Interview

Toggenburger Bobfahrerin Jasmin Näf: «Wir sind überglücklich, dass es mit einer Medaille geklappt hat»

Die 22-jährige Lütisburgerin Jasmin Näf holte am Freitag an den U23-Bob-Europameisterschaften im österreichischen Igls mit ihrer Partnerin Melanie Hasler Bronze. 

Beat Lanzendorfer
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Jasmin Näf (links) und Melanie Hasler jubeln über den Gewinn ihrer Bronzemedaille.

Jasmin Näf (links) und Melanie Hasler jubeln über den Gewinn ihrer Bronzemedaille.

Bild: PD

Wie gross ist die Freude über die Bronzemedaille?

Jasmin Näf: Wir freuen uns sehr. Wir hatten nach dem ersten Lauf, der nicht optimal war, nicht unbedingt damit gerechnet. Zum Glück konnten wir uns im zweiten Durchgang steigern.

Haben Sie und Melanie Hasler im Vorfeld auf eine Medaille gehofft?

Dank guten und konstanten Leistungen im Europacup konnten wir auf eine Medaille hoffen. Jetzt sind wir überglücklich, dass es geklappt hat.

Die Trainings unter der Woche sollen aber nicht optimal verlaufen sein?

Das stimmt. Wir wiesen immer einen grossen Rückstand auf. Vor dem Rennen haben wir am Bob noch verschiedene Umstellungen vorgenommen, was sich letztlich ausbezahlt hat.

Die Verunsicherung vor dem
Rennen war aber schon da.

Die Veränderungen müssen sich gelohnt haben. Ein Blick auf die Startzeiten zeigt, dass Sie dort sogar schneller waren als der russische Silberbob. Schlussendlich haben Sie nur 14 Hundertstel auf diesen verloren. Wäre sogar die Silbermedaille möglich gewesen?

Wir sind sehr zufrieden mit unseren Startzeiten. Hätten wir zwei konstante und solide Läufe heruntergebracht, wäre vielleicht sogar die Silbermedaille dringelegen. Es ist aber unsere erste gemeinsame Saison, deshalb sind Melanie und ich überglücklich über das Erreichte. Zudem fahren unsere Konkurrentinnen schon länger zusammen und haben dadurch auch mehr Erfahrung.

Gold lag mit 1,5 Sekunden Rückstand aber ausser Reichweite?

Ja, die beiden Deutschen verfügen über extrem gutes Material, das bereits beim Start den Unterschied ausmachte.

Sind Sie an der Strecke von Fans unterstützt worden?

Leider nicht. Das Rennen fand am Freitag statt, da war es schwierig, uns vor Ort zu unterstützen. Ich weiss aber, dass uns zu Hause ganz viele Menschen die Daumen gedrückt haben.

Blieb nach dem Rennen noch etwas Zeit, den Erfolg zu feiern?

Nicht wirklich, wir werden weiter Trainieren und reisen bereits am Sonntag weiter nach Winterberg an die Junioren-WM. Feiern können wir auch noch nach der Saison. 

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