JUBILÄUMSFEIER
Kirchberg: Liberale Ideen im Toggenburg salonfähig machen

Vor zehn Jahren wurden die Jungfreisinnigen Toggenburg gegründet. Grund genug für den FDP-Nachwuchs, um das Erreichte zu feiern und sich neue Ziele zu stecken.

Christof Lampart
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Apéro zum zehnjährigen Bestehen der Jungfreisinnigen Toggenburg.

Apéro zum zehnjährigen Bestehen der Jungfreisinnigen Toggenburg.

Bild: Christof Lampart

Es lohne sich, sich als junger Mensch für eine liberal-wirtschaftliche Weltordnung einzusetzen – auch wenn dies im ländlich-konservativen Toggenburg mitnichten die dominierende politische Meinung sei. Das sagte der Präsident der Jungfreisinnigen Toggenburg, Nicolas Stillhard (Mosnang), am Freitagabend am Jubiläumsapéro zum zehnjährigen Bestehen, zu dem die Jungfreisinnigen Toggenburg eingeladen hatten. Aufgeben sei aber keine Option.

«Wir haben uns in den letzten zehn Jahren zur erfolgreichsten Nachwuchspartei im Toggenburg entwickelt. Gestartet sind wir einst mit fünf Mitgliedern und heute zählen wir 27 Mitglieder.»
Nicolas Stillhard bei der Begrüssung der Gäste zum 10-Jahr-Jubiläum der Jungfreisinnigen Toggenburg.

Nicolas Stillhard bei der Begrüssung der Gäste zum 10-Jahr-Jubiläum der Jungfreisinnigen Toggenburg.

Bild: Christof Lampart

Schliesslich seien liberale Werte wie Freiheit und Unabhängigkeit auch für die Landbevölkerung sehr wichtige Themen, sagte Nicolas Stillhard. «Wir müssen einfach vermehrt nach aussen kommunizieren, was wir unter Freiheit verstehen», richtete Nicolas Stillhard eine Forderung an seine Zuhörer. Und in noch einer Sache hätten sie Nachholbedarf.

«Wie wir heute sehen können, hat es hier nur jungliberale Männer; bei den Frauen haben eindeutig noch Verbesserungspotenzial.»

Marc Mächler: Jungfreisinnige als Speerspitze für liberale Ideen

Regierungsratspräsident und Parteifreund Marc Mächler forderte die Jungfreisinnigen dazu auf, weiterhin die «Speerspitze für liberale Ideen» zu sein.

Regierungsratspräsident und Parteifreund Marc Mächler forderte die Jungfreisinnigen dazu auf, weiterhin die «Speerspitze für liberale Ideen» zu sein.

Bild: Christof Lampart

Regierungspräsident Marc Mächler (FDP, Zuzwil) forderte die Jungfreisinnigen dazu auf, «die Speerspitze für liberale Ideen» zu sein, welche der Mutterpartei von Zeit zu Zeit einen entlarvenden Spiegel vorhalte. Denn gerade «alte Säcke», wie er selbst, so sagte der 51-jährige Marc Mächler salopp, tendierten im Polit-Alltag oft dazu, immer mehr von ursprünglichen freisinnigen Ideen und Forderungen abzuweichen.

Wer jung sei, könne noch viel unverkrampfter für seine Visionen kämpfen. Dies sei umso wichtiger, weil der Liberalismus in der jüngsten Zeit, in der viele alles günstiger oder sogar kostenlos haben wollten, enorm unter Druck geraten sei.

Marc Mächler: «Liberale Welt ist langfristig erfolgreich»

Marc Mächler ist jedoch davon überzeugt, dass «eine liberale Welt am Ende das Modell sein wird, welches langfristig erfolgreich sein wird». Denn die Freiheit des Liberalismus regle eben nicht alles durch Verzicht und Verbote, wie sie eine rot-grüne Politik einfordere.

«Der Liberalismus erlaubt es den Menschen, auch noch Freude und Spass zu haben und ein Leben zu führen, das Sinn macht.»

Rund 20 Personen, darunter neben Marc Mächler die FDP-Kantonsrätin und Lütisburger Gemeindepräsidentin Imelda Stadler, hatten sich am Freitagabend in der Kirchberger «Eintracht» zum Jubiläumsapéro eingefunden.