Kaffee und Kuchen statt Laptops: Im Wattwiler Interdiscount zieht bald ein Café ein

Das Zentrum soll ab Herbst ein neues Gastroangebot erhalten. Im Interdiscount zieht ein Café ein. Die Öffnungszeiten werden sich jenen der Läden anpassen.

Ruben Schönenberger
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Daniel und Madlen Kamber unterzeichnen den Mietvertrag für das baldige Café bei Vermieter Matthias Gmünder (Mitte). (Bild: Ruben Schönenberger)

Daniel und Madlen Kamber unterzeichnen den Mietvertrag für das baldige Café bei Vermieter Matthias Gmünder (Mitte). (Bild: Ruben Schönenberger)

Noch kann man an der Bahnhofstrasse 7 in Wattwil Elektronikgeräte kaufen. Doch schon im Juni wird der Interdiscount einige Häuser weiterziehen und im ehemaligen Vögele-Ladenlokal eine neue Heimat finden. Für die dann frei werdenden Räumlichkeiten ist bereits eine Lösung gefunden. Schon im Herbst soll ein Café eröffnet werden.

Das neue Lokal wird den Namen Madlen’s Cafe tragen und damit nach Madlen Kamber benannt sein, die als Geschäftsführerin amten wird. Sie hat zusammen mit ihrem Mann Daniel, Präsident des Handwerker- und Gewerbevereins Wattwil, vor wenigen Wochen eine Aktiengesellschaft gegründet.

«Sehen uns nicht als Konkurrenz»

Die Pläne des Ehepaars sehen vor, die Öffnungszeiten des Cafés jenen der Läden anzugleichen. Unter der Woche wird das Café von 7 bis 18.30 Uhr geöffnet sein, am Samstag von 8 bis 17 Uhr. Neben frischen Gipfeli und Kaffee am Morgen und Patisserie tagsüber, möchten die Betreiber Mittagsmenüs anbieten, teilweise auch als Take-Away-Angebot. Diese werden flankiert von einem Wochenmenü und einer Speisekarte mit etwa zehn weiteren Angeboten.

«Als Konkurrenz zum bestehenden Gastronomieangebot – insbesondere zum in unmittelbarer Nähe liegenden ‹National› – sehen wir uns nicht», sagt Daniel Kamber.

«Am Mittag ist die Nachfrage gross genug und am Abend haben wir ja ohnehin nicht geöffnet.»

Zudem wird zweimal im Monat ein ausgiebiges Sonntagsfrühstück von 9 bis 13 Uhr angeboten. Bei diesem wie auch grundsätzlich legen die Betreiber Wert auf regionale Produkte, die teilweise hausgemacht sein werden.

Lindgrüne Akzente, Nischen und eine Lounge

Die Inneneinrichtung soll mit lindgrünen Akzenten ein verbindendes Element erhalten. Für die Planung des Innenausbaus verantwortlich zeichnet sich die Neue Creaform AG aus Krummenau. Vorgesehen sind Nischen zwischen den Säulen an der Fensterseite gegenüber der UBS, eine Stehbar an der Front gegenüber dem Manor und verschiedene Tische auf der restlichen Fläche des Lokals. Dazu kommt eine Lounge mit Imitations-Cheminée. Insgesamt bietet das Lokal Platz für etwa 60 Personen.

In diese Räumlichkeiten wir das Café einziehen. (Bild: Ruben Schönenberger)

In diese Räumlichkeiten wir das Café einziehen. (Bild: Ruben Schönenberger)

Da der jetzt in den Räumlichkeiten eingemietete Interdiscount selbstredend andere Infrastrukturbedürfnisse hatte, sind neben der Inneneinrichtung auch das Lager, die sanitären Anlagen und die Küche neu zu planen und zu bauen. «Eigentlich brauchen wir alles neu», sagt Madlen Kamber. «Vom Aschenbecher bis zur Dunstabszugshaube.» Die Aschenbecher werden nötig, weil das Café auch über Aussensitzplätze verfügen wird. Der grössere Teil davon wird entlang der Näppisuelistrasse zu liegen kommen, ein weiterer Teil an der Bahnhofstrasse. Um die dereinst dort und im Innern des Lokals sitzenden Gäste kümmern sich voraussichtlich acht Personen, verteilt auf rund fünf Vollzeitstellen.

Läuft alles wie geplant, findet die Eröffnung des neuen Cafés schon im Oktober statt. «Bei so einem Projekt muss man aber mit allem rechnen», sagt Daniel Kamber.