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Jodlergruppe Stockberg tauft ihr Daheim

Die Jodlergruppe Stockberg führte am Samstag ihren alle drei Jahre stattfindenden Unterhaltungsabend in Nesslau durch. Verbunden mit der Taufe des Tonträgers «Bi üs dehei».
Rudolf Steiner
Gut gebrannt hält sie besser: die Jodlerinnen und Jodler der Jodlergruppe Stockberg tauften ihre neue CD auf besondere Art und Weise. (Bild: Rudolf Steiner)

Gut gebrannt hält sie besser: die Jodlerinnen und Jodler der Jodlergruppe Stockberg tauften ihre neue CD auf besondere Art und Weise. (Bild: Rudolf Steiner)

Bei den Jodlern muss man sich wohlfühlen. Die Männer und Frauen in ihren farbenprächtigen Trachten kümmern sich um alles, damit sich die Besucher am Unterhaltungsabend wie Zuhause, oder eben «dehei» fühlen. Die Jodler und Jodlerinnen halten zwar den ganzen Abend ihre Hände im Hosensack oder unter dem Rock versteckt, aber hinter den Kulissen sind sie und ihre vielen Helferinnen und Helfer fleissig: Sie stehen stundenlang in der Küche und bedienen ihre Gäste im Saal oder in der Kaffeestube bis weit über Mitternacht hinaus. Als Gastformation war das neunköpfige Jodelchörli Zulgtal aus dem Berner Oberland im Toggenburg zu Gast.

Notfallmässig weitere Verpflegung organisiert

«Im Laufe des Abends gingen uns sogar die Pommes frites aus und ich musste notfallmässig Nachschub organisieren», sagte Jodler und Küchenchef Ueli Bohl, der zusammen mit Ehefrau Vreni und acht weiteren Küchengehilfen für das leibliche Wohl der rund 400 Besucher sorgte. Damit die Pommes samt Beilagen an den richtigen Platz im Büelensaal gelangten und die Besucherinnen und Besucher nicht auf dem Trockenen sassen, sorgten die Frauen, Buben und Mädchen der Trachtengruppe Nesslau-Neu St. Johann.

Dass sich dabei Lukullus und Musikus etwas in die Quere kamen oder in die Haare gerieten, lösten die Jodler ganz pragmatisch: bis die ersten Echos und Naturjutzer vom Stockberg erschallten, schoben sie den Start des Programms um 30 Minuten nach hinten und die Pause geriet ebenfalls länger wie geplant.

«Ab de Bärge» aus dem Berner Zulgtal

Eine lange Nacht gab es für die Gastformation Jodelchörli Zulgtal aus dem Berner Oberland und die Delegation von der Bettmeralp, Wallis. Für die Gastformation aus dem Berner Zulgtal – einem voralpinen Tal zwischen dem Emmental und dem Thunersee – gab es am Samstagabend nach ihren zwei Auftritten im Büelensaal mit den Jodelliedern «Ab de Bärge» und «Stärnepracht» sowie zwei Naturjutzen eine dreistündige Heimfahrt mit dem Bus.

Die Berner Oberländer Formation ist bereits zum dritten Mal zu Gast im Toggenburg. (Bild: Rudolf Steiner)

Die Berner Oberländer Formation ist bereits zum dritten Mal zu Gast im Toggenburg. (Bild: Rudolf Steiner)

Die Berner Oberländer Formation, die zum dritten Mal im Toggenburg zu Gast war, trug zur guten Stimmung und sich Wohlfühlen ebenso viel dazu bei wie die Jodlergruppe Stockberg. Diese feierte mit der Taufe ihrer zweiten CD «Bi üs dehei» ihr 25-Jahr-Jubiläum.

Rund 20 Delegationen willkommen geheissen

Der Präsident der Jodlergruppe, David Speck, Landwirt und 35 Jahre alt, konnte neben den vielen Jodelmusikfreunden auch rund 20 Delegationen anderer Chöre und Jodlerklubs aus der Ostschweiz willkommen heissen. Passend zum Titel ihrer zweiten CD – die erste erschien 2003 unter dem Titel «Obed am Stockberg» – ging es in ihren Liedern «Hei is Dorf» und «Es schöns deheim» um «das sich daheim wohlfühlen». Mit ihren Naturjodeln «Am Schwägalp Schwinget», «Dä Seluner» und «Äm Chläus sin» drückten die vier Jodlerinnen und zehn Jodler unter Dirigent Marco Sonderegger ihr Wohlgefühl authentisch und stimmlich glasklar aus.

Eine originelle Interpretation ihrer CD-Taufe zeigte die Jodlegruppe nach der Pause, indem sie gleich auf der Bühne das Brennen, Mischen und Pressen verständlich und einleuchtend am Lagerfeuer demonstrierten. Mit Mörtelrührstab und auf der Beerenpresse. Für die musikalische Unterhaltung zwischen den einzelnen Programmpunkten sorgte die vierköpfige Ländlerformation Lutere-Buebe aus Ennetbühl, für die ihr Auftritt praktisch ein Heimspiel bedeutete. Mit ihren Schottisch und Polkas duellierten sie sich im Wettstreit mit der gleich hinter der Büelenhalle talwärts fliessenden Lutere und sorgten für gute Stimmung.

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