Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Jasmin Näf, die Bob fahrende Köchin aus Lütisburg

Die 22-Jährige fährt im kommenden Winter Europa-und Weltcuprennen als Bremserin im Schlitten von Melanie Hasler.
Beat Lanzendorfer
Für Bobfahrerin Jasmin Näf beginnt die Saison am Sonntag mit den Anschieb-Titelkämpfen in Regensdorf. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Für Bobfahrerin Jasmin Näf beginnt die Saison am Sonntag mit den Anschieb-Titelkämpfen in Regensdorf. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die fallenden Temperaturen sind ein untrügliches Zeichen: Irgendwann gibt es wieder Schnee. Für Wintersportler hat die kältere Jahreszeit schon längst begonnen – sie bereiten sich teilweise seit Monaten auf ihre Wettkampfsaison vor. Zu ihnen zählt die Lütisburger Bobfahrerin Jasmin Näf. Sie ist neu die Bremserin der Zürcher Bobpilotin Melanie Hasler.

Kürzlich waren die zwei gemeinsam im Trainingslager im italienischen Cesana. Nun bestreiten sie am Sonntag die Anschiebe-Schweizermeisterschaften in Regensdorf. «Es ist ein erster Test, der uns aufzeigt, wie weit wir im Vergleich mit der Konkurrenz schon sind», sagt Jasmin Näf.

Mitte Oktober beginnt die Europacup-Saison

Für die 22-Jährige beginnt mit der kommenden Saison ein neuer Abschnitt. Nachdem sie bisher den Teams um Sabina Hafner und Martina Fontanive angehörte, sitzt sie neu im Bob der 21-jährigen Melanie Hasler. Gemeinsam haben sie in den kommenden Monaten einiges vor. Zuerst möchten sie mit möglichst vielen Spitzenplätzen im Europacup von Oktober bis Dezember für Furore sorgen. «Ein Podestplatz wäre natürlich genial», sagt Jasmin Näf.

In den Weltcuprennen ab Januar geht es dann darum, der Schweiz einen Quotenplatz für die olympischen Winterspiele 2022 in Peking zu sichern. Geplant sind Rennen in Winterberg, Igls, Sigulda und auf der Heimbahn in St.Moritz.

Apropos St.Moritz: Sie haben sich entschieden, dem Bobclub St.Moritz beizutreten, der die beiden grosszügig mit Material unterstützt. «Der Club stellt uns die Kufen zur Verfügung», erklärt Näf. Für die Kleider und den Schlitten müssen die zwei Frauen aber selber aufkommen, wobei dieser Betrag mit mehreren 10000 Franken zu Buche steht.

Erleichternd kommt hinzu, dass sie den Bob in der kommenden Saison für 8000 Franken mieten können. Und immerhin zahlt der Verband die Reise- sowie die Hotelspesen und trägt die Kosten der Trainings- und Rennfahrten.

Die Mischung soll es ausmachen

Das alles täuscht nicht darüber hinweg, dass die Athleten einen beträchtlichen Teil ihrer Aufwendungen selber berappen müssen. «Das trifft übrigens nicht nur auf uns Frauen, sondern auch auf die Herren zu», sagt Näf, die als Köchin im Kirchberger Toggenburgerhof arbeitet, dort in den Wintermonaten aber grosszügig freigestellt wird. «Ich habe mir aber fest vorgenommen, zwischen Weihnachten und Neujahr, wenn der Bobbetrieb kurzzeitig ruht, in der Küche zu stehen» sagt sie abschliessend.

Und vielleicht erweist sich die Verbindung zwischen der Volleyballerin (Hasler) und der Siebenkämpferin des TV Lütisburg als perfekte Mischung, um auch auf Kufen für Spitzenresultate zu sorgen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.