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Jodelchörli Heimetfreud generiert volle Aufmerksamkeit

Das Jodelchörli Heimetfreud bot einen abwechslungsreichen Unterhaltungsabend. Dabei war es am Angang noch gar nicht parat.
Fränzi Göggel
Links wird aus Inbrunst gesungen, rechts gehen Andrea Bürge und Kurt Gähwiler in den Rollen von Ottokar Nötzli und Annekäthi auf. Bild: PD

Links wird aus Inbrunst gesungen, rechts gehen Andrea Bürge und Kurt Gähwiler in den Rollen von Ottokar Nötzli und Annekäthi auf. Bild: PD

Schon bei seiner ersten Ansage in der Aula der Oberstufenschule in Mosnang hatte Präsident Martin Widmer das Publikum im Sack. «Es tut mir leid, aber es ist genau das eingetreten, was man nicht gerne hat. Wir sind noch nicht parat, ich muss mir drum was einfallen lassen», entschuldigte er sich beim Publikum.

Oberwitzig präsentierte er zwei banale, aber wirkungsvolle Zaubertricks und bekam dafür viel Gelächter und grossen Applaus.

Im höchsten Grad pensioniert

Das Jodelchörli Heimetfreud unter der Leitung von Hedy Schneider sang sich in die Herzen der Besucher. Die Texte gut verständlich, innig präsentiert und harmonisch vorgetragen begeisterten. «So schön», raunte da und dort eine Stimme aus dem Publikum. Der abwechslungsreiche Liedervortrag enthielt klassische Jodellieder und Naturjodel. Das Publikum hätte den Schweizerjodel «Steimandli Jutz» als Zugabe am liebsten zweimal gehört. Souverän durch den Abend führten Livia Gehrig und Jonas Widmer, «dä Sohn vom Scheff», wie er sich selber vorstellte.

Illustre Gäste bereicherten das Programm. Das Alphorntrio Mühlrüti erfüllte die Halle mit Naturtönen und als Überraschung mit einem scherzhaft inszenierten Kinderlied. Im Anschluss wurden die Drei von Livia Gehrig ausgefragt. Dabei erfuhr das Publikum, dass Sepp Meile, Georg und Johann Hollenstein seit 43 Jahren gemeinsam als Alphorntrio Mühlrüti auftreten. «Heuer sind wir 38-mal unterwegs. Wir sind im höchsten Grad pensioniert und haben drum Zeit fürs Alphornblasen und anderes», sagt Johann Hollenstein lachend. Als weitere Gastformation bliesen die «Muulörgeler vo Moslig» lüpfige Melodien und wurden vom Publikum zu einer Zugabe herausgeklatscht.

Geld, Habgier und Betrug

Gespickt mit Scherzen und Komik spielten die Laienschauspieler den Einakter «Geischter vom Lindenhof» von Lukas Bühler. Die Geschichte erzählte von Geld, Habgier und Betrug. Der auf dem Lindenhof anwesende Geist des verstorbenen Onkels Godi liess bei jedem Fluch und wüsten Wort Bilder von der Wand fallen.

Rösi, die Bäuerin auf dem Lindenhof (Daniela Strassmann), wurde von ihrer eitlen Schwester Claire Nötzli (Vreni Brändle) mit dem angeblichen Testament von Onkel Godi konfrontiert. Dass dieses gefälscht war, erfuhren die Magd Annekäthi (Andrea Bürge) und der Knecht Guschti (Peter Strassmann) von Ottokar Nötzli (Kurt Gähwiler), dem unterlegenen Ehemann von Claire Nötzli. Als der Geisterjäger Harzenmoser (Matthias Bamert) versuchte, den Geist zu vertreiben, wurde das Chaos perfekt.

Umwerfend in Mimik und Körpersprache

Absolut umwerfend spielte Kurt Gähwiler seine Rolle. Seine Mimik und Körpersprache waren an Komik nicht mehr zu überbieten. Sogar am Schluss bei der Vorstellung der Schauspieler knetete er seine Handtasche immer noch und kam aus seiner Theaterrolle kaum heraus. Souffleuse Adelheid Gähwiler musste selten eingreifen, alle Schauspieler waren sattelfest und sehr gut zu verstehen. Zum Tanz spielte die Bäsä Höckler auf.

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