Juniorinnenfussball
Junge Fussballerinnen aus Bütschwil, Ebnat-Kappel und Kirchberg stehen zurzeit besonders im Fokus – dabei ist ihre Geschichte noch nicht zu Ende geschrieben

Die Juniorinnen des FF19-Teams Toggenburg haben sich am Sonntag im Cup für das nationale Finalturnier im Juni in Rafz qualifiziert.

Beat Lanzendorfer
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Mara Walt (links) und Claudia Gmür freuen sich mit den Juniorinnen über die Teilnahme am nationalen Finalturnier.

Mara Walt (links) und Claudia Gmür freuen sich mit den Juniorinnen über die Teilnahme am nationalen Finalturnier.

Bild: PD

Wenn der Druck am grössten ist, sind die Toggenburger Frauen auf den Punkt genau bereit. Das war schon in den Jahren 2015, 2016 und 2019 der Fall. In jenen Jahren sicherte sich das Bütschwiler Frauenteam den Sieg im Cupfinal des Ostschweizer Fussballverbandes.

Nun legt das FF19-Team Toggenburg noch einen drauf. Es ist auf bestem Weg, sich in den Fokus einer breiten Öffentlichkeit zu spielen. Am Sonntag qualifizierte sich die Mannschaft beim Cup-Qualifikationstag im luzernischen Nebikon für das vom Schweizerischen Fussballverband organisierte Finalturnier am 6. Juni in Rafz (ZH).

Das FF19-Team Toggenburg besteht aus Spielerinnen des FC Bütschwil, des FC Kirchberg und des FC Ebnat-Kappel. Betreut wird die Mannschaft von Claudia Gmür, Diana Brändle und Mara Walt. Die Gruppierung umfasst Spielerinnen der Jahrgänge 2002 bis 2005.

Spielerinnen lieferten Topleistung ab

Für Trainerin Claudia Gmür haben die Spielerinnen am Sonntag bei den Siegen gegen Gambarogno und Küssnacht am Rigi eine Topleistung abgeliefert: «Gegen die Tessinerinnen war es eine spannende Auseinandersetzung mit einem glücklichen Ende für uns.» Sie seien nach zehn Minuten in Führung gegangen, konnten danach dem Druck aber standhalten und letztlich auch mit etwas Glück und viel Kampfgeist die 1:0-Führung über die Zeit retten.

Den entscheidenden Treffer erzielte Marina Oberholzer nach elf Minuten. Der zweite Vergleich war dann eine klare Angelegenheit. Das Team Toggenburg setzte sich mit 7:1 gegen Küssnacht am Rigi durch. Hier war es erneut Marina Oberholzer, die das Skore eröffnete. Von ihr folgten weitere drei Tore. Ähnlich torhungrig präsentierte sich Leoni Braun, sie traf dreimal ins Schwarze.

Es waren keine Zuschauer zugelassen

Das Qualifikationsturnier wurde in Turnierform an zwei Austragungsorten mit regionaler Zuteilung (Ost/West) ausgetragen. Ein Spiel dauerte jeweils 30 Minuten. Von den vier Gruppen qualifizierten sich sowohl die Gruppensieger als auch die Gruppenzweiten für das nationale Finalturnier.

Die Toggenburgerinnen hatten insofern Glück, weil kurz vor Turnierbeginn eine Mannschaft absagte und sie deshalb «nur» einer Dreiergruppe angehörten. Claudia Gmür sagt:

«Wir fanden es schade, denn wir hätten gerne noch ein drittes Spiel absolviert.»

Bedauert hat sie auch, dass wegen des gültigen Schutzkonzepts der Anlass unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. «Wir hoffen, dass am 6. Juni wieder einige Zuschauer zugelassen sind, denn viele Angehörige fanden es schade, dass sie uns in der Innerschweiz nicht unterstützen durften.»

Gruppeneinteilung ist erstellt

Der Schweizerische Fussballverband hat bereits am Montag die Gruppeneinteilung für das Finalturnier vom 6. Juni in Rafz vorgenommen. Die Toggenburgerinnen gehören der Gruppe 1 an, die mit dem FC Männedorf, dem Team La Gruyère und US Collombey-Muraz Région komplettiert wird. Der Gruppe 2 zugeteilt wurden der FC Walterswil, die AS Gambarogno, das Team Léman FCV-FCCB sowie der FC Erlinsbach / BSC Zelgli Aarau.

Weil sich Widnau am Sonntag nach Niederlagen gegen Männedorf, Erlinsbach und Steffisburg aus dem Cup-Wettbewerb verabschiedete, ist das Team Toggenburg der einzig verbliebene Vertreter aus der Ostschweiz. Dazu Claudia Gmür: «Darauf sind wir sehr stolz. Es soll aber nicht das Ende sein. In gut fünf Wochen möchten wir erneut unter Beweis stellen, welche Fortschritte der Frauenfussball im Toggenburg gemacht hat.»