist. «Für die Leute hier ist klar: Der Baustopp schafft vollendete Tatsachen», sagt Alois Gunzenreiner, Präsident des Fördervereins Regionalspital Wattwil. «Umso wichtiger ist das kräftige Zeichen der 6000 Personen, welche die Petition unterschrieben haben. Entscheidend ist, dass die Grund- und Notfallversorgung im Toggenburg gewährleistet bleibt. Bei der Schliessung des Spitals Wattwil wäre sie akut gefährdet», sagt Alois Gunzenreiner.

«Zugleich geht es um den grössten Arbeitgeber mit 250 Ausbildungs- und Arbeitsplätzen.»

Der Förderverein erwartet, dass der Baustopp rasch aufgehoben und die INP realisiert wird. «Wird die Spitalversorgung in funktionalen Räumen und kantonsübergreifend angeschaut, sind alle Regionen mehrfach an Spitäler angebunden – mit Ausnahme des Toggenburgs», sagt Alois Gunzenreiner. Der Förderverein ist überzeugt, dass für den Betrieb des Spitals Wattwil zukunftsgerichtete, langfristig funktionierende Varianten von Leistungen und Organisationsformen möglich sind, wenn der Blick über die Grenzen von Spitalregionen und Kanton geöffnet wird und die Spitäler flexibel zusammenarbeiten dürfen.

«Wir erwarten, dass solche Varianten erarbeitet werden. Mit einer angemessenen Positionierung könnte das Spital neue Chancen nutzen. Umso wichtiger sind die INP und eine rasche Aufhebung des Baustopps», sagt Alois Gunzenreiner. Er betont, dass die wohnortnahe Versorgung die Grundlage bildet für die Volksentscheide von 2014 für die Erneuerung und Erweiterung des Spitals Wattwil. Die Petition ist mit Argumenten, Unterlagen und Aussagen von Vertretern weiterer Organisationen aufgeschaltet auf www.pro-spital.ch. (pd/mkn)

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